Berntal
Berntal, Blick vom Herxheimer Felsberg

Das Naturschutzgebiet Felsenberg - Berntal stellt einen Ausläufer des östlichen Pfälzerwaldes, der so genannten Haardt, dar. Im Jahr 2000 wurde das gesamte Berntal unter Naturschutz gestellt. Bereits 1954 war der Felsberg an der nördliche Talflanke unter Schutz gestellt worden.

Das Trockental des Berntales erstreckt sich in West-Ost Richtung über eine Länge von 1,2 km und liegt zwischen den Dörfern Leistadt, Herxheim am Berg und Kallstadt. Das Naturschutzgebiet umfasst die Flurbezeichnungen Weidenhof, Felsberg und Gauberger Hohl. Die Gesamtfläche beträgt etwa 2 km².

Bei den Biotoptypen handelt es sich im Wesentlichen um Schlehen-Liguster-Gebüsche und ruderal geprägte Magerrasen auf ehemaligem Rebland. Hauptsächlich in den 1960er und 1970er Jahren wurden die meisten Rebflächen an den Hängen mangels Rentabilität aufgegeben und verbuschten. Mittlerweile werden durch die Bad Dürkheimer Kreisgruppe der Pollichia Pflegemaßnahmen durchgeführt: Gebüsche wurden zurückgedrängt; die Brachevegetation wurde durch Mahd und Beweidung hin zu Magerrasen entwickelt. Auf den meisten Pflegeflächen wurden Hochstamm-Obstbäume gepflanzt (alte, im Bestand bedrohte Regionalsorten). Den nördlichen Rand des Berntals bildet ein natürliches Felsband aus Tertiärkalk. Daran schließt eine von tertiären Verwitterungsformen geprägte Kalkfelsplatte an. Hier sind Trockenrasen erhalten (Kopflauch-Pfriemengras-Steppenrasen). Besonders bedeutende Arten des Naturschutzgebiets sind u.a. Zaunammer, Heidelerche, Steinschmätzer, Faserschirm und verschiedene Orchideenarten. Auf dem Kalkfelsband kommt der Felsen-Goldstern (Gagea saxitalis ssp. bohemica) als besonders schutzwürdige Art vor. Das Vorkommen ist insofern ungewöhnlich, als der Felsen-Goldstern normalerweise auf kalkarmen Substraten wächst. Am südlichen Rand finden sich Pocheln.

Literatur

Weblinks

49.500648.166517Koordinaten: 49° 30′ 2″ N, 8° 9′ 59″ O


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