Bernhard Vossebein

Bernhard "Bernie" Vossebein (* 14. März 1925 in Bochum) war ein erfolgreicher deutscher Tischtennisspieler. Er wurde zweimal deutscher Vize-Meister im Einzel und siebenmal deutscher Meister im Doppel und Mixed.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Vossebein begann seine Laufbahn bei den Vereinen Blau-Weiß Bochum und Post Bochum. Danach spielte er in der Saison 1946/47 beim VfL Bochum. Nach einem Zwischenspiel bei ESV Blau-Rot Bonn von 1947 bis 1950 kehrte er 1950 wieder zum VfL Bochum zurück. Hier kam er auch zu seinen 16 Berufungen in die Nationalmannschaft und zu der viermaligen Teilnahme an Weltmeisterschaften. In die Schlagzeilen der Fachwelt geriet Vossebein im Vorfeld der WM 1956. Zunächst wurde er vom DTTB nicht berücksichtigt, was viele als sportlich nicht gerechtfertigt kritisierten. Schließlich wurde er doch noch nominiert, wobei zur Deckung der Reisekosten eine Spendenaktion durchgeführt wurde.[1]

Zweimal stand Bernie Vossebein in einem Endspiel um die deutsche Einzelmeisterschaft und musste sich jeweils mit dem 2. Platz begnügen: 1949 verlor er gegen Dieter Mauritz, 1956 gegen Conny Freundorfer. Mehr Erfolg hatte er in Doppel- und Mixedwettbewerben, viermal wurde er Erster im Mixed, dreimal im Doppel. 1952 wurde er in der Rangliste des DTTB auf dem 2. Platz geführt.

1958 wechselte Vossebein zum Verein ETuS Wanne Eickel. Um 1959 zog er sich vom Leistungssport zurück. Er arbeitete fortan als Betreuer und Trainer im Jugendbereich. Von 1971 bis 1987 war er als Verbandstrainer im WTTV nicht nur für die aktiven Spieler tätig (u. a. betreute er den späteren deutschen Meister Wilfried Lieck) sondern auch für die Trainerausbildung. Seit 1987 ist Vossebein Trainer beim Verein TTC Altena. Zudem trainiert er die Jugend des TuS Hiltrop.

Vossebein ist der einzige Deutsche, der als Spieler, Trainer und Betreuer seit 1942 an mehr als 50 nationalen Meisterschaften teilgenommen hat. 1965 wurde er vom Westdeutschen Tischtennisverband WTTV mit der Ehrennadel in Gold geehrt.[2]

Privat

Bernie Vossebein ist von Beruf Friseur. Er ist verheiratet mit Ehefrau Christel und hat zwei Söhne (Bernt und Lutz). [3] Heute (2004) lebt er in Bochum.

Erfolge

  • Teilnahme an Tischtennisweltmeisterschaften
    • 1953 in Bukarest
      • Achtelfinale im Mixed
    • 1956 in Tokio
      • 5. Platz mit gesamtdeutschem Herren-Team
    • 1957 in Stockholm
      • Achtelfinale im Doppel
      • Achtelfinale im Mixed
      • 5. Platz mit gesamtdeutschem Herren-Team
    • 1959 in Dortmund
    • 1998 Neuhausen/Filder - Altersklasse Ü65: Doppel 2. Platz (mit Anton Breumair)
    • 1999 Lübbecke - Altersklasse Ü65: Doppel 2. Platz (mit Ernst Junker)
    • 2001 Bad Iburg - Altersklasse Ü75: 3. Platz Mixed (mit Ingeborg Tremmel)
  • Deutschlandpokal
    • 1948 Schwerte: 1. Platz mit WTTV
    • 1949 Recklinghausen: 1.Platz mit WTTV
    • 1950 Rheydt: 1. Platz mit WTTV
    • 1951 Berlin: 1. Platz mit WTTV
  • Internationale Meisterschaften
Vossebein wurde siebenmal Internationaler Meister im Einzel und Doppel (je zweimal Luxemburg und Spanien, je einmal Dänemark, Norwegen und Südamerika)
  • Senioren-Weltmeisterschaft
    • 1996 Lillehammer - Ü70: Doppel 2. Platz (mit Alfred Kocher)
  • WTTV-Meisterschaften
    • 2004 Ahaus - Altersklasse Ü75: Einzel 3. Platz, Doppel 1. Platz (mit Ernst Junker)

Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank

[4]

Verband Veranstaltung Jahr Ort Land Einzel Doppel Mixed Team
FRG  Weltmeisterschaft  1959  Dortmund  FRG   letzte 128  letzte 64  letzte 64   
GER  Weltmeisterschaft  1957  Stockholm  SWE   letzte 128  letzte 16  letzte 16 
GER  Weltmeisterschaft  1956  Tokio  JPN   letzte 128  letzte 32  letzte 32 
GER  Weltmeisterschaft  1953  Bukarest  ROU   letzte 32  letzte 32  letzte 16   

Quellen

  • Winfried Stöckmann: Legende zu Lebzeiten: Bernie Vossebein - Der Löwe von Bochum, Zeitschrift DTS, 1992/2 S.38
  • Peter Hübner: Berni Vossebein feierte Jubiläum - Meine 50. DM, Zeitschrift DTS, 1993/3 S.310

Einzelnachweise

  1. Zeitschrift DTS, 1956/6 S.1
  2. Zeitschrift DTS, 1955/24 Ausgabe West S.15
  3. Zeitschrift DTS, 1985/3 S.25
  4. ITTF-Statistik (abgerufen am 16. September 2011)

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