Betriebskubikmeter
Redundanz Die Artikel Normalbedingungen, Normvolumen und Normkubikmeter überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Beteilige dich dazu an der Diskussion über diese Überschneidungen. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz. Chtaube 18:34, 27. Mai 2008 (CEST)

Der Normkubikmeter oder Normalkubikmeter (Abkürzung: m³ (i.N.); veraltete Abkürzung: Nm³ oder vereinfacht oft auch Nm3 geschrieben) ist eine in der Verfahrenstechnik verwendete Einheit für das Normvolumen eines Gases.

Ein Normkubikmeter ist die Menge, die einem Kubikmeter Gas bei einem Druck von 1,01325 bar (absolut), einer Luftfeuchtigkeit von 0 % (trockenes Gas) und einer Temperatur von 0 °C (DIN 1343) beziehungsweise 15 °C (ISO 2533) entspricht. In der Druckluftindustrie gelten abweichende Werte nach DIN 1945. Hier ist das Normvolumen angegeben für einen Druck von einem bar, einer Temperatur von 20 °C bei 0 % Luftfeuchtigkeit. Das heißt, ein Normkubikmeter Gas hat unter den festgelegten Bedingungen ein Volumen von 1 m3, bei abweichenden Bedingungen aber im Allgemeinen ein anderes Volumen (Betriebskubikmeter), das durch die sogenannten Zustandsgleichungen bestimmt werden kann. Im einfachsten Fall wäre das die ideale Gasgleichung (Volumen V in Kubikmeter, Druck p in Pascal, Temperatur T in Kelvin):

V=\frac{p_0 T V_0}{p T_0}

Diese Gleichung ist für Edelgase und in guter Näherung auch für Luft anwendbar, liefert aber z. B. bei Carbonsäuren falsche Ergebnisse (siehe auch: reales Gas).

Kennt man die Stoffmenge, dann gilt für ideale Gase (Volumen im Normzustand V0 in Kubikmeter, Stoffmenge n in kmol):

V_0 = 22,414 \cdot n

In der deutschen Norm DIN 1343 "Referenzzustand, Normzustand, Normvolumen; Begriffe und Werte" vom Januar 1990 sind die Begriffe Referenzzustand, Normzustand und Normvolumen definiert und Werte für Normtemperatur und Normdruck festgelegt. Das "stoffmengenbezogene Normvolumen" wird darin als Quotient aus Normvolumen durch Stoffmenge eingeführt; für das ideale Gas beträgt sein Wert (22,414 10± 0,000 19) l/mol entsprechend dem CODATA Bulletin Nr. 63.

Bei der thermischen Verbrauchsabrechnung von Erdgas wird eine Ortshöhenkorrektur des Luftdrucks vorgenommen und das vom Gaszähler angezeigte Volumen mit Hilfe einer geschätzten mittleren Gastemperatur und unter Berücksichtigung des Förderdrucks - meist 23 mbar - in den Normzustand umgerechnet. Das so ermittelte Normvolumen verbrauchten Erdgases liefert zusammen mit dem über den Abrechnungszeitraum gemittelten zugehörigen Heizwert die gelieferte Wärmeenergie, und für die Energiemenge ist der Preis festgelegt.

Bis 2007 verwendete die TAG GmbH der Trans Austria Gasleitung abweichend von obigen Festlegungen 20 °C als Referenztemperatur und kennzeichnete dies durch die Schreibweise Cm³ (=Contractual m³, also Vertrags-m³) für den Kubikmeter. Ab 1. Januar 2008 wird/wurde gemäß GWG (Gaswirtschaftsgesetz) auf Nm³ bei 1,01325 bar und 0 °C umgestellt.


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