AETHIOPIEN I

Tsehai (amharisch "Sonne") ist das erste in Äthiopien gebaute Flugzeug. Es wurde im Frühjahr 1935 von dem deutschen Piloten Ludwig Weber konstruiert und gebaut. Der ursprüngliche Name war AETHIOPIEN I, das Flugzeug wurde aber vom Kaiser Haile Selassie nach seiner Tochter Prinzessin Tsehai umbenannt. Es wird auch als Das Flugzeug des Negus (Kaiser) (Aeroplane of the negus) bezeichnet.

Ludwig Weber war der persönliche Pilot des Kaisers und kam 1933 als Repräsentant der Firma Junkers nach Äthiopien. Er war beauftragt die Entwicklung der Luftfahrt in Äthiopien zu unterstützen. Er orientierte sich beim Bau nach einem Modell, welches ein Jahr zuvor in Freiburg im Breisgau gebaut wurde. Er führte es als Eindecker aus, mit einem Siebenzylinder Walter Venus I Motor mit 115 PS und einem Schwartzpropeller. Der Rumpf war aus Stahl, die Flügel größtenteils aus Holz und die Windschutzscheibe aus Plastik. Es wurde in den traditionellen Farben Äthiopiens grün, gelb und rot bemalt. Insgesamt wurden drei Flugzeuge dieser Baureihe geplant, allerdings konnte nur eines fertig gestellt werden.

Der Jungfernflug fand Ende 1935 statt und wurde von Ludwig Weber persönlich durchgeführt. Insgesamt kam dieses Flugzeug nur auf dreißig Flugstunden, da die italienische Invasion Weber und seine Mannschaft zwangen, das Land zu verlassen. Das Flugzeug selber wurde von den Italienern nach Italien verbracht, wo es bis 1941 im Aeronautischen Museum von Caserta ausgestellt wurde. Danach wurde es ins italienische Aviationsmuseum außerhalb Roms gebracht, wo es seither ausgestellt wird.

Wegen der besonderen historischen Bedeutung für Äthiopien wird das Flugzeug Tsehai von Italien zurückgefordert, um es auf dem Dach des Flughafens Bole International in Addis Abeba auszustellen.


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