Bestäuben

Die Bestäubung oder Druckbestäubung findet unmittelbar nach dem Druckgang statt. Dazu wird ein körniges Trockenbestäubungsmittel (Druckbestäubungspuder) auf den frischen Druckbogen verteilt. Dies geschieht mittels eines automatischen Puderapparates in der Auslage einer Druckmaschine. Das Puder bildet eine Trennschicht zwischen den aufeinander liegenden Bogen und ermöglicht so eine bessere Luftzirkulation. Ein Abliegen kann verhindert werden.

Das Puder bei der Trockenbestäubung besteht aus Calciumcarbonat auf Stärkebasis und aus Lactose. Bei der Nassbestäubung wird eine Lösung von Dextrin, Gummiarabikum oder Harzen mit einem Zusatz von Spiritus als Tröpfchen auf die Bogen gesprüht. Hier muss darauf geachtet werden, dass die Bestäubung in einer so großen Entfernung stattfindet, dass die Flüssigkeit von der Düse bis zum Bogen verdunstet und sich die Stoffe als Partikel ablegen. Je nach Gewicht und Rauhigkeit des Papiers und nach der Dicke der beim Druck aufgebrachten Farbschicht muss der Bogen mit viel oder wenig feinem oder groben Pulver bestäubt werden.

Es besteht das Problem, dass das Puder die folgenden Arbeitsschritte beeinflussen kann. Zum Beispiel können Schwierigkeiten beim Lackieren und Laminieren auftreten. Aus diesem Grund wird nur so viel Puder auf die gedruckten Bogen gestäubt wie nötig.

Siehe auch

Literatur

  • Dieter Liebau und Hugo Weschke: Polygraph Fachlexikon der Druckindustrie und Kommunikationstechnik. Polygraph Verlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-87641-267-6
  • Wolfgang Walenski: Wörterbuch Druck und Papier. Vittorio Klostermann GmbH, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-465-02619-5

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  • Bestäuben — Bestäuben, im Oberdeutschen Bestauben, verb. reg. act. voll Staub machen. Sey immer unfreundlich, Winter; meine Flöte soll doch nicht bestäubt in der Hütte hangen, Geßn. Der Thau wusch die bestäubten Fluren, Lichtw. In den gemeinen Mundarten… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Bestauben — Bestauben, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte seyn, voll Staub werden. Die Betten, die Kleider bestauben, wenn man sie nicht zudeckt …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • bestäuben — ↑ Staub …   Das Herkunftswörterbuch

  • bestäuben — V. (Aufbaustufe) etw. mit einem Pulver bestreuen Synonym: einstäuben Beispiel: Sie hat den Fisch leicht mit Mehl bestäubt …   Extremes Deutsch

  • bestäuben — be·stäu·ben; bestäubte, hat bestäubt; [Vt] 1 etwas bestäuben Bot; Blütenstaub auf die weibliche Blüte übertragen 2 etwas (mit etwas) bestäuben Pulver oder Puder auf etwas streuen: den Kuchen mit Puderzucker bestäuben || zu 1 Bestäu·bung die …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • bestäuben — be|stäu|ben 〈V. tr.; hat〉 1. mit feinem Pulver od. Puder bestreuen 2. 〈Bot.〉 eine Pflanze bestäuben den Blütenstaub (Pollen) der Staubgefäße auf die weibl. Blütenorgane einer Pflanze übertragen ● einen Kuchen mit Puderzucker bestäuben; mit 〈od.〉… …   Universal-Lexikon

  • bestauben — be|stau|ben; bestaubt; sich bestauben (staubig werden) …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Bestauben — Wer nit bestauben will, der bleib aus der Mühl. – Sutor, 562; Simrock, 7134. It.: Chi non vuol infarinarsi non vada al molino. Lat.: Non intret molam, qui vult vitare farinam. [Zusätze und Ergänzungen] In Ostpreussen: Wer sick nich bestöwe wöll,… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • bestauben — be|stau|ben 〈V. tr.; hat〉 mit Staub bedecken, staubig machen ● bestaubte Kleider * * * be|stau|ben <sw. V.; hat: a) staubig machen: Ruß von den Abgasen der Fabrik bestaubte die Autos; ich habe mich/meine Kleider bei der Arbeit bestaubt; b)… …   Universal-Lexikon

  • bestäuben — 1. bemehlen, bepudern, einstäuben, mehlen, pudern; (landsch.): stauben. 2. befruchten …   Das Wörterbuch der Synonyme

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