Bernhardin Sanson

Bernhardin Sanson (lebte im 16. Jahrhundert, genaue Geburts- und Sterbedaten sind nicht bekannt) war Mitglied des Franziskanerordens und in der Schweiz bekannt als Ablassprediger.

Lebensdaten

Am 15. November 1517 bekam er durch ein päpstliches Breve den Auftrag, für den Bau des Petersdoms in Rom in der Schweiz für Ablass zu predigen.

Im Jahr 1518 reiste er über das Tessin in die Schweiz und gelangte über die Innerschweiz nach Bern, Freiburg und Solothurn.

Im Jahr 1519 gelangte er in die Region des damaligen Bistums Konstanz und begann ohne vorher den Bischof zu konsultieren mit seinen Ablasspredigen.

Seine Art des Auftretens und des Predigens war sehr umstritten und wurde stark bekämpft z. B. vom Generalvikar des Bistums Konstanz Johannes Fabri und dem späteren Reformator Ulrich Zwingli. Nachdem die Tagsatzung beim Papst Leo X. ihre Einwände gegen Sanson platzierte, wurde er nach Rom zurückbeordert.

Literatur

  • Adolf Brecher: Samson, Bernhardin. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 30, Duncker & Humblot, Leipzig 1890, S. 311 f.
  • K. Schottenloher: Bibliographie zur deutschen Geschichte im Zeitalter der Glaubensspaltung 1517–55. 6 Bände, Stuttgart
  • L. Heibling: Dr. J. Fabri und die schweizerische Reformation. Freiburg i. Ue. 1933, Seiten 59 f. und 67.

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