Beschaffungsamt des BMI
Das Gebäude des Beschaffungsamtes des BMI in Bonn.
Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern
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Staatliche Ebene Bund
Stellung der Behörde Nichtrechtsfähige Anstalt des Bundes im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern
Aufsichtsbehörde(n) Bundesministerium des Innern
Gründung 18. Mai 1951
Hauptsitz Bonn, Nordrhein-Westfalen
Behördenleitung Klaus-Peter Tiedtke
Website http://www.bescha.bund.de/
Das Beschaffungsamt des BMI ist für die Beschaffung von Kraftfahrzeugen zuständig und unterhält eine eigene Kfz-Zulassungsstelle, die ein eigenes Dienstsiegel führt.

Das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern ist als zentrale Einkaufsbehörde für die Beschaffungen der Behörden und Einrichtungen im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern zuständig. Im Rahmen des Regierungsprogramms „Zukunftsorientierte Verwaltung durch Innovationen“ der Bundesregierung wird es derzeit zu einem Dienstleistungszentrum ausgebaut, um regelmäßig auch den Einkauf für andere Geschäftsbereiche anbieten zu können. Bereits jetzt ist das Beschaffungsamt als eine von vier Zentralen Beschaffungsstellen für den Abschluss von ressortübergreifenden Rahmenvereinbarungen zum Einkauf von Standardprodukten zuständig, auf die alle Bundesbehörden elektronisch zugreifen können.

Das Beschaffungsamt wurde ursprünglich 1951 als Beschaffungsstelle des Bundesgrenzschutzes errichtet und schließlich als eigenständige Bundesbehörde im nachgeordneten Bereich des Bundesministeriums des Innern angesiedelt. Nach dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, das zum nachgeordneten Bereich des Bundesministeriums der Verteidigung gehört, ist es mit einem Beschaffungsvolumen von rund 700 Millionen Euro pro Jahr die zweitgrößte zentrale Beschaffungsbehörde des Bundes. Der Direktor ist seit 1. November 2008 Klaus-Peter Tiedtke. Der Sitz des Beschaffungsamtes befindet sich seit Ende 2010 im Bonner Stadtteil Nordstadt, als es von Beuel aus in ein neues Mietobjekt umzog.[1]

Die Kernaufgabe besteht darin, die Kundenbehörden bei Fragen des öffentlichen Einkaufs zu beraten, Einkäufe zu bündeln und zentral abzuwickeln.

Die Beschaffungen decken unterschiedlichste Produkte und Dienstleistungen ab, die für die Fachaufgaben der Kundenbehörden erforderlich sind. Das beginnt bei Büroausstattungen, geht über Fahrzeuge, Waffen, Informations- und Kommunikationstechnik bis hin zu Ausstattungen für humanitäre Einsätze des Technischen Hilfswerks. Speziell für die Bundespolizei werden Kommunikationsplattformen, Patrouillenboote, Fahrzeuge und Hubschrauber beschafft. Gleichzeitig werden alle Kraftfahrzeuge der Bundespolizei und des Technischen Hilfswerks durch das Beschaffungsamt zugelassen.

Die Durchführung der Vergabeverfahren sowie die Bestellung von Artikeln aus abgeschlossenen Rahmenvereinbarungen wird seit dem Jahr 2003 elektronisch unterstützt. Das Beschaffungsamt ist für das Leitprojekt „Öffentlicher Einkauf Online“ verantwortlich und hat in diesem Rahmen die Vergabeplattform e-Vergabe und die elektronische Bestellplattform Kaufhaus des Bundes entwickelt.

Referenzen

  1. Der Bund zieht von Beuel nach Bonn, General-Anzeiger, 17. Juni 2010

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Beschaffungsamt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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