Bezirksnebenstelle

Eine Bezirksnebenstelle war die offizielle Bezeichnung einer Verwaltungseinheit in den deutschen Kolonien.

Dabei entsprach die Bezirksnebenstelle etwa dem Sitz einer Kreisverwaltung, eine Bezirkshauptstelle dem Sitz eines Regierungspräsidiums. In den meisten Bezirksnebenstellen gab es - je nach Größe des Bezirks - ein bis zwei (deutsche) höhere Verwaltungsbeamte und ein bis zwei (deutsche) Offiziere der Schutztruppe, daneben einen Stab von einheimischen Verwaltungsmitarbeitern und Soldaten, (die in den afrikanischen Kolonien meist gleichzeitig Polizeiaufgaben erfüllten, den sog. Askaris). Untergebracht waren die Bezirksnebenstellen in den afrikanischen Kolonien in der Regel in einer sog. Boma. Die nicht dem Reichskolonialministerium (und damit der jeweiligen Kolonialverwaltung) unterstellten Behörden und Dienststellen wie Zoll und Marine unterhielten eigene Verwaltungseinheiten, die mit den Bezirken nur teilweise identisch waren.


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