AGM-53

Ursprünglich unter dem Namen ASM-N-11 wurde die Entwicklung einer Luft-Boden-Rakete gestartet. Sie sollte über eine hohe Reichweite und mit einer sehr hohen Präzision ihre Ziele treffen. Auftraggeber war die US Navy, Entwickeln und Bauen sollte die im Jahre 1963 in AGM-53 Condor umbenannte Rakete Rockwell International.

Schon während der Entwicklung der Prototypen, XAGM-53A gab es Probleme. Diese betrafen vor allem den Raketenantrieb, denn die Navy wollte einen mit Raketenantrieb, der mit flüssigem Treibstoff funktionierte. Dieser machte aber so viel Ärger, dass man sich für einen wesentlich stärkeren Feststoff-Raketenantrieb entschied. Die Kosten waren ebenfalls ein Problem, was neben den Problemen durch den Antrieb weiter durch das Funksystem für die Rakete verschärft wurde, da man den Zeitaufwand für die Entwicklung unterschätzte. Der TV-Suchkopf, der auch später bei der AGM-62 Walleye verwendet wurde, machte dagegen keine Probleme und so konnten die ersten Prototypen 1970 getestet werden.

Die Condor, so sahen es die Planer vor, sollte Ziele aus einer Entfernung von 110 km treffen. Da zu wurde ein Zweiwege-Kommunikationskanal zwischen Rakete und Flugzeug etabliert. Da durch konnte die AGM ihre Flugrichtung immer wieder korrigieren und der Bordschütze konnte den Zielanflug über einen kleinen Monitor verfolgen. Weiter war es möglich, die Condor blind abzufeuern, wo bei dann der Bordschütze die Rakete auch manuell ins Ziel lenken konnte. 1975 konnte endlich die Entwicklung abgeschlossen werden und die Planung sah vor, dass bis Ende 1976 250 AGM-53A gebaut werden sollten. Doch schon im März des Jahres 1976 wurden das Programm gestoppt. Dies geschah, weil die Condor wesentlich teurer war als schon vorhandene Luft-Boden-Raketen und das Kommunikationssystem der Rakete so groß war, dass man nur einen recht kleinen Gefechtskopf installieren konnte. Was die AGM wiederum weniger effektiv machte, da sie nur kleinere Ziele angreifen konnte.

Es sollte noch die AGM-53B entwickelt werden, für diese Variante war eine bessere Elektronik, ein Turbojet-Antrieb (Reichweite 185 km) und über einen nuklearen Sprengkopf vorgesehen. Aber es blieb nur bei der Planung.

Technische Daten

Hersteller Rockwell International
Länge 4220 mm
Rumpfdurchmesser 430 mm
Gewicht 950 kg
Lenkung / Suchkopf TV
Fluggeschwindigkeit Mach 2.9
Einsatzreichweite 110 km
Gefechtskopf 286 kg
Flugzeuge F-14 Tomcat, Vought A-7, Grumman A-6

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