Berverath

Berverath ist ein kleiner ländlicher Ortsteil im östlichen Stadtgebiet von Erkelenz im Kreis Heinsberg. Das Dorf liegt im Plangebiet des Braunkohletagebaus Garzweiler und soll daher in Zukunft umgesiedelt werden. Berverath gehörte jahrhundertelang zur Gemeinde Keyenberg und besitzt daher auch heute noch enge Beziehungen zu diesem Ort. Berverath ist stark landwirtschaftlich geprägt. Da das Dorf abseits der überörtlichen Verkehrswege liegt, besitzt es eine ruhige Atmosphäre. Berverath hat 116 Einwohner (Stand 30. Juni 2006).

Berverath

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Berverath liegt in der Erkelenzer Börde in 80m Höhe über NN auf der Hauptterasse. Im Norden und Osten fällt das Gelände zur Niers hin ab.

Lage

Folgende Dörfer liegen im Uhrzeigersinn um den Ort: Kuckum, Unterwestrich, Obwerwestrich, Keyenberg, Lützerath, Holzweiler, Kückhoven, Wockerath, Terheeg und Kaulhausen.

Geologie

Im Untergrund liegen tertiäre Braunkohleflöze.

Siedlungsform

Berverath ist ein Straßendorf.

Der Ortsnamen

1170 wurde ein Berrelderot in der Gründungsurkunde des Kollegiatstiftes Heinsberg erwähnt. Nahm man früher an, daß es sich hierbei um Berverath handelte, wird dies in der neuerern Literatur angezweifelt.

Unzweideutig ist die Erwähnung aus dem Jahr 1377 als Berveldroide. Verschiedene Schreibweisen sind überliefert: 1386 Bervelderade, 1398 Bervelroide, 1536 Bervelrait und 1566 Berverath.

Berveld ist auf den altdeutschen Personennamen Beroald (Bärwald) zurückzuführen. Der Ort ist also eine Rodung des Bärwald und gehört zur Gruppe der Rodungsnamen.

Geschichte

Das Dorf wurde nach dem Hof Berveldroide benannt. Dieser lag im Zentrum des Ortes.

Von 1466 bis 1802 besaß das Kölner Stift St. Maria im Kapitol einen großen Hof, ein freies und lehnsunabhängiges Rittergut, am nördlichen Dorfende.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Ortschaft zerstört. 1650 lebten hier nur noch drei Familien.

Kapelle

Religion

Die Bevölkerung ist mehrheitlich römisch-katholisch und gehört seit dem Mittelalter zur Pfarre Keyenberg. 1909 errichtete Joseph Jansen auf eigenem Grundstück eine Kapelle und schenkte sie der Pfarre. Die Kapelle ist dem Hl. Josef geweiht. Seit dem 18. Mai 1913 dürfen Heilige Messen abgehalten werden.

Die evangelischen Einwohner gehören zur Gemeinde Wickrathberg.

Sehenswürdigkeiten

Literatur

  • Karl L. Mackes: Erkelenzer Börde und Niersquellgebiet, Schriftenreihe der Stadt Erkelenz Nr.6, Mönchengladbach 1985
  • Barbara Karbig: Die Grundherrschaft des Aachener Marienstiftes in Erkelenz, Erkelenz 1991
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