Bettelhochzeit

Die Bettelhochzeit ist ein Faschingsbrauch in Bayern. Früher feierten Dienstboten und andere einfachere Leute, die sich keinen Besuch der Faschingsbälle leisten konnten, gemeinsam eine Bettelhochzeit.

Üblicherweise werden zwei möglichst kurios aussehende Männer (ein kleiner als Bräutigam, ein möglichst männlicher, großer als Braut) auf dem Misthaufen für die restliche Dauer der Faschingszeit "verheiratet". Jeder Besucher kann eine Rolle als Bürgermeister, Verwandter oder "Verflossener" einnehmen, je verrückter, desto besser. Zu einer vollständigen Bettelhochzeit gehören ein Hochzeitszug mit phantasievoll gestalteten Wagen, die Trauungszeremonie mit möglichst närrischen Ansprachen und die Hochzeitsfeier hinterher.

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  • Bettel, der — Der Bêttel, des s, plur. ut. nom sing. 1) * Das Betteln, und das Geschäft, welches man aus dem Betteln im eigentlichsten Verstande macht; ohne Plural, und nur im Oberdeutschen. Dem Bettel nachhängen. Arme, die im Bettel herum laufen. Von dem… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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