Betlinshausen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Illertissen
Illertissen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Illertissen hervorgehoben
48.21666666666710.083333333333513Koordinaten: 48° 13′ N, 10° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Neu-Ulm
Höhe: 513 m ü. NN
Fläche: 36,45 km²
Einwohner: 16.439 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 451 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89257
Vorwahl: 07303
Kfz-Kennzeichen: NU (alt: ILL)
Gemeindeschlüssel: 09 7 75 129
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Hauptstraße 4
89257 Illertissen
Webpräsenz:
Bürgermeisterin: Marita Kaiser (parteilos)

Illertissen ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm und liegt circa 25 km südlich von Ulm und 30 km nördlich von Memmingen in Mittelschwaben.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Illertissen liegt auf einer Höhe von 513 m über NN, im Südwesten des Bundeslandes Bayern im Regierungsbezirk Schwaben. Die Stadt hat ihren Namen von der unmittelbar an der westlichen Stadtgrenze vorbeifließenden Iller.


Nachbargemeinden

Dietenheim (Alb-Donau-Kreis)
(Stadtteil Regglisweiler)
Vöhringen
Bellenberg
Weißenhorn
Dietenheim (Alb-Donau-Kreis) Bild:Windrose_klein.svg Buch, Obenhausen
(beide zur Verwaltungsgemeinschaft Buch)
Balzheim Balzheim (Alb-Donau-Kreis) Altenstadt (Iller) Unterroth
(zur Verwaltungsgemeinschaft Buch)

Stadtgliederung

Die Stadt Illertissen setzt sich zusammen aus der Kernstadt und den Stadtteilen Au (nordwestlich), Betlinshausen (nordöstlich), Tiefenbach (nordöstlich) und Jedesheim (südlich der Kernstadt).

Geschichte

Vöhlinschloss 1923

Illertissen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der älteste bekannte Nachweis der Besiedlung geht bis auf etwa 500 n. Chr. zurück. Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Ortsnamen „Tussa“ war im Jahre 954 n. Chr. Der Grund der Erwähnung war die Versöhnung des hl. Ulrich, Bischof von Augsburg, und dem damaligen Bischof von Chur, König Otto I., mit seinem Sohn Herzog Liudolf von Schwaben, um dann anschließend mit einem vereinten Heer auf dem Lechfeld das weitere Vordringen der Ungarn zu verhindern. Die drei P (Pugnamus Pro Pace - „Wir kämpfen für den Frieden“) im Stadtwappen können auf dieses Ereignis bezogen werden. Im 12. bis 13. Jahrhundert entstand unter den Grafen von Kirchberg die Burg Tissen. Jetzt besser bekannt unter dem heutigen Namen „Vöhlinschloss“. Bereits 1430 erlangte die Herrschaft von Kirchberg das Marktrecht und die hohe Gerichtsbarkeit von Kaiser Sigismund für das Dorf „Tissen“. Fortan blühten Handel und Handwerk auf. Neben Bauern und Handwerkern waren in Illertissen auch Bierbrauer und Weber ansässig. Das Handelsgeschlecht der Vöhlin (1520-1757), einer Memminger Patrizierfamilie, bestimmte wesentlich die Geschichte Illertissens. Sie erwarben 1520 das Schloss und die Herrschaft Illertissens. Im 18. Jahrhundert endete die Zeit der Vöhlin mit deren finanziellen Bankrott und dem Verkauf der Herrschaft (1756) an den Bayerischen Kurfürsten Max Josef III. Seit 1803 ist das Schloss im Besitz des Bayerischen Staates. Dort waren Rent- , Bezirks-, Landrats- und Finanzamt sowie das Amtsgericht untergebracht. Seit 1983 sind in den freien Räumen das Bienen- und Heimatmuseum untergebracht.

Einen wichtigen Entwicklungsschub für den agrarisch geprägten Markt brachte der Bau der Eisenbahnlinie Ulm - Oberstdorf 1861/62 (Illertalbahn).

