Bernhardino Campi
Madonna

Bernardino Campi (* um 1522 in Cremona; † 18. August 1591 in Reggio nell’Emilia) war ein italienischer Maler und Zeichner in Cremona.

Bernardino Campi war der Sohn des Goldschmieds Pietro Campi und vermutlich auch mit Vincenzo Campi verwandt. Bereits in früher Jugend bekam Campi seinen ersten künstlerischen Unterricht durch seinen Vater und erlernte von ihm auch das Goldschmiedehandwerk.

Später wurde Campi Schüler des Malers Giulio Campi, um selbst Maler zu werden. Durch seinen Lehrer unterstützt, ging Campi später nach Mantua und wurde Schüler von Ippolito Costa, einem Sohn Lorenzo Costas. Dort lernte er auch Giulio Romano und dessen Werk kennen und zu schätzen.

1550 lud ihn Isabella von Capua, die Ehefrau von Ferrante Gonzaga, nach Mailand ein um eine Reihe von Familienporträts zu malen.

Nach Cremona zurückgekehrt, gründete er ein Atelier und hatte eine Reihe von Schülern; u. a. Sofonisba Anguissola, ihre Schwester Elena und Giovan Battista Trotti. In dieser Zeit veröffentlichte Campi auch sein Buch Parer sopra la pittura. Im Alter von ungefähr 70 Jahren starb Bernardino Campi am 18. August 1591 in Reggio nell’Emilia.

Obwohl sich Campi bald aus dem Schatten seiner Lehrer lösen konnte und seinen eigenen Stil fand, steht sein künstlerisches Schaffen doch in der Nähe Tizians. Campi kopierte Tizian teilweise so gut, dass das zeitgenössische Publikum zwischen Original und Kopie kaum unterscheiden vermochte; aber auch Correggio und Raffael gehören zu Campis Vorbildern.

Werke (Auswahl)

Literatur

  • Marco Tanzi: I Campi. 5 Continents, Mailand 2004, ISBN 88-7439-092-0


Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.

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