Bernsbach
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bernsbach
Bernsbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bernsbach hervorgehoben
50.57583333333312.772777777778580
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Erzgebirgskreis
Höhe: 580 m ü. NN
Fläche: 8,76 km²
Einwohner:

4.446 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 508 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08315
Vorwahlen: 03774, 03771
Kfz-Kennzeichen: ERZ
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 070
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Straße der Einheit 5
08315 Bernsbach
Bürgermeister: Frank Panhans (FWiB)
Lage der Gemeinde Bernsbach im Erzgebirgskreis
Sachsen Amtsberg Annaberg-Buchholz Aue Auerbach (Erzgebirge) Bad Schlema Bärenstein (Erzgebirge) Bernsbach Bockau Börnichen/Erzgeb. Borstendorf Breitenbrunn/Erzgeb. Burkhardtsdorf Crottendorf Deutschneudorf Drebach Ehrenfriedersdorf Eibenstock Elterlein Erlbach-Kirchberg Gelenau/Erzgeb. Geyer Gornau/Erzgeb. Gornsdorf Großolbersdorf Großrückerswalde Grünhain-Beierfeld Grünhainichen Heidersdorf Hohndorf Hormersdorf Jahnsdorf/Erzgeb. Johanngeorgenstadt Jöhstadt Königswalde Lauter/Sa. Lengefeld Lößnitz (Erzgebirge) Lugau/Erzgeb. Marienberg Mildenau Neukirchen/Erzgeb. Niederdorf (Sachsen) Niederwürschnitz Oberwiesenthal Oelsnitz/Erzgeb. Olbernhau Pfaffroda Pobershau Pockau Raschau-Markersbach Scheibenberg Schlettau Schneeberg (Erzgebirge) Schönheide Schwarzenberg/Erzgeb. Sehmatal Seiffen/Erzgeb. Stollberg/Erzgeb. Stützengrün Tannenberg Thalheim/Erzgeb. Thermalbad Wiesenbad Thum Wolkenstein (Erzgebirge) Zöblitz Zschopau Zschorlau ZwönitzKarte
Über dieses Bild

Bernsbach ist eine Gemeinde im sächsischen Erzgebirgskreis, die zusammen mit dem Ortsteil Oberpfannenstiel etwa 4600 Einwohner zählt.

Die Gemeinde erstreckt sich vom Tal des Schwarzwassers bis zum Spiegelwald auf 728 m ü. NN und bietet damit eine gute Aussicht über die erzgebirgischen Städte Aue und Schwarzenberg. Aus diesem Grund wird Bernsbach auch „Balkon des Erzgebirges“ genannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Dorfplatz und „Pfarrkirche zur Ehre Gottes“ von Bernsbach

Bernsbach wurde um 1200 vermutlich von fränkischen Siedlern als Waldhufendorf gegründet. 1240 wurde es als Wernhardispach erstmals urkundlich erwähnt. Um 1460 wurde der Ort im Terminierbuch der Zwickauer Franziskanermönche als Pernsbach bezeichnet. Bernsbach gehörte zu dieser Zeit dem Grünhainer Kloster und nach dessen Auflösung ab 1536 zum Amt Grünhain. 1874 wurde die Gemeinde dem Amtsgericht Schwarzenberg zugeteilt und gehört seit 1950 zum Gerichtsstand Aue.

Von 1679 bis 1681 baute man in der Ortsmitte eine Kirche und löste sich damit vom Nachbarort Beierfeld, in das Bernsbach bis dahin eingepfarrt war.

Während der Blütezeit des Bergbaus im Erzgebirge fand man auch in Bernsbach Eisen, Silber und Schwefel. Die gewonnenen Erze wurden in einer Schmelzhütte verarbeitet. Um 1538 siedelten sich Hammerschmiede und Verzinner im Oberdorf an und brachten damit die handwerkliche Verarbeitung von Metall in die bis dahin reine Bauernsiedlung. Um die Öfen mit Brennstoffen zu versorgen, kamen außerdem auch Köhler in das Dorf.

Weitere handwerkliche Schwerpunkte bildeten die seit dem 17. Jahrhundert betriebene Löffelmacherei sowie die Spitzenklöppelei. In den Jahren um 1800 war zudem das Petschaftsstecherhandwerk, die Herstellung von amtlichen Stempeln und Wappen, in Bernsbach heimisch. Mit dem Bau der Bahnlinie von Zwönitz nach Scheibenberg im Jahre 1900 erfolgte dann ein weiterer Aufschwung der ansässigen Wirtschaft.

Die alte Tradition der Schwarz- und Weißblechproduktion sowie die Herstellung von Eisenwaren ist bis heute in Bernsbach erhalten geblieben.

1987 wurde das 750-jährige Bestehen begangen, das auf eine Erwähnung im Jahr 1237 zurückgeführt wurde.

Zur Festlegung der zukünftigen Entwicklung von Bernsbach wurde am 26. Juni 2011 ein Bürgerentscheid durchgeführt, ob sich Bernsbach mit der benachbarten Stadt Lauter oder mit Grünhain-Beierfeld zusammenschließen soll. Nach dem Bürgerwillen soll bis Ende 2012 eine Fusion mit Lauter erfolgen.[2]

Einwohnerentwicklung

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:

1982 bis 1988

  • 1982 − 5.049
  • 1983 − 4.968
  • 1984 − 4.922
  • 1985 − 4.827
  • 1986 − 4.703
  • 1987 − 4.619
  • 1988 − 4.530

1989 bis 1995

  • 1989 − 4.360
  • 1990 − 4.220
  • 1991 − 4.119
  • 1992 − 4.057
  • 1993 − 4.025
  • 1994 − 4.233
  • 1995 − 4.568

1996 bis 2002

  • 1996 − 4.778
  • 1997 − 4.847
  • 1998 − 4.847
  • 1999 − 4.747
  • 2000 − 4.714
  • 2001 − 4.740
  • 2002 − 4.761

2003 bis 2009

  • 2003 − 4.719
  • 2004 − 4.714
  • 2005 − 4.632
  • 2006 − 4.562
  • 2007 − 4.544
  • 2008 −
  • 2009 − 4.495

2010

  • 2010 − 4.410
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Gemeinderat

Die 16 Sitze des Gemeinderates sind seit der Kommunalwahl 2009 wie folgt besetzt: 8 Sitze CDU, 5 Sitze FWiB, 1 Sitz SPD, 2 Sitze Die Linke.[3]

Partnerstadt

Vereine

  • SV Saxonia Bernsbach
  • TV 1864 Bernsbach (Turnverein)
  • Bernsbacher Musikanten e. V. (Blasmusikverein)

Persönlichkeiten


„Balkon des Erzgebirges“: Blick von Bernsbach auf Schwarzenberg, Lauter und Aue (von links)
„Balkon des Erzgebirges“: Blick von Bernsbach auf Schwarzenberg, Lauter und Aue (von links)

Literatur

  • Richard Steche: Bernsbach. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 8. Heft: Amtshauptmannschaft Schwarzenberg. C. C. Meinhold, Dresden 1887, S. 7.

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
  2. Freie Presse, Lokalausgabe Schwarzenberg vom 27. Juni 2011: Bernsbacher wollen Lauter als Partner - Klares Votum: Mehr als zwei Drittel der Wähler stimmen für Zusammenschluss mit der Vogelbeerstadt
  3. http://www.bernsbach.de/index.php?option=com_content&view=article&id=20&Itemid=35

Weblinks

 Commons: Bernsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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