Westlich der Bahn siedelten sich Industriebetriebe an, die Einwohnerzahl entwickelte sich entsprechend von ca. 1.000 um das Jahr 1800 auf ca. 1.800 im Jahre 1905 bis auf 2.500 im Jahre 1930. Erst ab dem Jahre 1926 lebte die Marktgemeinde nach dem Währungsverfall 1923 wieder auf. Dann kamen das „Dritte Reich“ und der Zweite Weltkrieg, eine unselige Zeit des Niedergangs. Nur knapp war im April 1945 der Drohung der Amerikaner zu entgehen, „den Markt in Schutt und Asche zu legen“. Erst nach drei Jahren vielfältiger Not leiteten Währungsreform und Marktwirtschaft einen Aufschwung ein wie nie zuvor. Neue Produktionszweige siedelten sich an. Somit konnte sich Illertissen relativ schnell in die allgemeine Industrialisierung einschalten, ohne dass der natürliche Lebensraum, das soziale Gleichgewicht oder das Stadtbild gestört worden wären. Dazu leisteten auch die Heimatvertriebenen einen bemerkenswerten Beitrag.

Anlässlich der 1000-Jahr-Feier wurde Illertissen 1954 zur Stadt erhoben. Mit dem 1971 eingegliederten Stadtteil Betlinshausen sowie den 1978 im Rahmen der kommunalen Gebietsreform hinzugekommenen Stadtteilen Au, Jedesheim und Tiefenbach ist Illertissen zu einer Stadt mit etwa 16.500 Einwohnern gewachsen.

Politik

Rathaus Illertissen

Stadtrat

Der Stadtrat hat 24 Mitglieder zuzüglich des nebenamtlichen Bürgermeisters.

CSU SPD FWG Bürgerliste FDP ödp Gesamt
2002 10 5 6 1 1 1 24 Sitze
2008 9 3 6 3 0 3 24 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Wappen

Kaiser Friedrich III. verlieh dem Ort 1488 ein Wappen mit dem Wappenbild der damaligen Ortsherren, der Grafen von Kirchberg. Dieses zeigte eine wachsende schwarz gekleidete Mohrin mit einer schwarzen Bischofsmütze auf dem Kopf, in der Rechten einen grünen Zweig mit drei Blättern und drei Disteln. Letztere standen redend für den nicht mehr verstandenen Ortsnamen; Tissen deutete man als Disteln. Siegel mit diesem Wappenbild sind nicht überliefert. Illertissen erhielt 1430 die Marktrechte. Die Grafen von Kirchberg starben 1520 aus, der Besitz wurde an die Memminger Patrizierfamilie Vöhlin verkauft. Diese verlieh Illertissen 1530 ihr Wappen mit einem Balken und den drei Großbuchstaben P. Das Ortswappen wurde mit einem aufgerichteten Löwen vermehrt. Als die Herrschaft Illertissen 1757 an das Kurfürstentum Bayern kam, wurde der schwarze Balken blau. Im Jahr 1814 entfernte man die drei Großbuchstaben. Im 19. Jahrhundert stand in schwarzem Feld ein goldener Löwe, belegt mit einem blauen Balken ohne die drei Großbuchstaben. Im Zusammenhang mit der Stadterhebung 1954 nahm Illertissen das Wappen in der Form von 1530 wieder an. Die drei P standen ursprünglich für "Pugno Pro Pontifice" und bedeuten: "Ich kämpfe für den Papst". Sie erinnern an die Kämpfe zwischen Papst und Kaiser und weisen darauf hin, dass die Vöhlin auf der Seite des Kirchenoberhaupts standen. Später, als die Familie durch den Überseehandel mit Gewürzen sehr reich geworden war, erhielten die drei Buchstaben eine im Volksmund anders gedeutete Erklärung: "Piper Peperit Pecuniam, Pecunia Peperit Pompam, Pompa Peperit Pauperiam": "Der Pfeffer brachte Geld, das Geld den Prunk, der Prunk die Armut."

Städtepartnerschaften und Patenschaften

Städtepartnerschaften

  • Carnac (Frankreich) - Zum ca. 1200 km entfernten Carnac in der Bretagne besteht eine langjährige Städtepartnerschaft mit regelmäßigen gegenseitigen Besuchen (z.B. Schüleraustausch).

