Bettlaken

Als Bettwäsche bezeichnet man alle Textilien, welche in einem Bett Verwendung finden. Dies sind im Wesentlichen der Matratzenschoner aus Molton, das Unter- und Oberleintuch und die Bezüge über Kopfkissen und Bettdecke (von unten nach oben).

Die Bettwäsche ist aus hygienischen Gründen wichtig, da der Mensch beim Schlafen schwitzt und die Textilien mit Hautkontakt verschmutzt. Daraus ergibt sich die Anforderung, dass die Bettwäsche leicht gewechselt und gewaschen werden kann, daher auch der Begriffsteil Wäsche. Die Überzüge haben immer häufiger Reissverschlüsse statt Knöpfe. In Hotels sind und bleiben sie nur zum Einstecken (großzügiger bemessener Stoff - traditionell und wegen häufigen Waschens).

Bettwäsche hat nicht nur einen praktischen Zweck, sondern auch einen ästhetischen. Sie kann als gestalterisches Element im Schlafzimmer eingesetzt werden und eine angenehme oder erotische Atmosphäre schaffen.

Bettwäsche gibt es in den verschiedensten Größen, Designs und Materialien:

  • Baumwolle - Bettwäsche wird fast ausschließlich aus Baumwolle hergestellt.
  • Biber - Eine Art angerauhte Baumwolle, die im Winter und kalten Gegenden empfehlenswert ist.
  • Leinen - Früher bestand Bettwäsche aus Fasern vom Lein. Die Fasern haben einen eher harten Griff.
  • Satin - Gewebte Bettwäsche mit einem schönen Glanz (unterschiedliches Material).
  • Jersey - ist ein Gestrick, verzieht sich daher leicht.
  • Leinwand - ein Gewebe, gut bedruckbar, formstabil, angenehm auf der Haut, für jede Jahreszeit geeignet.
  • Frottee - bei Bettwäsche meist ein Gewirk mit besonderer Saugfähigkeit und angenehmen Griff
  • Seersucker - ein Gewebe aus Baumwolle, das sich durch abwechselnde glatte und geraffte Stoffstreifen auszeichnet.

Während die Bettlaken meist einfarbig gefärbt sind, werden Bezüge häufig bedruckt; gestalterische Freiheit hat hier fast keine Grenzen.

Übliche Größen:

  • In Deutschland sind für Erwachsene die Größen 80 x 80 cm oder 40 x 80 cm für Kopfkissen verbreitet.
  • Für Spannbetttücher (Bettlaken) gelten 90 x 200 cm bzw. 100 x 200 cm bei Einzelbetten, 140 x 200 cm bei Großbetten als gängige Größen. Für das französische Bett sind 180 x 200 cm üblich. Wasserbetten sind konstruktionsbedingt etwas größer als normale Betten und benötigen daher meist 200 - 240 cm lange Betttücher. Da bei einem Doppelbett oft nur ein Laken aufgespannt werden kann, sind Breiten bis 220 cm nicht ungewöhnlich.
  • Der Standardüberzug hat eine Länge von 200 cm bei einer Breite von 135 cm. Für größere Menschen gibt es inzwischen auch häufig Bettbezüge in 155 cm x 220 cm. Daneben gibt es Kuvertbezüge, die dekorative Elemente einschließen.
  • In der Schweiz gibt es gerade für Matratzen und Bettdecken unzählige Formate. Dort versteht man unter „nordischer Bettwäsche“ den Bettbezug mit eingezogener Decke im Gegensatz zu der beispielsweise in Frankreich üblichen Methode, zwischen zwei Bettlaken zu schlafen, über welche die Decke gespannt und an Fuss- und Seitenenden unter die Matratze geführt wird.

Inhaltsverzeichnis

Matratzenschoner, Schonbezug

Matratzenschoner oder Schonerdecken sollen die Matratze ursprünglich (etwa bis 1980) gegen die mechanische Beanspruchung von unten, dem Bettrost, den Latten oder Sprungfedern her schützen. Der Bezugsstoff insbesondere der Federkernmatratzen konnte sonst durch die Beweglichkeit der Metallfedern und anderen Polsterelemente an den Auflagepunkten schnell durchscheuern. Sie können aus einem Stück Stoff oder Vlies bestehen. Früher wurden aus Holzwolle oder Roßhaar aufgepolsterte Decken verwendet. Heute wird der Begriff, analog zum Schonbezug, auch für den Bettschutz vor Verschmutzungen von oben verwendet.

Stecklaken

Das Stecklaken ist eine saugfähige, glatt liegende Krankenunterlage. Die nur im Mittelteil des Betts vorhandene Zwischenschicht (auch: Durchzüge) sollen Laken und Matratze vor jeder Art von Verunreinigungen schützen und leichter zu wechseln sein, wenn die kranke Person nicht aus dem Bett aufstehen kann. Im Krankenhaus wurden sie durch die aus Zellstoff u. ä. Produkten hergestellten Einweg-Krankenunterlagen im Hüftbereich ersetzt.

Tagesdecke

Zum Abdecken des Betts tagsüber verwendete "schöne" Decke oder ein leichter Teppich, der die Wohnlichkeit des Raums betonen soll. Zum schlafen wird diese dann wieder abgenommen.

siehe auch: Bettware, Matratze, Höschenwindel, Harn- und Stuhlinkontinenz

Weblinks


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  • Bettlaken — Bettlaken, so v.w. Betttuch …   Pierer's Universal-Lexikon

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  • Bettlaken — Leintuch (österr.); Betttuch * * * Bẹtt|la|ken 〈n. 14〉 = Betttuch * * * Bẹtt|la|ken, das: Betttuch. * * * Bẹtt|la|ken, das: Betttuch …   Universal-Lexikon

  • Bettlaken — Beddlake (et) …   Kölsch Dialekt Lexikon

  • Bettlaken — Bẹtt|la|ken …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Bettlaken — Wei men ein Beddelaken te spreien heat, deam ies et lichte en Bedde te maken. (Westf.) …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Bèttlaken, das — * Das Bèttlaken, S. Betttuch …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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