Betonmast
Ein Beton-Freileitungsmast mit 110-kV- und 20-kV-Leitungen

Ein Betonmast ist ein Freileitungsmast oder freistehender Sendemast aus Stahlbeton. Betonmaste werden im Regelfall im Betonwerk gefertigt und am Aufstellungsort aufgerichtet. Es gibt auch Betonmaste, die am Aufstellungsort gegossen werden, der Übergang zu Betontürmen wie dem Stuttgarter Fernsehturm ist fließend, bei Betonmasten ist, im Unterschied zu Betontürmen, in der Regel das Innere nicht betretbar. Betonmaste werden in Deutschland normalerweise nur für Leitungen mit Betriebsspannungen bis etwa 30 kV verwendet. In Ausnahmefällen werden Betonmaste auch für 110-kV-Leitungen, sowohl für DHÜ-Leitungen als auch für Bahnstromleitungen verwendet. In der Schweiz werden Betonmaste mit Höhen von bis zu 59,5 Metern (höchster Fertigbetonmast bei Littau) selbst für 380-kV-Freileitungen verwendet. Betonmasten als Sendemasten werden häufig als Funktürme für Mobilfunknetze und als Antennenträger für Fernseh- und Rundfunksender kleiner bis mittlerer Leistung verwendet.

Betonmaste in Ortsbetonbauweise werden und wurden auch für Konstruktionen mit über 60 Meter Höhe verwendet, wie ein 66 Meter hoher Mast einer 380kV-Leitung beim Heizkraftwerk Reuter West. Solche Maste ähneln Industrieschornsteinen und es gibt sogar Konstruktionen, welche auch als Schornstein dienen. In China wurden einige hohe Maste von Freileitungskreuzungen breiter Flüsse als Betonmast aus Ortsbeton realisiert. Die höchsten dieser Maste gehören zur Jangtse-Freileitungskreuzung Nanking mit einer Höhe von 257 Metern.


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