Berno von Reichenau

Berno (* um 978; † 7. Juni 1048 in Reichenau) war Abt des Klosters Reichenau von 1008 bis 1048.

Berno wurde 1008 durch König Heinrich II. zum Abt der Reichenau ernannt. Er folgte damit dem Reformabt Immo, der wahrscheinlich aufgrund seiner zu strengen Auslegung der Benediktinerregeln von den Mönchen abgelehnt wurde. Die Führung des Klosters unter Berno war liberaler, gleichwohl wurde die Reform des Klosters fortgesetzt. Das Kloster erlebte unter seiner Leitung eine sowohl wirtschaftliche als auch wissenschaftliche Blütezeit. Er veranlasste den Westausbau der Abteikirche St. Maria und Markus für die Ausstellung und Verehrung der Markus-Reliquien und konnte die Neuweihe am 24. April 1048 noch selbst leiten. Unter der Westvierung ist sein Grab. Einer seiner bekanntesten Schüler war Hermann von Reichenau. Politisch unterhielt Berno eine enge Verbindung zu König Heinrich II. und Heinrich III.

Literatur


Vorgänger Amt Nachfolger
Immo Abt von Reichenau
1008-1048
Ulrich I.

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  • Kloster Reichenau — Klosterkirche in Mittelzell Das Kloster Reichenau war ein Benediktinerkloster auf der Insel Reichenau im Bodensee. Es wurde 724 gegründet und war ab 1540 Priorat des Konstanzer Bischofs. Es zählt neben St. Gallen und Fulda zu den bedeutendsten… …   Deutsch Wikipedia

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  • Gottschalk von Orbais — (auch: Gottschalk der Sachse oder Godescalcus) (* um 803; † um 869 in der Abtei Hautvillers) war ein frühmittelalterlicher Gelehrter, streitbarer Mönch und Dichter. Gottschalk entstammte einem sächsischen Adelsgeschlecht (Sohn des Grafen Berno )… …   Deutsch Wikipedia

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