Bezirksamt Regensburg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Regensburg Deutschlandkarte, Position des Landkreises Regensburg hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Verwaltungssitz: Regensburg
Fläche: 1.395,92 km²
Einwohner: 182.400 (30. Sep. 2006)
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: R
Kreisschlüssel: 09 3 75
Kreisgliederung: 41 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Altmühlstraße 3
93059 Regensburg
Webpräsenz:
Landrat: Herbert Mirbeth (CSU)
Lage des Landkreises Regensburg in Bayern
Karte

Der Landkreis Regensburg ist der südlichste Landkreis des Regierungsbezirks der Oberpfalz in Ostbayern. Er grenzt im Nordwesten an den Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, im Norden an den Landkreis Schwandorf, im Nordosten an den Landkreis Cham (alle in der Oberpfalz), im Osten an den Landkreis Straubing-Bogen, im Süden an den Landkreis Landshut und im Südwesten an den Landkreis Kelheim (alle in Niederbayern). Die kreisfreie Stadt Regensburg wird ganz vom Landkreis Regensburg umgeben.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Landkreis ist landschaftlich vielgestaltig. Er umfasst das Donautal und die Täler von Laaber, Regen und Naab, allesamt Nebenflüsse der Donau. Im Osten gehört das Kreisgebiet zum Vorderen Bayerischen Wald und im Westen zu den Ausläufern der Fränkischen Alb.

Die Fläche des Landkreises umfasst 1.395,92 km². Die größte Ausdehnung des Landkreises in Ost-West-Richtung beträgt ca. 61 km, in Nord-Süd-Richtung ca. 52 km. Der höchster Punkt ist der Brennberg mit 653 m über NN, der tiefste Punkt die Gmünder Au mit 320 m.

Geschichte

Vor 1803 gehörten die Gebiete des heutigen Landkreises Regensburg vornehmlich zum Fürstbistum Regensburg, zu Kurbayern und zum Herzogtum Pfalz-Neuburg. 1628 war die Oberpfalz an Bayern gefallen, davon auch Teile des heutigen Landkreises. Bereits 1803 wurde das Landgericht Stadtamhof errichtet. 1810 wurde die Stadt Regensburg eine kreisunmittelbare Stadt. 1811 entstand noch das Bezirksamt Regenstauf. Ferner gab es ein Herrschaftsgericht Wörth, aus dem 1850 das gleichnamige Landgericht errichtet wurde. Die Stadt Regensburg und alle Landgerichte gehörten zum Regenkreis, der 1838 in Oberpfalz umbenannt wurde.

1857 wurde aus 43 Gemeinden des Landgerichts Stadtamhof und einer Gemeinde des Landgerichts Kelheim das neue Landgericht Regensburg errichtet. Das verkleinerte Landgericht Stadtamhof blieb aber weiterhin bestehen. 1862 wurde aus den Landgerichten Regensburg und Wörth das Bezirksamt Regensburg und aus den Landgerichten Stadtamhof und Regenstauf das Bezirksamt Stadtamhof gebildet. Die Stadt Regensburg gehörte diesen Bezirken jedoch nicht an. Die Gerichtsbezirke innerhalb des Bezirksamts Regensburg wurden 1879 und 1905 verändert. Auch der Bezirk Stadtamhof wurde 1879 durch die Aufnahme von Gemeinden der Nachbarbezirke Hemau, Kelheim und Roding erweitert. Ferner vergrößerte sich nach 1900 das Gebiet der Stadt Regensburg durch Eingemeindungen zulasten des Bezirks Stadtamhof. 1929 wurde das Bezirksamt Stadtamhof schließlich aufgelöst und sein Gebiet dem Bezirksamt Regensburg zugeordnet.

Das noch verbliebene Bezirksamt Regensburg wurde ab 1939 in Landratsamt Regensburg, der zugehörige Bezirk in "Landkreis Regensburg" umbenannt. 1946 wurden zwei Gemeinden in den Landkreis Straubing umgegliedert.

Im Rahmen der Gebietsreform 1972 erhielt der Landkreis Regensburg seine heutige Größe, indem er um Orte der bisherigen Landkreise Parsberg, Mallersdorf, Burglengenfeld und Rottenburg an der Laaber (2 Gemeinden) erweitert wurde. Im Osten gab der Landkreis Regensburg insgesamt sechs Gemeinden an die Landkreise Cham und Straubing-Bogen ab.

Politik

Landräte

  • 13. Juli 1946 - 31. Mai 1948: Georg von Mallinckrodt
  • 1. Juni 1948 -30. April 1978: Leonhard Deininger (CSU)
  • 1. Mai 1978 -30. April 2002: Rupert Schmid (CSU)
  • seit 1. Mai 2002: Herbert Mirbeth (CSU)

Bei der Landratswahl von 2008 setzte sich Herbert Mirbeth im ersten Wahlgang mit 50,73% gegen Tanja Schweiger von den Freien Wählern (18,46%), Josef Weitzer von der SPD (18,01%) und weitere drei Kandidaten durch.

Kreistag

Das Ergebnis der Kreistagswahl vom 2. März 2008:

Wappen

Unter Schildhaupt mit den bayerischen Rauten gespalten von Rot und Silber; vorne ein silberner Schrägbalken, hinten ein rotes Tatzenkreuz.