Patenschaften

  • Elbogen (Tschechien) - Im Jahr 1953 wurde vom Markt Illertissen eine Patenschaft über die Stadt Elbogen (Loket) im Egerland übernommen, begründet aus der Verbundenheit mit den vertriebenen Egerländern, der Erhaltung des Kulturgutes dieser Stadt und den mehrfachen historischen Beziehungen Illertissens mit Elbogen.
  • Augsburg - Anlässlich der Stadterhebung Illertissens im Jahr 1954 wurde von der Stadt Augsburg eine Patenschaft über die junge Stadt Illertissen übernommen. Sie wurde zur 50-Jahr Feier der Erhebung 2004 erneuert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Panoramaaufnahme des Vöhlinschlosses aus östlicher Richtung
Historische Schranne

Bauwerke

In Illertissen befindet sich das Vöhlinschloss, das im 12./13. Jahrhundert als Burg Tissen der Grafen von Kirchberg entstanden ist. In den Jahren 1520 bis 1756 war das Schloss im Besitz der Memminger Patrizierfamilie Vöhlin. Es ist mit einer Rokokokapelle ausgestattet. Des Weiteren ist dort ein Bienenmuseum vorhanden.

Die Pfarrkirche St. Martin aus dem Jahr 1590 verfügt über einen Hochaltar der Hochrenaissance von Christoph Rodt (1604) und einen Carillon.

Eine historische Schranne wurde etwa 1697 als Zehentstadel erbaut. Renovierung und Umbau zum Sitzungssaal erfolgten im Jahr 1993.

Das Rathaus der Stadt Illertissen wurde im Jahr 1891 erbaut.

Theater

In der Nähe des Schlosses besteht seit Mitte der 1980er Jahre eine Freilichtbühne, die „Schwabenbühne Roth- und Illertal“, auf der jährlich zwei Theaterstücke von Amateuren in der regionalen Mundart aufgeführt werden.[1]


Wirtschaft und Infrastruktur

Auch wenn die ehemalige Kreisstadt Illertissen im Zuge der Kreisreform Einrichtungen an den Landkreis Neu-Ulm abgeben musste, hat die Stadt als regionales Mittelzentrum im südlichen Landkreis nichts von ihrer wirtschaftlichen Bedeutung eingebüßt.

Illertissen konnte sich im Verlauf der letzten 25 Jahre in der Qualität seines Wohnwertes, des Kultur- und Bildungswesens, des Arbeitsplatzangebotes sowie der verkehrstechnischen Erschließung wesentlich steigern. Im produzierenden Gewerbe sind rd. 64 % der Erwerbstätigen beschäftigt. Hierbei sind folgende Industriezweige vertreten: Chemie, Pharmazie, Grundstoffe, Steine und Erden, Holzverarbeitung, Eisen und Metall, Maschinenbau, Elektrotechnik, Kunststoffe, Textil und Bekleidung sowie Nahrungs- und Genussmittel. Der Rest gliedert sich in Handel und Verkehr, Dienstleistungen und Land- und Forstwirtschaft.

Viele der bereits früher ansässigen Betriebe vergrößerten ihr Arbeitsplatzangebot um ein Mehrfaches, so dass derzeit ca. 6.800 Arbeitsplätze eine gute Grundlage für die künftige Fortentwicklung Illertissens abgeben. Durch die Erschließung größerer Wohnbaugebiete und Zunahme der Bevölkerungszahl wurden in der Vergangenheit schulische Einrichtungen in erheblichem Umfang errichtet: Grund- und Hauptschule, Realschule und Gymnasium mit Sporthallen, Berufsschule mit Berufsfachschule, Sonderschule, Berufsgenossenschaftliches Bildungszentrum für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Verbunden mit dem Schulangebot wurde die Verwirklichung einer Sportanlage mit Stadion für den Schul- und Vereinssport notwendig.

Mit mehr als 18,5 Millionen Euro (> 1.100 Euro pro Einwohner) ist die Stadt inzwischen aber überdurchschnittlich verschuldet.

Verkehr

Straßenverkehr

Illertissen ist über die A7 an den Fernverkehr angebunden.

