Bertrand Halperin
Bertrand Halperin

Bertrand Israel Halperin (* 6. Dezember 1941 in Brooklyn) ist ein US-amerikanischer Physiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Bertrand Halperin wurde als Sohn von Morris und Eva Halperin, geb. Teplitsky geboren. 1961 erwarb er seinen Bachelor an der Harvard University und wechselte an die University of California, Berkeley, wo er 1963 seinen Master machte. Als Gastwissenschaftler war er 1964 bis 1965 an der Princeton University. 1965 wurde er promoviert (Betreuer: John Hopfield). Anschließend war er als Postdoktorand an der École Normale Supérieure in Paris, um 1966 bis 1976 bei den Bell Laboratories zu forschen. Seit 1976 ist er Professor an der Harvard University, seit 1992 als Hollis-Professor für Mathematik und Naturphilosophie. Von 1988 bis 1991 war er Dekan der Fakultät für Physik. Seit 1994 war er zehn Jahre lang wissenschaftlicher Direktor des Center for Imaging and Mesoscale Systems (CIMS).

Halperin arbeitet auf dem Gebiet der kondensierten Materie und der statistischen Physik. Er interessiert sich für zweidimensionale Elektronensysteme bei tiefen Temperaturen und starken Magnetfeldern, sogenannte Quanten-Hall-Systeme (→ Quanten-Hall-Effekt).[1] So untersuchte er 1978 mit David R. Nelson zweidimensionale Schmelzprozesse (siehe Hexatische Phase) und konnte Vorhersagen machen, die später von Pindak et al. experimentell bestätigt wurden.[2][3] Weitere Forschungsinteressen beinhalten: Supraleitung, Transportprozesse in inhomogenen Systemen und Kernspinresonanz in porösen Medien. Früher arbeitete er auch über Quanten-Antiferromagnete in ein und zwei Dimensionen, Eigenschaften von Gläsern bei tiefen Temperaturen und dynamische Phänomene nahe einem Phasenübergang.

Halperin ist seit dem 23. September 1962 mit Helena Stacy French verheiratet und hat einen Sohn, Jeffery Arnold, und eine Tochter, Julia Stacy.

Veröffentlichungen

Halperin veröffentlichte mehr als 200 Arbeiten in wissenschaftlichen Zeitschriften.

Preise

  • 1982 Oliver E. Buckley Condensed Matter Physics Prize (American Physical Society)
  • 2001 Lars-Onsager-Preis (American Physical Society)
  • 2003 Wolf-Preis[4]

Mitgliedschaften

Literatur

Weblinks

Quellen

  1. Statistics of quasiparticles and the hierarchy of fractional quantized Hall states. In: Physical Review Letters. Band 52, 1984, S. 1583
  2. mit David R. Nelson: Theory of Two-Dimensional Melting. In: Physical Review Letters. Band 41, 1978, S. 121–124.
  3. R. Pindak et al.: X-Ray Observation of a Stacked Hexatic Liquid-Crystal B Phase. In: Physical Review Letters. Band 46, 1981, S. 1135
  4. Wolfpreis (englisch)

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Bertrand Halperin — Bertrand I. Halperin is the Hollis Professor of Mathematics and Natural Philosophy at the physics department of Harvard University.He grew up in Crown Heights, Brooklyn. He attended Harvard University (class of 1961), and did his graduate work at …   Wikipedia

  • Halperin — is a variation of the Jewish surname Heilprin and may refer to: * Bertrand Halperin, professor at Harvard University * David Halperin (born 1952), American theorist * Israel Halperin, professor at University of Toronto, Canada * Isser Harel (born …   Wikipedia

  • Halperin — ist der Familienname folgender Personen: Bertrand Halperin (* 1941), US amerikanischer Physiker David Halperin (* 1952), Professor für englische Literatur Ian Halperin, US amerikanischer Journalist und Autor Israel Halperin (* 1911), kanadischer… …   Deutsch Wikipedia

  • Bertrand I. Halperin — Saltar a navegación, búsqueda Bertrand I. Halperin (Brooklyn 6 de diciembre de 1941) es un Profesor Hollis de Matemáticas y Filosofía Natural del Departamento de física de la Universidad Harvard. Creció en Crown Heights, Brooklyn. Ingresó en la… …   Wikipedia Español

  • Liste der Biografien/Hal — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Pierre Hohenberg — Pierre C. Hohenberg (* 3. Oktober 1934 in Neuilly sur Seine) ist ein US amerikanischer theoretischer Physiker, der vor allem im Bereich der statistischen Mechanik arbeitet. Hohenberg studierte in Harvard, wo er 1956 seinen Bachelor und (nach… …   Deutsch Wikipedia

  • Solvay-Konferenz — Walther Nernst, Initiator der Solvay Konferenz Solvay Konferenzen ist der Name von internationalen Fachkonferenzen auf dem Gebiet der Physik. Die 24. Solvay Konferenz fand vom 11. bis 13. Oktober 2008 in Brüssel zum Thema Quantentheorie der… …   Deutsch Wikipedia

  • Wolf-Prize — Der Wolf Preis (Wolf Prize) ist ein seit 1978 an Wissenschaftler und Künstler von der Wolf Foundation vergebener Preis. Er wird vergeben für „Verdienste zum Wohle der Menschheit und freundschaftliche Beziehungen unter den Völkern“. Der Preis… …   Deutsch Wikipedia

  • Wolf Prize — Der Wolf Preis (Wolf Prize) ist ein seit 1978 an Wissenschaftler und Künstler von der Wolf Foundation vergebener Preis. Er wird vergeben für „Verdienste zum Wohle der Menschheit und freundschaftliche Beziehungen unter den Völkern“. Der Preis… …   Deutsch Wikipedia

  • Prix Wolf — Les prix Wolf sont officiellement attribués tous les ans en Israël par la Fondation Wolf depuis 1978. Cinq ou six prix sont décernés à des artistes et scientifiques vivants d envergure exceptionnelle, sans considération de nationalité, race,… …   Wikipédia en Français

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”