Berun
Bieruń
Wappen von Bieruń
Bieruń (Polen)
DEC
Bieruń
Bieruń
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Landkreis: Bieruń-Lędziny
Fläche: 40,31 km²
Geographische Lage: 50° 6′ N, 19° 6′ O50.119.17Koordinaten: 50° 6′ 0″ N, 19° 6′ 0″ O
Höhe: 240 m n.p.m
Einwohner: 19.464 (31. Dez. 2007[1])
Postleitzahl: 43-150 bis 43-155
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SBL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: CieszynWarschau, KrakauBreslau
Nächster int. Flughafen: Krakau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Ludwik Jagoda
Adresse: Rynek 14
43-155 Bieruń
Webpräsenz: www.bierun.pl

Bieruń (deutsch Berun) ist die Kreisstadt des Powiat Bieruńsko-Lędziński in Polen im Süden der Woiwodschaft Schlesien und zählt fast 20.000 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt liegt etwa 25 km südlich von Kattowitz.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Die Stadt Bieruń gliedert sich in folgende Stadtteile:

  • Bieruń Stary (Alt Berun)
  • Bieruń Nowy (Neuberun)
  • Bijasowice (Biassowitz)
  • Czarnuchowice (Czarnuchowitz)
  • Jajosty (Jajost)
  • Ściernie (Sciern)

Geschichte

Eine erste feste Siedlung an der Stelle des heutigen Bieruń gab es bereits im 13. Jahrhundert. 1327 fiel die Ansiedlung an Böhmen. 1376 wurde eine Siedlung namens de Berouna erwähnt. Das Stadtrecht erhielt Berun 1387 von Herzog Johann II. dem Eisernen. Eine Bierbrauerei nahm 1525 ihren Betrieb auf. 1526 übernahmen die Habsburger die Herrschaft über das Gebiet.

1742 fiel das Gebiet an Preußen und gleichzeitig verlor Berun sein Stadtrecht. Die Stadt wurde 1816 dem Landkreis Pleß zugeordnet und lag direkt an der Grenze zum geteilten Polen. Etwa 100 Jahre später wurde die erste zwischenstaatliche Straße Oberschlesiens errichtet, die durch den Ort ging. 1865 erhielt der Ort wieder das Stadtrecht und den Namen Alt Berun, da zwischenzeitlich bei Zabrzeg ein Neuberun entstanden war. Am 18. Juni 1845 zerstörte ein verheerender Stadtbrand Berun. Für den Wiederaufbau der Stadt spendete der preußische König Friedrich Wilhelm IV. 9000 Taler.[2] Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden eine Sprengstoff- und eine Zigarettenfabrik in Bieruń.

Nach dem Ersten Weltkrieg versuchten in der Region Aufständische das Gebiet gewaltsam an den neuen polnischen Staat anzugliedern. Über die staatliche Zugehörigkeit Oberschlesiens sollte schließlich eine Volksabstimmung entscheiden, bei der in Alt Berun 1427 oder 82,1% der Stimmen und in Neuberun 292 oder 58,4% für Polen abgegeben wurden.[3] So wurde die Stadt 1922 polnisch.

1975 verlor der Ort seine Selbständigkeit und wurde Teil Tychys. 1991 wurde Bieruń wieder selbständig.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen von Bieruń (inkl. Gutsbezirk):[4]


Politik

Städtepartnerschaften

Schrotholzkirche St. Valentin

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Die Schrotholzkirche ist seit 1680 dem heiligen Valentin (Św. Walenty) geweiht und wurde von 1634 bis 1626 errichtet. Ein Brand im Jahre 1972 beschädigte den Bau schwer, der in der Folge originalgetreu wiederhergestellt wurde und noch immer über eine reiche barocke Ausstattung verfügt.

Verweise

Weblinks

Fußnoten

  1. Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 31. Dezember 2007
  2. Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865 (Digitalisat)
  3. Vgl. oberschlesiende.de; abger. am 16. August 2008
  4. Quellen der Einwohnerzahlen:
    1845: [1] – 1855, 1861: [2] – 1885, 1905, 1910: [3] – 1940: [4] – 1995, 2000, 2005: [5]

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