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Panoramaaufnahme des Illertisser Marktplatzes kurz vor Abschluss der Sanierung (November 2008)
Panoramaaufnahme des Illertisser Marktplatzes kurz vor Abschluss der Sanierung (November 2008)

Eisenbahn

Bahnhof Illertissen

Illertissen liegt an der Bahnlinie Ulm - Memmingen (Illertalbahn) und ist Teil des Donau-Iller-Nahverkehrsverbundes. Am vor wenigen Jahren komplett renovierten Bahnhof hält dabei stündlich eine Regionalbahn, vor und nach den üblichen Bürozeiten verdichtet sich der Takt auf etwa 30 Minuten. Seit dem Winterfahrplan 2007/2008 hält der Regionalexpress (RE) Ulm - Kempten ca. zweistündlich in Illertissen (Fahrzeit nach Ulm: ca. 14 Min., Fahrzeit nach Kempten ca. 45 Min.)

Öffentlicher Nahverkehr

Der zur Einweihung des Freizeitbades Nautilla eingeführte „City-Nauti-Bus“ (Linien 701 und 702) verkehrt stündlich und verbindet die Stadtteile Au, Betlinshausen, Tiefenbach und Jedesheim mit der Kernstadt. Daneben bestehen Busverbindungen nach Altenstadt, Babenhausen, Vöhringen und Weißenhorn.

Flugverkehr

Im Osten Illertissens befindet sich ein Sportflugplatz mit einer 800 Meter langen Graspiste, der vom Luftsportverein Illertissen e.V. genutzt wird und für Motorsegler, Segelflugzeuge und Helikopter geeignet ist[2]. Der nächstgelegene internationale Flughafen befindet sich in Stuttgart und ist mit dem Kfz in etwa 60 min. zu erreichen. Weitere für Illertissen wichtige Flughäfen sind der Allgäu Airport Memmingen (30 min.), Friedrichshafen (60 min.), besonders aber München - Franz Josef Strauß, der in ca. 90 min. erreichbar ist.

Ansässige Unternehmen

Wichtigste Wirtschaftszweige in Illertissen sind Pharmaindustrie, Chemieindustrie sowie Holz- und Metallverarbeitung.

Größtes Unternehmen ist die Pfizer Manufacturing Deutschland GmbH mit ca. 600 Beschäftigten (Stand 2008). Die Niederlassung des Pharmakonzernes Pfizer, in der Human-Arzneimittel produziert werden, ist 1971 aus der Übernahme der Firma Heinrich Mack GmbH hervorgegangen. Weiteres bedeutendes Unternehmen ist mit ca. 370 Beschäftigten die Niederlassung der Cognis GmbH (chemische Industrie), die 1999 aus der ehemaligen Grünau Illertissen GmbH entstanden ist. Heute werden an dem Standort Inhalts- und Zusatzstoffe für die Nahrungsmittel- und Tiernahrungsindustrie sowie Produkte für den Feuerschutz hergestellt. Daneben haben einige mittelständische Unternehmen ihren Sitz bzw. einen Standort in Illertissen, z.B. die Firma Butzbach (Industrietore), RUKU (Holzverarbeitung), Josef Kränzle GmbH (Reinigungsgeräte), Illerplastic (Fenster, Haustüren, Kunststofftechnik) und die Weinig Gruppe (Maschinen für die Holzverarbeitung). Kleinere Unternehmen wie Lanwehr (Süßwaren), Siramed (Medizintechnik) oder Tricosal (Abdichtung-Betonbau) runden die Unternehmenslandschaft ab.

Ehemalige Unternehmen

Die Sportartikelfabrik Jakob Kriener fertigte zwischen 1925 und 1998 Sportbälle an. Ihre Fußbälle kamen auch bei Weltmeisterschaften, so 1970 in Mexiko, zum Einsatz. In den 1960er Jahren waren 27 so genannte Ballsattler zum Nähen der Leder eingesetzt. Am Ende des Tages musste jeder Mitarbeiter drei neue Bälle fertiggestellt haben.

Öffentliche Einrichtungen

2008 eröffneter Patiententrakt der Illertalklinik

Freizeitbad Nautilla

Das 1992 eröffnete Nautilla ist ein Freizeitbad mit mehreren Becken (Schwimmer, Nichtschwimmer, Erlebnisbecken, Außenbecken), 52 m langer Wasserrutsche, Gastronomie und Wellnessbereich (Dampfbad, Saunalandschaft, Massagen). Seit der Eröffnung wurde das Bad mehrmals erweitert und optisch verschönert, um gegen Konkurrenzbäder in der Umgebung (z.B. Atlantis in Neu-Ulm, Jordanbad in Biberach) bestehen zu können.

