Bernstein im Burgenland
Wappen Karte
Wappen fehlt
Bernstein (Österreich)
DEC
Bernstein
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Burgenland
Politischer Bezirk Oberwart (OW)
Fläche 39 km²
Koordinaten 47° 24′ N, 16° 15′ O47.40516.255555555556619Koordinaten: 47° 24′ 18″ N, 16° 15′ 20″ O
Höhe 619 m ü. A.
Einwohner 2.325 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 60 Einwohner je km²
Postleitzahl 7434
Gemeindekennziffer 1 09 02
AT113
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Marktgemeinde Bernstein
7434 Bernstein
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Robert Marth (SPÖ)
Gemeinderat (2007)
(23 Mitglieder)
12 SPÖ, 10 ÖVP, 1 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Bernstein
Karte
Burg Bernstein
Burg Bernstein

Bernstein ist eine Marktgemeinde im Burgenland im Bezirk Oberwart in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Borostyánkő. Der Ort ist vor allem durch seine Burg und den dort zu findenden grünen Edelserpentin bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Bernstein im Burgenland
Römisch-katholische Pfarrkirche
In diesem Steinbruch wird neben dem gemeinen Serpentin auch der begehrte Edelserpentin abgebaut

Die Gemeinde liegt im Südburgenland auf 619 Meter Seehöhe. Ortsteile der Marktgemeinde sind Bernstein, Dreihütten, Redlschlag, Rettenbach und Stuben.

Das Wahrzeichen von Bernstein ist die im 14. Jahrhundert erstmals erwähnte Burg Bernstein; sie ist die höchstgelegene Burg des Burgenlandes.

Geschichte

Der Name des Ortes leitet sich von der Bernsteinstraße ab, von der ein Seitenarm als „Via Magna“ im Tauchental vorbeiführte.

Das Gebiet von und um Bernstein war Jahrhunderte vor Christi Geburt von Keltischen Stämmen bewohnt. Erstmalig wurde der Ort 1388 als Dorf unter der Burg Porostyan gelegen urkundlich erwähnt. Seit dem 12. Jahrhundert wurde Bergbau betrieben. Zuerst wurde nur Eisen gefördert, ab dem 16. Jahrhundert ebenso Schwefel, Kupfer, Kupfervitriol, Silber und sogar Gold.

Das Wappen von Bernstein stammt aus dieser Zeit; es zeigt einen Hauerbrunnen (Förderschacht) mit zwei Bergknappen. Anfang des 19. Jahrhunderts fand der Bergbau vorerst ein Ende.

Bernstein ist der weltweit einzige Fundort des hell- bis dunkelgrünen Edelserpentins, der hier zu Schmuck und anderen Kunstgegenständen verarbeitet wird. Der Holzdrechsler Höller und Pfarrer Ratz entdeckten 1860, dass sich der in den Adern des gemeinen Serpentins eingeschlossene Edelserpentin – nach der Mohsschen Härteskala weist dieser eine Härte von etwa 2,5 bis 3,5 auf – leicht bearbeiten lässt. Daraus entwickelte sich in der folgenden Zeit ein neues Handwerk, dessen Tradition bis zur Gegenwart erhalten blieb. Für die Gewinnung von einem Kubikmeter Edelserpentin müssen etwa 2000 Kubikmeter gemeinen Serpentins, der im Straßenbau und in der Kunststeinindustrie Verwendung findet, abgebaut werden.

Wie das gesamte Burgenland gehörte der Ort bis 1921 zu Ungarn. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon Österreich zugesprochen und im Herbst 1921 in das neu gegründete Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes) eingegliedert.

Marktgemeinde ist Bernstein seit 1973 (durch „VO 5“ erfolgte Weiterverleihung, Marktrecht seit 1602).

Politik

Bürgermeister ist Robert Marth von der SPÖ, der sich bei den Bürgermeisterdirektwahlen 2007 mit 50,6 % gegen seinen Konkurrenten, Vizebürgermeister Franz Kummer von der ÖVP durchsetzen konnte. Bei den gleichzeitig durchgeführten Gemeinderatswahlen verlor die SPÖ rund 5 % und erreichte 53,6 % der Stimmen. Die SPÖ verlor damit zwei Mandate, die sich ÖVP und FPÖ teilten, die auf 42,1 % beziehungsweise 4,4 % der Stimmen kamen. Die FPÖ zog damit in den Gemeinderat ein.

Sehenswürdigkeiten

Felsenmuseum Bernstein
Skulptur aus Edelserpentin

Bernstein wird auf Grund der Sehenswürdigkeiten gerne von Touristen besucht. Hier eine Liste der Sehenswürdigkeiten:

  • Burg Bernstein
  • Evangelische Kirche
  • Römisch-katholische Kirche
  • Felsenmuseum
  • Eelserpentinschleifereien
  • Das Madonnenschlössl (ebenso Trutzschlössl genannt) ist ein um die Jahrhundertwende erbautes Gebäude, welches inmitten eines Parks liegt. Von hier aus sieht man bis an das slowenisch-italienische Grenzgebiet. Das Erdgeschoss ist aus Serpentin gemauert. Die beiden Obergeschosse sind durch eine Holzbalkenkonstruktion getrennt, welche aufwendige Schnitzereien zeigt. Auf dem Dach befinden sich zwei Wasserspeier.
  • Pranger


Persönlichkeiten

Weblinks


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