Berthold Hellingrath

Berthold Franz Hellingrath (* 27. Oktober 1877 in Elbing, Ostpreußen; † 15. Dezember 1954 in Hannover) war ein deutscher Maler, Radierer und Hochschullehrer.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Hellingrath, der Sohn eines Rheinländers und einer Schlesierin, studierte in den Jahren 1899 bis 1905 an der Kunstakademie Dresden und war Meisterschüler von Gotthardt Kuehl. Ab 1907 hatte er sein eigenes Atelier in Dresden, wo er mit Erich Heckel bekannt war, dem Gründer der Künstlergruppe „Die Brücke“ (1905), und mit Max Pechstein. Er reiste auch häufig an die Ostsee und hielt sich oft in Danzig auf.

Im Jahr 1925 wurde er Dozent für Architekturmalerei, Proportionslehre und Freihandzeichnen für Bauingenieure etc. an der Technischen Hochschule Hannover. 1928 wurde er dort zum Honorarprofessor ernannt.

Die Nationalsozialisten lehnten seine Malerei ab, so dass Hellingrath im Jahr 1937 wegen „artfremder Malerei“ aus der Reichskunstkammer ausgeschlossen wurde. Durch Ausbombung ging ein großer Teil seiner Werke für immer verloren.

Er starb 1954 an den Folgen eines Verkehrsunfalls.

Werke

Literatur und Quelle

Willibald Reichertz: Ostdeutsche als Dozenten an der Technischen Hochschule Hannover (1831–1956). In: Ostdeutsche Familienkunde. XVIII (55. Jahrgang), Nr. 3, Degener & Co, Insingen 2007, S. 109–120.

Weblinks

Literatur von und über Berthold Hellingrath im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Einzelnachweise

  1. Erwin Massute: Blum, Otto. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 2, Duncker & Humblot, Berlin 1955, S. 322.

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