Bezirksamt Pirmasens
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Südwestpfalz Deutschlandkarte, Position des Landkreises Südwestpfalz hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Pirmasens
Fläche: 953,76 km²
Einwohner: 101.596 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: PS
Kreisschlüssel: 07 3 40
Kreisgliederung: 84 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Unterer Sommerwald 40–42
66953 Pirmasens
Webpräsenz:
Landrat: Hans Jörg Duppré (CDU)
Lage des Landkreises Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz
Karte

Der Landkreis Südwestpfalz ist ein Kreis im Süden von Rheinland-Pfalz, Deutschland. Benachbarte Landkreise bzw. Städte sind (im Uhrzeigersinn): Saarpfalz-Kreis (Saarland), kreisfreie Stadt Zweibrücken, Landkreise Kaiserslautern und Bad Dürkheim, kreisfreie Stadt Landau in der Pfalz, Landkreis Südliche Weinstraße und die französischen Départements Bas-Rhin und Moselle. Die kreisfreie Stadt Pirmasens ist ganz vom Landkreis Südwestpfalz umschlossen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Landkreis Südwestpfalz weist eine zweigeteilte landschaftliche Gliederung auf. Im Osten liegen die Hügel des Pfälzerwaldes. Auf Sandsteinfelsen breitet sich hier eine abwechslungsreichen Waldlandschaft aus, unterbrochen von Talauen verschiedener Bäche. Die Quelle des Lauterbachs liegt in der Nähe von Pirmasens. Im Dahner Felsenland, in dem freistehende Sandsteinfelsen stehen, wird Tourismus betrieben.

Der Westen des Kreisgebietes hat Anteil an der südwestpfälzischen Hochfläche, und wird von offenen, landwirtschaftlich geprägten Landschaften dominiert. Im äußersten Südwesten des Kreises liegt Hornbach, dessen ehemaliges Benediktinerkloster eines der bedeutendsten Kultur- und Entwicklungszentren des Deutschen Reiches im Hochmittelalter war.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Kreises war vor 1800 in zahlreiche Herrschaftsgebiete zersplittert. Die bedeutendsten waren das Kurfürstentum Pfalz, die Grafschaft Hanau-Lichtenberg und das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Ab 1816 gehörte es zu Bayern. Diese bildeten 1818 u.a. die Landkommisariate Pirmasens und Zweibrücken, aus denen später Landkreise hervorgingen, welche 1946 Bestandteil des Landes Rheinland-Pfalz wurden (zunächst Regierungsbezirk Pfalz). Der Landkreis Zweibrücken wurde hingegen durch Bildung des Saarlandes mehrmals verändert. Durch die Kreisreform in den Jahren 1968–1972 gab es mehrere Änderungen. 1969 wurde der benachbarte Landkreis Bad Bergzabern aufgelöst und einige Teile dem Landkreis Pirmasens zugeordnet. 1972 wurde der Landkreis Zweibrücken aufgelöst und ebenfalls dem Landkreis Pirmasens zugeordnet, welcher 1997 in Landkreis Südwestpfalz umbenannt wurde.

Politik

Kreistag

Bei den Kreistagswahlen am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften  %
2004
Sitze
2004
 %
1999
Sitze
1999
CDU 48,4 20 47,9 20
SPD 25,6 11 33,7 14
FWG 13,5 6 9,1 4
FDP 6,8 3 4,8 2
GRÜNE 5,7 2 4,6 2
gesamt 100,0 42 100,0 42
Wahlbeteiligung in % 68,4 74,0

Der Landrat des Landkreises Südwestpfalz, Hans Jörg Duppré, ist seit Dezember 2002 Präsident des Deutschen Landkreistages, dessen Präsidium er seit 1994 angehört.

Wappen

Beschreibung:

Gespalten: Rechts in Gold drei rote Sparren übereinander, links in Schwarz ein rot gekrönter und bewehrter goldener Löwe (Wappen-Genehmigung 20. Dezember 1972)

Bedeutung:

Der Löwe symbolisiert das Kurfürstentum Pfalz, die Sparren die Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Beide Herrschaften teilten sich vor 1800 das überwiegende Kreisgebiet

Liste der Wappen im Landkreis Südwestpfalz

Verkehr

Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen A 8 Perl–Zweibrücken–Pirmasens sowie A 62 Pirmasens–Landstuhl. Ferner wird das Kreisgebiet von mehreren Bundesstraßen und Kreisstraßen erschlossen, darunter die B 10, B 270 und die B 427.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2007[1]) Verbandsgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden

Sitz der Verbandsgemeinde *

  1. Bobenthal (316)
  2. Bruchweiler-Bärenbach (1693)
  3. Bundenthal (1154)
  4. Busenberg (1379)
  5. Dahn, Stadt * (4664)
  6. Erfweiler (1245)
  7. Erlenbach bei Dahn (356)
  8. Fischbach bei Dahn (1606)
  9. Hirschthal (106)
  10. Ludwigswinkel (818)
  11. Niederschlettenbach (338)
  12. Nothweiler (174)
  13. Rumbach (485)
  14. Schindhard (611)
  15. Schönau (Pfalz) (449)
  1. Darstein (227)
  2. Dimbach (170)
  3. Hauenstein * (4068)
  4. Hinterweidenthal (1659)
  5. Lug (649)
  6. Schwanheim (617)
  7. Spirkelbach (704)
  8. Wilgartswiesen (1095)
  1. Bottenbach (736)
  2. Eppenbrunn (1454)
  3. Hilst (356)
  4. Kröppen (765)
  5. Lemberg (4135)
  6. Obersimten (666)
  7. Ruppertsweiler (1436)
  8. Schweix (359)
  9. Trulben (1339)
  10. Vinningen (1710)
  1. Clausen (1553)
  2. Donsieders (1001)
  3. Leimen (974)
  4. Merzalben (1284)
  5. Münchweiler an der Rodalb (2947)
  6. Rodalben, Stadt * (7397)
  1. Höheischweiler (961)
  2. Höhfröschen (924)
  3. Maßweiler (1119)
  4. Nünschweiler (826)
  5. Petersberg (904)
  6. Reifenberg (823)
  7. Rieschweiler-Mühlbach (2273)
  8. Thaleischweiler-Fröschen * (3444)
  1. Geiselberg (879)
  2. Heltersberg (2175)
  3. Hermersberg (1742)
  4. Höheinöd (1209)
  5. Horbach (576)
  6. Schmalenberg (765)
  7. Steinalben (445)
  8. Waldfischbach-Burgalben * (5026)
  1. Biedershausen (273)
  2. Herschberg (912)
  3. Hettenhausen (267)
  4. Knopp-Labach (463)
  5. Krähenberg (165)
  6. Obernheim-Kirchenarnbach (1829)
  7. Saalstadt (351)
  8. Schauerberg (202)
  9. Schmitshausen (439)
  10. Wallhalben * (833)
  11. Weselberg (1388)
  12. Winterbach (Pfalz) (539)
  1. Althornbach (764)
  2. Battweiler (765)
  3. Bechhofen (2220)
  4. Contwig (4955)
  5. Dellfeld (1433)
  6. Dietrichingen (378)
  7. Großbundenbach (373)
  8. Großsteinhausen (635)
  9. Hornbach, Stadt (1643)
  10. Käshofen (718)
  11. Kleinbundenbach (429)
  12. Kleinsteinhausen (803)
  13. Mauschbach (282)
  14. Riedelberg (489)
  15. Rosenkopf (372)
  16. Walshausen (357)
  17. Wiesbach (533)

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Bevölkerung der Gemeinden

Weblinks


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