Bernhard Pankok
Porträtgrafik Bernhard Pankoks von Emil Orlik
Kunstgewerbeschule Stuttgart

Bernhard Pankok (* 16. Mai 1872 in Münster (Westfalen); † 5. April 1943 in Baierbrunn) war ein deutscher Maler, Graphiker, Architekt und Designer.

Seine Werke sind geprägt vom Übergang zwischen Jugendstil und Internationalem Stil. Er eröffnete 1892 ein Atelier in München und arbeitete als freier Künstler, Graphiker und Illustrator für die Zeitschriften PAN und Jugend. Er lebte fortan bis 1902 in München. Dort war er auch Mitbegründer der „Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk“.

Von 1902 an lehrte und lebte er in Stuttgart. 1913 wurde auf dem Stuttgarter Killesberg unter seiner prägenden Mitwirkung der Neubau der Kunstgewerbeschule, deren Direktor er im selben Jahr wurde, fertiggestellt und bezogen. (Unweit des Schulgebäudes entstand 1927 die Weißenhofsiedlung.)

Vor allem seine Möbel und seine Buchgrafiken (etwa die Darstellungen der Räume und der Katalog der Pariser Weltausstellung 1900) fanden Anerkennung.

1907 wurde er Mitglied des gerade gegründeten Deutschen Werkbundes und 1914 zählte er zu den führenden Künstlern der Kölner Werkbundausstellung. 1930 wurde er auswärtiges Mitglied der Münchner Sezession, und 1932 erfolgte die Ernennung zum Ehrenmitglied des Westfälischen Kunstvereins Münster.

Literatur

  • Hans Klaiber: Bernhard Pankok. Ein Lebensbild. (mit einer Vorbemerkung von Wolfgang Kermer) Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Stuttgart 1981. (= Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart, 4.)
  • Wolfgang Kermer (Hrsg.): Zwischen Buch-Kunst und Buch-Design. Buchgestalter der Akademie und ehemaligen Kunstgewerbeschule in Stuttgart. Werkbeispiele und Texte. Cantz, Ostfildern-Ruit 1996, ISBN 3-89322-893-4.

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