Illertalklinik

Das ehemalige Kreiskrankenhaus Illertissen ist seit 2005 Teil der Kreisspitalstiftung Weißenhorn, wodurch die chirurgische Ambulanz an die Stiftungsklinik in Weißenhorn verloren ging. Allerdings wurde im Februar 2008 nach zweijähriger Bauzeit ein neuer Patiententrakt fertiggestellt. Die Illertalklinik bietet damit 124 Betten (74 Akutbetten, 30 Betten Geriatrie, 20 Betten Kurzzeitpflege) und verfügt über folgende Fachabteilungen: Innere Medizin, Anästhesie, Gynäkologie/Geburtshilfe, Urologie, Hals-Nasen-Ohren, Intensivstation, physikalische Therapie und Geriatrie.

Vöhlinhalle

Vöhlinhalle bei Nacht

Die Anfang 2006 eröffnete Vöhlinhalle ist eine Dreifachsporthalle mit angegliederten Außensportanlagen.

Bildung

Illertissen verfügt mit dem Kolleg der Schulbrüder[3] über ein allgemeines Gymnasium mit naturwissenschaftlich-technologischem und sprachlichem Zweig. Die Schule befindet sich im Schulzentrum im Westen der Stadt. Schulträger ist das Schulwerk der Diözese Augsburg. Das Kolleg hat seinen Namen von den „Schulbrüdern vom Orden des Heiligen Johannes von La Salle“, die 1925 den Schulbetrieb (damals noch als Ordensschule) aufgenommen haben. Seit August 2005 wird das Kolleg mit Manfred Schöpplein erstmals nicht von einem Schulbruder geleitet. Ende 2007 hatte das Kolleg 983 Schüler und 71 Lehrkräfte.

Ebenfalls im Schulzentrum und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kolleg befindet sich die katholische Johannes-von-La Salle-Realschule mit mathematisch-technischem, wirtschaftlich-kaufmännischem und sprachlich-kaufmännischem Zweig. Schulträger ist auch hier das Schulwerks der Diözese Augsburg, daher ist die Schule ebenfalls nach dem Ordensgründer Johannes von La Salle benannt. Schulleiter ist derzeit (Stand Oktober 2007) Johann Gutter. Am 19. September 2007 hatte die Realschule 576 Schüler.[4]

Die dritte im Schulzentrum befindliche Schule ist die städtische Erhard-Vöhlin-Schule, die Volksschule der Stadt Illertissen. Schon seit einigen Jahren wird dort der sogenannte Mittlere-Reife-Zug angeboten, bei dem Schüler mit dem mittleren Schulabschluss abschließen können.

Illertissen hat insgesamt 4 Grundschulen: Die Bischof-Ulrich-Schule, die Karl-August-Forster-Schule (Grund- und Teilhauptschule) im Stadtteil Au, die Schule am Sonnenhang im Stadtteil Jedesheim sowie die Volksschule am Lichtacker im Stadtteil Tiefenbach.

Die BG-Bildungsstätte Illertissen ist eine Einrichtung der Erwachsenenbildung. Hier werden seit 1976 jährlich etwa 6.500 Personen zu den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz unterrichtet und Sicherheitsfachkräfte ausgebildet.

In Illertissen gibt es das Förderzentrum Illertissen-Weißenhorn.

Die Berufsschule für Hauswirtschaft mit gewerblichen und kaufmännischen Zweig sowie eine berufsgenossenschaftliche Bildungsstätte befinden sich in der Stadt. Außerdem ist eine Berufsfachschule für Krankenpflege vorhanden.

In Illertissen ist die Volkshochschule im Landkreis Neu-Ulm e. V. befindlich.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt


Einzelnachweise

  1. Homepage der Schwabenbühne Roth- und Illertal
  2. Flugplatzinformationen. Abgerufen am 13. Dezember 2008.
  3. Website des Kollegs der Schulbrüder.
  4. Bayerisches Realschulnetz

Weblinks


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