AGOF

Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e. V. (AGOF) ist ein Zusammenschluss von Internetunternehmen zur Untersuchung des Nutzerverhaltens und der Reichweiten von Online-Angeboten im Medium Internet. Hauptsitz der AGOF ist in Frankfurt am Main

Die AGOF wurde im Dezember 2002 gegründet. Sie bezeichnet sich selbst als „offene Organisation der Online-Vermarkter“. Die AGOF setzt sich zusammen aus allen Mitgliedern der AGIREV (Arbeitsgemeinschaft Internet Research e.V), Auftraggebern des Online-Reichweiten-Monitors (ORM) und den Trägern und Lizenznehmern der Arbeitsgemeinschaft @facts, dabei arbeitet sie eng mit der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e. V. zusammen und wird von weiteren Internetdienstleistern unterstützt.

Inhaltsverzeichnis

Mitglieder

Mitglieder sind (Stand Dezember 2008): AdLINK Media Germany, Axel Springer AG, Bauer Media KG, eBay Advertising Group GmbH, freeXmedia GmbH, G+J Electronic Media Sales GmbH, GWP online-marketing / Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH, InteractiveMedia CCSP GmbH, IP Deutschland, Lycos Europe GmbH, Microsoft Advertising, Platform-A Media, Quality Channel GmbH, SevenOne Interactive GmbH, Tomorrow Focus AG, United Internet Media AG und Yahoo! Deutschland GmbH.

Außerdem gibt es 54 Lizenznehmer (Stand Dezember 2008), deren Online-Angebote mit erhoben und ausgewiesen werden, die aber in den AGOF-Gremien kein Mitspracherecht haben.

Zusätzlich wird die AGOF vom BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft) unterstützt.

Vorstandsvorsitzender der AGOF ist Thomas W. Duhr, Leiter Executive Sales Management der United Internet Media AG.

Studien

Die Markt-Ergebnisse der Studien („internet facts“) sind auf der Homepage des Vereins zu finden und werden vierteljährlich aktualisiert. Für Medienauswertungen (Rangreihen, Medienstrukturen, Mediaplanung) bietet die AGOF ein eigenes Zähl-Tool an, das für eine Lizenzgebühr erworben werden kann.

Die Ergebnisse stützen sich auf drei Untersuchungsmethoden:

  • Technische Messung des Nutzverhaltens (Seitenaufrufe usw.)
  • OnSite-Befragung (Soziodemographische Daten, wie Alter, Geschlecht, Einkommen usw.) der Nutzer
  • Telefonische Basis-Befragung von Verbrauchern

Diese drei Säulen werden durch mathematische Verfahren miteinander verknüpft, so dass im Endeffekt eine Studie entsteht, die repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren ist.

Die Studien bezeichnet die AGOF als Reichweitenwährung, da sich der Werbungtreibende auf eine einheitliche und anerkannte Mediastudie beziehen kann. Dies ermöglicht es Online-Kampagnen zielgruppengerechter zu schalten.

Kritik

Nach dem Ablauf eines Quartals dauert es ca. fünf Monate, bis die Ergebnisse bereitstehen. So sind die internet facts 2006-IV am 24. Mai 2007 veröffentlicht worden. Darüber hinaus wird insbesondere von kleineren Vermarktern Kritik an der Preispolitik der AGOF geäußert, deren Preise so gestaltet sind, dass sie für niedrigpreisige Vermarkter quasi nicht finanzierbar sind da die Gewinnmargen hier oft deutlich niedriger liegen als die Kosten einer AGOF-Teilnahme betragen würden. Hierdurch wird indirekt eine zwei-Klassen Vermarktung geschaffen mit den AGOF-Premiumvermarktern auf der einen Seite, die durch die Mitgliedschaft an noch mehr hochpreisige Kampagnen gelangen, und den nicht-AGOF-Vermarktern auf der anderen Seite die weiterhin um jede hochpreisige Kampagne kämpfen müssen. Das Problem zeigt sich insbesondere darin, dass selbst Vermarkter des mittleren Preissegments aufgrund des Preisdrucks statt des gesamten Webseitenportfolios nur einzelne Seiten bei der AGOF anmelden und sich damit das Bild des Onlinewerbemarktes stark verzerrt.

Weblinks


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