Bettelwurfhütte
Bettelwurfhütte
OeAV Hütte Kategorie I
Die Einweihung der Bettelwurfhütte am 8. September 1894. Dahinter der Kleine und der Große Bettelwurf
Die Einweihung der Bettelwurfhütte am 8. September 1894. Dahinter der Kleine und der Große Bettelwurf
Lage Südseite des Großen Bettelwurfs; Tirol, Österreich; Talort: Hall in Tirol
Gebirgsgruppe Karwendel
Geographische Lage 47° 20′ 19″ N, 11° 30′ 26″ O47.33861111111111.5072222222222078Koordinaten: 47° 20′ 19″ N, 11° 30′ 26″ O
Höhenlage 2.078 m ü. A.
Bettelwurfhütte (Tirol)
Bettelwurfhütte
Besitzer Sektion Innsbruck
Erbaut 1893/1894
Hüttentyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Anfang Juni bis Anfang Oktober
Beherbergung 26 Betten, 36 Lager
Winterraum Lager
Weblink www.bettelwurfhuette.at
Hüttenverzeichnis OeAV DAV
Die Bettelwurfhütte heute

Die Bettelwurfhütte ist eine Alpenvereinshütte des Österreichischen Alpenvereins in 2.078 Meter Höhe auf der Südseite des Großen Bettelwurfs. Die Schutzhütte befindet sich im Karwendelgebirge in Tirol hoch über dem Halltal unweit von Hall in Tirol.

Inhaltsverzeichnis

Touren

Wegen der aussichtsreichen Lage und den reizvollen Tourenmöglichkeiten ist die Hütte für Bergsteiger ein ausgezeichneter Stützpunkt bei längeren Touren im südlichen Karwendel. Darüber hinaus können ebenso gut Tagesgäste aus dem Halltal den Hüttenweg bewältigen und nach einer Rast problemlos wieder am selben Tag absteigen. Vorrangig ist die Bettelwurfhütte jedoch ein wichtiger Stützpunkt am Innsbrucker Höhenweg, welcher von der Hafelekarspitze über die Pfeishütte hierher führt. Im Winter steht ein unverschlossener, beheizbarer Winterraum für Skitourengeher zur Verfügung, allerdings müssen lawinensichere Verhältnisse herrschen, um in der Umgebung der Hütte lohnende Skitouren gefahrlos unternehmen zu können. Die Hütte ist Ziel des „Bettelwurflaufs“, eines jährlich ausgetragenen Berglaufs, der von Absam aus zur Hütte ausgetragen wird.[1]

Geschichte

Die Erbauung der Bettelwurfhütte wurde in den Jahren 1891 bis 1893 von dem Innsbrucker Bergpionier Julius Pock initiiert. Nachdem 1893 die Hütte bei der Tiroler Landesausstellung in Innsbruck ausgestellt war, wurde sie im Jahr 1894 zu ihrem Bestimmungsort transportiert und dort wieder aufgebaut. Die ursprünglich sehr kleine Hütte wurde anfangs als Selbstversorgerhütte betrieben und erst ab 1902 bewirtschaftet. Bereits 1904 wurde die Hütte um ein Schlafhaus erweitert. Weitere Modernisierungen waren die Errichtung eines Stromaggregats 1964, der Bau einer Materialseilbahn 1966 und der moderne Sanitärtrakt 2003.

Zugänge

  • Von der Ladhütte im Halltal (Parkplatz, über Mautstraße erreichbar) über den Hüttenweg, mittel, Gehzeit: 2,5 Stunden
  • Von Sankt Magdalena im Halltal (Parkplatz am Ende der Mautstraße) über das Lafatscher Joch, mittel, Gehzeit: 3,5 Stunden
  • Von Absam durch das Halltal bis zur Ladhütte und Aufstieg über den Hüttenweg, mittel, Gehzeit: 3,5 Stunden

Übergänge

  • Hallerangerhaus über Lafatscher Joch und Durchschlag, mittel, Gehzeit: 2,5 Stunden
  • Pfeishütte über Lafatscher Joch und Stempeljoch, mittel, Gehzeit: 4 Stunden

Gipfelbesteigungen

  • Großer Bettelwurf (2.726 m) über Eisengattergrat (Normalweg), teilweise versichert, Gehzeit: 2 Stunden
  • Kleiner Bettelwurf (2.650 m) über Klettersteig, nur mit entsprechender Ausrüstung, Gehzeit: 1,75 Stunden
  • Speckkarspitze (2.621 m) über Lafatscher Joch und Südwestgrat, markiert, ungesichert, Gehzeit: 3 Stunden
  • Kleiner Lafatscher (2.635 m) über Lafatscher Joch und Südflanken, markiert, schwierig, Gehzeit: 3 Stunden
  • Großer Lafatscher (2.695 m) über Lafatscher Joch und Südflanke, weglos, schwierig, Gehzeit: 3,5 Stunden

Literatur

Günter Amor: Die Bettelwurfhütte im Karwendel - Ein Streifzug durch die Bergwelt von Absam. Tyrolia, Innsbruck 2007, ISBN 978-3-7022-2873-6.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bettelwurflauf bei Lauf los Tirol.

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