Beyond Personality

Christentum schlechthin ist der Titel, unter dem das christlich-apologetische Werk des britischen Literaturwissenschaftlers und Schriftstellers C. S. Lewis erstmals in deutscher Sprache erschien, dessen Originaltitel Mere Christianity lautet und das als Klassiker der Apologetik gilt. Neuere deutsche Ausgaben tragen den Titel Pardon, ich bin Christ und den Untertitel „Meine Argumente für den Glauben“.

Inhaltsverzeichnis

Entstehungsgeschichte

Das Buch geht zurück auf eine Reihe von Radioansprachen, die der erklärte Feind dieses Mediums Lewis 1943 als moralischen Beitrag zum Zweiten Weltkrieg für die BBC hielt. 1944 verweigerte Lewis die Fortsetzung der Vortragsreihe mit der Begründung, er habe „alles gesagt“. Die Mitschriften seiner Vorträge erschienen zunächst in drei Bänden mit den Titeln The Case for Christianity, Christian Behaviour und Beyond Personality. Erst 1952 wurden sie unter neuem Titel zusammengefasst.

Intention

Lewis Intention war, die weitgehend unstreitigen gemeinsamen Grundlagen des christlichen Glaubens, die wegen konfessioneller Streitigkeiten häufig in den Hintergrund treten, herauszuarbeiten. Dem entspricht auch der Titel der Originalausgabe, deren wörtliche Übersetzung „schieres Christentum“ lautet. Dabei wendet er sich sowohl an Menschen eher niedrigen Bildungsstandes als auch an die Intellektuellen seiner Zeit, aus deren Sicht die Sprache der offiziellen Theologie sich von den eigentlichen Inhalten des Glaubens entfernt hatte.

Ausgangspunkte

Dabei geht er von der Existenz eines „natürlichen Sittengesetzes“ aus, einer „Regel betreffend richtig und falsch“, deren Grundzüge intuitiv allen Menschen bekannt ist und deren Grundsätze gemeinhin akzeptiert sind. Dieses Gesetz fasst er als eine vom Menschen nicht geschaffene, sondern vorgefundene Realität auf, das sich allerdings insofern von einem Naturgesetz unterscheidet, als dass der Mensch imstande ist, es zu ignorieren oder zu brechen. Nach Lewis ist dies das einzige Gesetz, das der Mensch aus sich selbst heraus kennt und das sich ihm nicht erst durch Beobachtung offenbart. Als Beispiel für die allgemeine Bekanntheit des Sittengesetzes zu allen Zeiten und in allen Kulturen führt Lewis an, dass die Strafen für Diebstahl sich zwar unterscheiden, nirgendwo und nirgends aber die eigenmächtige Aneignung fremden Hab und Gutes gar nicht bestraft wurde. Erst die Bestürzung, die den Menschen erfasst, wenn er begreift, dass er aus eigener Kraft unfähig ist, die unerbittlichen Anforderungen des Sittengesetzes zu erfüllen, ermöglicht es ihm nach Lewis überhaupt, den christlichen Glauben zu verstehen. Ohne diese Einsicht bleibt dem Menschen das Christentum danach unweigerlich verschlossen.

Daneben stellt Lewis aufgrund der menschlichen Erfahrung des Numinosen die These auf, dass, da für alle sonstigen menschlichen Bedürfnisse die Mittel zu ihrer Befriedigung existieren, der Mensch nicht Sehnsucht nach Gott haben könne, wenn dieser nicht ebenfalls existiere.

Literatur

  • Clive Staples Lewis: Pardon, ich bin Christ Meine Argumente für den Glauben. 12. Auflage, Brunnen, Basel/Gießen 1997, ISBN 3-7655-3150-2

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • personality assessment — ▪ psychology Introduction       the measurement of personal characteristics. Assessment is an end result of gathering information intended to advance psychological theory and research and to increase the probability that wise decisions will be… …   Universalium

  • Personality disorder — Classification and external resources ICD 10 F60 ICD 9 301.9 …   Wikipedia

  • Personality style — has been defined as an individual s relatively consistent inclinations and preferences across contexts. Eriksen, Karen Kress, Victoria E. (2005). A Developmental, Constructivist Model for Ethical Assessment (Which Includes Diagnosis, of Course).… …   Wikipedia

  • Personality genetics — is a scientific field that examines the relation between personalitys and genetics.Studies investigate the link by genetic association studies where subjects are genotyped and their personality is quantified with a personality test.Among the… …   Wikipedia

  • Beyond a Joke — Red Dwarf episode Episode no. Series 7 Episode 6 Directed by Ed Bye Written by …   Wikipedia

  • Beyond Good & Evil (video game) — Infobox VG title = Beyond Good Evil caption = developer = Ubisoft Montpellier Ubisoft Milan (PC Xbox ports) publisher = Ubisoft distributor = Ubisoft IGN, via Direct2Drive Valve, via Steam GameTap designer = Michel Ancel Jean Sébastien Morin… …   Wikipedia

  • personality — /perr seuh nal i tee/, n., pl. personalities. 1. the visible aspect of one s character as it impresses others: He has a pleasing personality. 2. a person as an embodiment of a collection of qualities: He is a curious personality. 3. Psychol. a.… …   Universalium

  • Beyond the Beyond (manga) — Infobox animanga/Header name = Beyond the Beyond caption = Cover of the original Japanese release of the first volume Beyond the Beyond ja name = その向こうの向こう側 ja name trans = Sono Mukō no Mukōgawa genre = Adventure, FantasyInfobox animanga/Manga… …   Wikipedia

  • Beyond Good & Evil 2 — Infobox VG title = Beyond Good Evil 2 (working title) caption = developer = Ubisoft Montpellier publisher = Ubisoft distributor = designer = Michel Ancel Yoshitaka Amano artist = Yoshitaka Amano Enki Bilal composer = Christophe Heral license =… …   Wikipedia

  • Beyond The Sea — Filmdaten Deutscher Titel: Beyond the Sea – Musik war sein Leben Originaltitel: Beyond the Sea Produktionsland: Deutschland, UK Erscheinungsjahr: 2004 Länge: 118 Minuten Originalsprache …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”