Besaminbüchse
Besamimbehälter in Form eines Turms

Die Besaminbüchse stammt aus der jüdischen Kultur und ist ein Gewürzbehälter, in dem duftende Gewürze (genannt Besamin oder Besamim) aufbewahrt werden. An ihm wird am Ende des Sabbats beim Hawdala-Ritual gerochen, um etwas vom besonderen Geschmack dieses Festtages in den Alltag mitzunehmen.[1]

Besaminbehälter sind häufig handwerklich und küstlerisch aufwendig gestaltet. Im 17. und 18. Jahrhundert hatte sie häufig die Form von Türmen. Im 19. Jahrhundert wurde ein breites Spektrum von Formen benutzt. [2] Als Material wird meist ein Metall, manchmal auch Silber verwendet.

Die Art der verwendeten Gewürze ist nicht festgelegt. Scharfe Gerüche wie Pfeffer sind jedoch nach Meinung einiger Gelehrter nicht zulässig. Beliebt sind Myrthenblätter in Anspielung auf Jesaja „Statt Dornen wachsen Zypressen, statt Brennnesseln Myrten.“ 55,13 EU [3]

Siehe auch: Minhag

Einzelnachweise

  1. Erklärung des Brauchtums (Englisch)
  2. Hannelore Künzel: Jüdische Kunst in: Elke-Vera Kotowski (Hrg.): Handbuch zur Geschichte der Juden in Europa', BD2. S.176.
  3. Habdalah Jewish Encyclopedia

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