Beutegermane

Beutegermanen wurden (geringschätzig) die „Volksdeutschen“ genannt, die im Zweiten Weltkrieg aus ihren Siedlungsgebieten im Osten (Sowjetunion) zurück nach Deutschland kamen (meistens mit der zurückweichenden deutschen Wehrmacht).

Mit Beutegermanen bzw. Beutekameraden bezeichnete man im Wehrmachts-Jargon „nicht-germanische“, zwangsrekrutierte Soldaten der Wehrmacht (z. B. ca. 250.000 junge Polen aus dem ostoberschlesischem Grenzgebiet), die zwangsweise „eingedeutscht“ wurden und die deutsche Uniform tragen mussten. Außerdem wurden so die nicht-deutschen Einheiten bzw. Soldaten der Divisionen der Waffen-SS bezeichnet.

Über das Schicksal dieser in den Krieg gezwungenen Generation junger Männer hat der in Darmstadt lebende polnische Filmemacher Marian Czura 2000–2003 einen Dokumentarfilm gedreht, indem er in die betroffenen Gebiete reiste und überlebende "Beutekameraden" aufspürte und zum Erzählen ihrer Erlebnisse überredete.


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