Berthold von Moosburg (Bischof)

Berthold von Moosburg († nach 1106) war ein Gegenerzbischof der Erzdiözese Salzburg.

Leben

Berthold war ein Sohn von Graf Burkhard von Moosburg († nach 1060); sein Großvater mütterlicherseits war Graf Berthold II. von Dießen († nach 1060).

Er wurde erstmals 1085 von Heinrich IV. als Gegenerzbischof von Salzburg eingesetzt, weil Gebhard auf der Synode von Quedlinburg der Bannung Heinrichs zugestimmt hatte. Berthold verwüstete die Güter des Markgrafen Engelbert von Spanheim, der Vogt des Salzburger Erzstiftes war, und das Stift Admont. Engelbert konnte aber die Stadt Salzburg in Besitz nehmen, während sich Berthold auf die Festung Hohensalzburg zurückziehen musste. Als sich 1086 auch die Bayern und Schwaben unter Herzog Welf gegen Kaiser Heinrich erhoben, musste Berthold fliehen und Erzbischof Gebhard konnte nach Salzburg zurückkehren. Nach dem Tod Gebhards im Jahr 1088 konnte Berthold bis 1090 wieder von Salzburg Besitz ergreifen. In diesem Jahr wurde Thiemo zum Bischof von Salzburg gewählt und erhielt das Pallium von Papst Urban II. 1097 gewann Berthold das Gefecht bei Saaldorf, Thiemo musste flüchten und Berthold wurde erneut Erzbischof. 1106 wurde er von Erzbischof Konrad I. mit militärischer Gewalt vertrieben.

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
--- Gegenerzbischof von Salzburg
1085–1106
---

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Berthold von Moosburg — ist der Name folgender Personen: Berthold von Moosburg (Bischof) († nach 1106), Gegenerzbischof der Erzdiözese Salzburg Berthold von Moosburg (Dominikaner) († 1361), Philosoph der Scholastik, Dominikaner Diese Seite ist eine …   Deutsch Wikipedia

  • Berthold von Zeltschach — (* im 11. Jahrhundert; † 2. Januar, im 12. Jahrhundert, in Sankt Paul im Lavanttal) war von 1090 bis 1106 der zweite Bischof von Gurk. Familie Berthold entstammte der Familie der Zeltschacher, einem Kärntner Grafengeschlecht, Vorfahren der Grafen …   Deutsch Wikipedia

  • Moosburg — ist der Name folgender Orte: Moosburg an der Isar, Stadt im Landkreis Freising in Bayern, Deutschland Moosburg (Federsee), Gemeinde im Landkreis Biberach in Baden Württemberg, Deutschland Moosburg (Kärnten), Marktgemeinde im Bezirk Klagenfurt… …   Deutsch Wikipedia

  • Moosburg an der Isar — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Bischof von Salzburg — Die folgenden Personen hatten das Amt des Erzbischofs von Salzburg als Oberhaupt der Erzdiözese Salzburg inne. (Nur die erstgenannten, nämlich Rupert, Vitalis, Flobrigis, Johannes I. und Virgil waren Bischöfe in oder von Salzburg) Erläuterung der …   Deutsch Wikipedia

  • Bischof von Freising — Die folgenden Personen waren Bischöfe, Fürstbischöfe und Erzbischöfe von Freising bzw. München und Freising: Bischöfe von Freising Der Hl. Korbinian in einer Darstellung des Bärenwunders von Jan Polack (Gemäl …   Deutsch Wikipedia

  • Berthold II. (Andechs) — Berthold II. (Berthold IV., Berchtold, Bertholf; † 27. Juni 1151) aus dem Hause der Grafen von Andechs war Graf von Dießen Andechs Plassenburg Kulmbach in Bayern und Vogt von Benediktbeuern. Leben und Wirken Er war wohl ein Sohn des Grafen Arnold …   Deutsch Wikipedia

  • Engelbert von Spanheim — Engelbert I. von Spanheim als Stifter des Klosters St.Paul im Lavanttal Engelbert I. († 1. April 1096 in Sankt Paul im Lavanttal) aus dem Geschlecht der Spanheimer war Markgraf von Istrien (1090 1096), Graf von Spanheim und im Kraichgau sowie… …   Deutsch Wikipedia

  • Erzbischof von Salzburg — Die folgenden Personen hatten das Amt des Erzbischofs von Salzburg als Oberhaupt der Erzdiözese Salzburg inne. (Nur die erstgenannten, nämlich Rupert, Vitalis, Flobrigis, Johannes I. und Virgil waren Bischöfe in oder von Salzburg) Erläuterung der …   Deutsch Wikipedia

  • Erzbischöfe von Salzburg — Die folgenden Personen hatten das Amt des Erzbischofs von Salzburg als Oberhaupt der Erzdiözese Salzburg inne. (Nur die erstgenannten, nämlich Rupert, Vitalis, Flobrigis, Johannes I. und Virgil waren Bischöfe in oder von Salzburg) Erläuterung der …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”