Bewältigungsstrategie

Bewältigungsstrategie, Copingstrategie, Coping (von englisch to cope with, „bewältigen, überwinden“) bezeichnet die Art des Umgangs mit einem als bedeutsam und schwierig empfundenen Lebensereignis oder einer Lebensphase.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Soziale Arbeit setzt Bewältigungsstrategien ein und entwickelt sie durch Techniken und systemische Betrachtungsweisen fort. Im medizinischen Sinne bezeichnet Coping das Bewältigungsverhalten von Menschen mit chronischen Krankheiten und Behinderungen. Copingstrategien sind auch die von Elisabeth Kübler-Ross und anderen postulierten Trauerphasen.

Es kann zwischen adaptiven und maladaptiven Copingstrategien unterschieden werden (auch als funktionale bzw. dysfunktionale Coping-Strategien bezeichnet). Adaptive Copingstrategien tragen zu einer langfristigen und nachhaltigen Lösung eines Problems bei, während bei maladaptiven Copingstrategien der Ablenkungscharakter im Vordergrund steht[1]. Eine wichtige Theorie zu Coping bzw. Stressbewältigung wurde von Richard Lazarus durch das Stressmodell von Lazarus beschrieben.

Ein psychologischer Test zur Messung des Umgangs mit Stress (COPE) wurde 1989 von Charles S. Carver entwickelt[2]. Er erfasst 14 unterschiedliche Coping-Strategien und wird sehr häufig für die Erforschung der Ursachen von Stress und deren Bewältigung eingesetzt[3].

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Coping im PflegeWiki
  2. Carver, C. S., Scheier, M. F., & Weintraub, J. K. (1989). Assessing coping strategies: A theoretically based approach. Journal of Personalityand Social Psychology, 56, 267-283.
  3. http://www.psy.miami.edu/faculty/ccarver/sclBrCOPE.html Englische Original-Items des COPE

Literatur

  • Krapp, Weidenmann (Hrsg.): Pädagogische Psychologie : ein Lehrbuch. 4. Aufl.. Weinheim : Beltz, PVU, 2001. ISBN 3-621-27473-1 (Seiten 370ff.)
  • Flammer, August: Erfahrung der eigenen Wirksamkeit : Einführung in die Psychologie der Kontrollmeinung. Bern ; Stuttgart ; Toronto : Huber, 1990. ISBN 3-456-81942-0

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