Bettbrunn

Bettbrunn ist mit Kasing ein Teil des Marktes Kösching im oberbayerischen Landkreis Eichstätt und liegt nordöstlich von Ingolstadt. Der Ort hatte am 30. Juni 2008 260 Einwohner. Die bebaute Fläche beträgt 17 Hektar.

Bettbrunn im Herbst

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage

Etwa acht Kilometer nordöstlich des Hauptortes Kösching liegt das Dorf Bettbrunn an einem Ausläufer der Fränkischen Alb mitten im Köschinger Forst.

Ortsname

Ursprünglich wurde es als Vehebrunn oder Pfebrunn (Ziehbrunnen) bezeichnet. Ab 1378 ist der Ort wegen der Wallfahrt als Bet-Brunn bezeugt.

Geschichte

1125 wurde Vehbrunn oder Pfebrunn im Zusammenhang mit einem Hostienwunder zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der heutige Ortsname Bettbrunn tauchte erstmals 1378 auf. 1839 kam der Ort zum neugebildeten Regierungsbezirk Oberpfalz. Die Eingemeindung nach Kösching erfolgte im Jahre 1972 im Zuge der Gemeindegebietsreform . Seitdem gehört Bettbrunn zum Regierungsbezirk Oberbayern.

Religionen

Innenraum der Wallfahrtskirche

Bekannt wurde Bettbrunn durch die älteste Hostienwallfahrt Bayerns, die auf das Jahr 1125 zurückgeht. Auch in heutigen Zeiten pilgern noch etwa 13.500 Wallfahrer im Jahr nach Bettbrunn, um den Heiligsten Salvator Mundi von Bettbrunn anzurufen. Darum auch der Rufname des Ortes in der Umgebung: Sejvoda, abgeleitet von Salvator.

Bettbrunn ist Station am ostbayerischen Jakobsweg, der von Regensburg und dem Kloster Weltenburg kommend hier den Köschinger Forst durchquert und weiter nach Eichstätt und Donauwörth führt.

Vom Kloster Bettbrunn ist heute nur noch die Wallfahrtskirche erhalten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

  • Theodor Grünberger (* 1720 in Bettbrunn, † 1820), Komponist

Weblinks


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