Pol. Kennzeichen

Das polizeiliche Kennzeichen lautet sowohl in der Stadt Regensburg, wie auch im Landkreis "R". Bei PKW kann allerdings dennoch die Herkunft des Wagens unterschieden werden: Allen städtischen PKW wird prinzipiell eine Nummer mit genau zwei Buchstaben und zwei bzw. drei Ziffern zugeteilt. Für Halter aus dem Landkreis sind Kennzeichen mit einem Buchstaben und vier Ziffern reserviert, wobei es hier einige Ausnahmen gibt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Hauptstadt des Bezirks Oberpfalz ist Knotenpunkt bedeutender Eisenbahnen, die zunächst von der AG der Bayerischen Ostbahnen angelegt worden sind:

Im Jahre 1859 erreichte die erste Bahnlinie Regensburg von München über Sünching und führte weiter nach Schwandorf - Amberg - Nürnberg.

Erst 1873 folgte die direkte Strecke über Neumarkt nach Nürnberg. Im selben Jahr konnte man auch nach Landshut - München den kürzeren Weg über Eggmühl nehmen, während von Sünching nur noch in Richtung Straubing - Passau gefahren wurde.

1874 wurde die Donautalbahn nach Saal - Ingolstadt durch die Bayerischen Staatseisenbahnen in Betrieb genommen. Von ihr zweigte 1875 in Sinzing die kurze Stichbahn nach Alling ab.

Weitere staatliche Lokalbahnen folgten erst nach der Jahrhundertwende: 1903: Eggmühl - Schierling - Langquaid und 1913: Regensburg-Wutzlhofen - Wenzenbach - Falkenstein.

Eine Besonderheit stellte die schmalspurige Walhallabahn der Lokalbahn Aktien-Gesellschaft München dar, die von Stadtamhof 1889 nach Donaustauf und 1903 weiter nach Wörth am linken Donauufer entlangfuhr. Hier ist der Personenverkehr bereits 1960 stillgelegt worden; auf den anderen Lokalbahnstrecken in den Jahren 1967/68 und 1984, insgesamt 50 Kilometer:

  • 1960: R-Reinhausen - Donaustauf - Wörth =M= 23 km
  • 1984: R-Wutzlhofen - Irlbach - Falkenstein 18 km
  • 1967: Sinzing - Alling 4 km
  • 1968: Eggmühl - Schierling - Langquaid 5 km

Es verblieben die Hauptbahnen mit 112 km Länge.

Der Landkreis Regensburg wird durch die Autobahnen A 3 (Passau-Nürnberg) und A 93 (München-Hof) erschlossen.

Städte und Gemeinden

Der Landkreis Regensburg umfasst 41 Gemeinden, davon 3 Städte und 8 Märkte.

(Fläche in km² am 31. Dezember 2001, Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2007[1])

Städte

  1. Hemau (8478)
  2. Neutraubling (12.509)
  3. Wörth a.d.Donau (4459)

Märkte

  1. Beratzhausen (5621)
  2. Donaustauf (3799)
  3. Kallmünz (2882)
  4. Laaber (5174)
  5. Lappersdorf (13.040)
  6. Nittendorf (8976)
  7. Regenstauf (14.938)
  8. Schierling (7227)

Gemeindefreie Gebiete (58,52 km²)

  1. Forstmühler Forst (29,19 km²)
  2. Kreuther Forst (7,76 km²)
  3. Pielenhofer Wald r.d. Naab (5,39 km²)
  4. Schwaighauser Forst (16,18 km²)
  5. Waxenberger Forst-West
    (aufgelöst am 1. Juli 2000)

Gemeinden

  1. Alteglofsheim (3222)
  2. Altenthann (1586)
  3. Aufhausen (1737)
  4. Bach a.d.Donau (1820)
  5. Barbing (4766)
  6. Bernhardswald (5652)
  7. Brennberg (1836)
  8. Brunn (1361)
  9. Deuerling (2102)
  10. Duggendorf (1633)
  11. Hagelstadt (1999)
  12. Holzheim a.Forst (1018)
  13. Köfering (2356)
  14. Mintraching (4706)
  15. Mötzing (1486)
  16. Obertraubling (7515)
  17. Pentling (5741)
  18. Pettendorf (3263)
  19. Pfakofen (1552)
  20. Pfatter (3135)
  21. Pielenhofen (1406)
  22. Riekofen (805)
  23. Sinzing (6879)
  24. Sünching (1975)
  25. Tegernheim (4651)
  26. Thalmassing (3293)
  27. Wenzenbach (8255)
  28. Wiesent (2546)
  29. Wolfsegg (1501)
  30. Zeitlarn (5821)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Alteglofsheim
    (Gemeinden Alteglofsheim und Pfakofen)
  2. Donaustauf
    (Markt Donaustauf und Gemeinden Altenthann und Bach a.d.Donau)
  3. Kallmünz
    (Markt Kallmünz und Gemeinden Duggendorf und Holzheim a.Forst)
  4. Laaber
    (Markt Laaber und Gemeinden Brunn und Deuerling)
  5. Pielenhofen-Wolfsegg
    (Gemeinden Pielenhofen und Wolfsegg)
  6. Sünching
    (Gemeinden Aufhausen, Mötzing, Riekofen und Sünching)
  7. Wörth a.d.Donau
    (Stadt Wörth a.d.Donau und Gemeinde Brennberg)

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung - Einwohnerzahlen

Weblinks


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