Beschaffungsmanagement
Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (Literatur, Webseiten oder Einzelnachweisen) versehen. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne erst danach diese Warnmarkierung.

Unter Beschaffung wird im weitesten Sinn der Betriebswirtschaftslehre sowohl der Einkauf, als auch die Beschaffungslogistik verstanden. Sie ist Teil des Geschäftsprozesses.

Inhaltsverzeichnis

Begriff

Beschaffung

  • alles verfügbar machen, was in der Produktion benötigt wird (Realproduktionsgüterstrom)
  • für die Leistungserstellung benötigten Güter müssen die richtige Ware, zur richtigen Zeit bzw. Zeitpunkt, zur richtigen Qualität, in der richtigen Menge, in der richtigen Reihenfolge, am richtigen Ort, zum richtigen Preis (wirtschaftlich) zur Verfügung gestellt werden. (7 R´s sollten gewährleistet sein)

Der Objektumfang der Beschaffung wird uneinheitlich abgegrenzt.

In der Wirtschaft wird als Beschaffung im weiten Sinne, die kostenoptimale Bereitstellung aller Einsatzfaktoren bezeichnet, die zur betrieblichen Leistungserstellung erforderlich sind. Beschaffungsobjekte können Materialien, Güter des Sachanlagevermögens, Rechte, Dienstleistungen, Finanzmittel und Personal sein.

Beschaffung im Sinne der Materialwirtschaft beschäftigt sich mit der Beschaffung der zur Produktion erforderlichen Einsatzfaktoren, d.h. Materialien, Teilen und Baugruppen

In der betriebswirtschaftlichen Literatur werden alle zur Erreichung des Sachzieles der Unternehmung erforderlichen Produktionsfaktoren (Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe, Personal/Arbeitskräfte, Kapital, Finanzmittel, Immobilien, Dienstleistungen, Rechte, externe Informationen) als Beschaffungsobjekte bezeichnet.

Insbesondere die Beschaffung von Finanzmittel, Immobilien und Personal/Arbeitskräfte bringt eine eigenständige Problemlandschaft mit sich, da in diesen Bereichen spezielle Marktgegebenheiten vorliegen. Von daher sind eigenständige Bereiche, wie der Finanzbereich, Facility-Management Bereich und der Personalbereich hierfür zuständig.

In der Praxis wird der Begriff enger als die Zuordnung von Material (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Halbfabrikate, Handelsware) und Dienstleistungen interpretiert.

Begriffliche Abgrenzung und Aufgaben

Je nach Sichtweise ist (in der Literatur) die Beschaffungslogistik Teilgebiet des Einkaufs oder umgekehrt. Eine mögliche Betrachtungsweise ist die folgende: Wenn Sie im Laden einkaufen, dann ist dies Beschaffung. Wenn Sie die Ware aber im Laden stehlen, dann ist dies illegal und somit auch kein Einkauf, aber dennoch Beschaffung. Daraus würde folgen, dass Einkauf ein Teil der Beschaffung wäre. Die Aufgabenteilung zwischen Einkauf und Beschaffung hingegen ist klarer:

Aufgaben des Einkaufs (im engeren Sinne) sind

  1. Beschaffungsmarktforschung (siehe auch Marktanalyse)
  2. Ausschreibungen, Prüfung der Angebote, Erstellung der Preisspiegel
  3. Vertragsverhandlung und -ausgestaltung (z. B. Rahmenverträge und Planung der Bestellabwicklung)
  4. Auswahl der Lieferanten (siehe auch Lieferantenbewertung)

Aufgaben der Beschaffungslogistik (im engeren Sinne) sind

  1. Organisation der Anliefertransporte
  2. Warenannahme und -eingangskontrolle
  3. Lagerlogistik (Lagerwesen) (des Eingangslagers)
  4. u.U. auch Transportlogistik (innerbetrieblich)

Operativer Beschaffungsprozess

Operativer Beschaffungsprozess

Die Beschaffung eines Artikels wird durch die Materialdisposition angestoßen, welche eine Bestellanforderung (SAP-Abkürzung: BANF) auslöst. Im Produktionsbetrieb ist die Disposition eine Teilfunktion der Produktionsplanung und -steuerung. Die Bestellung umfasst zumindest Artikel, Menge und Lieferzeitpunkt und -ort. Die Bestellung erfolgt bei einem Lieferanten, der in aller Regel bereits bekannt ist und mit dem ein Rahmenvertrag besteht. Einige Beschaffungsverfahren sehen sogar vor, dass der Lieferant den Lagerbestand online überwacht und beim Unterschreiten des Bestellbestandes die fehlenden Waren unaufgefordert anliefert.

Siehe auch

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Beschaffungsmanagement in Projekten — Inhaltsverzeichnis 1 Überblick 2 Prozesse 2.1 Beschaffungsplanung 2.2 Angebotsplanung 2.3 Angebotseinho …   Deutsch Wikipedia

  • PMBOK — Der Guide to the Project Management Body of Knowledge (PMBoK Guide) ist der international am weitesten verbreite Projektmanagement Standard und zentrale Referenz des US amerikanischen Project Management Institute, von dem er auch herausgegeben… …   Deutsch Wikipedia

  • PMBOK Guide — Der Guide to the Project Management Body of Knowledge (PMBoK Guide) ist der international am weitesten verbreite Projektmanagement Standard und zentrale Referenz des US amerikanischen Project Management Institute, von dem er auch herausgegeben… …   Deutsch Wikipedia

  • PMBoK — Der Guide to the Project Management Body of Knowledge (PMBoK Guide) ist der international am weitesten verbreite Projektmanagement Standard und zentrale Referenz des US amerikanischen Project Management Institute, von dem er auch herausgegeben… …   Deutsch Wikipedia

  • Project Management Body of Knowledge — Der Guide to the Project Management Body of Knowledge (PMBoK Guide) ist ein weit verbreiteter Projektmanagement Standard und zentrale Referenz des US amerikanischen Project Management Institute, von dem er auch herausgegeben und unterhalten wird …   Deutsch Wikipedia

  • Beschaffungsstrategie — Die Beschaffungsstrategie als Teil der Materialwirtschaft eines Unternehmens legt mittelfristig die Verteilung der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen auf einzelne Lieferanten fest. Zentrales Ziel einer Beschaffungsstrategie ist die… …   Deutsch Wikipedia

  • Dual Sourcing — Die Beschaffungsstrategie als Teil der Materialwirtschaft eines Unternehmens legt mittelfristig die Verteilung der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen auf einzelne Lieferanten fest. Zentrales Ziel einer Beschaffungsstrategie ist die… …   Deutsch Wikipedia

  • Forward Sourcing — Die Beschaffungsstrategie als Teil der Materialwirtschaft eines Unternehmens legt mittelfristig die Verteilung der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen auf einzelne Lieferanten fest. Zentrales Ziel einer Beschaffungsstrategie ist die… …   Deutsch Wikipedia

  • Global Sourcing — bzw. globale Beschaffung ist eine Beschaffungsstrategie bzw. ein Teilgebiet des strategischen Beschaffungsmanagements und untersucht im Gegensatz zur lokalen Beschaffung internationale strategische Beschaffungsaktivitäten. Global Sourcing ist… …   Deutsch Wikipedia

  • Hörbuchverlag — Der Begriff Hörbuchverlag beschreibt ein Unternehmen, welches seine Kernkompetenz in der Veröffentlichung von Hörbüchern und Hörspielen sieht. Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Entstehung und Verbreitung eines Hörspiels 2.1 Beschaffungsmanagement …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”