Biamax

Biamax (ausgesprochen: Viamax) war ein Nutzfahrzeughersteller mit Werken in Athen, Thessaloniki und Larissa, er beschäftigte zeitweise 2000 Angestellte. Neben Eigenentwicklungen wurden auch Mercedes-Benz Busse in Lizenz gefertigt.

Geschichte

Die R-Serie (hier der R 514)
Mercedes-Benz O 302 Biamax in den Farben der KTEL
Mercedes-Benz O 302 S2 Biamax, eine Mischung aus den Modellen O 302 und O 303

In den 1930er Jahren wurde Fostiropoulos Importeur für Fahrzeuge der Daimler-Benz AG. Die Firma war äußerst erfolgreich und gründete 1956 die Karosseriebaufirma Biamax. 1961 wurde die erste Eigenentwicklung die "R"-Serie vorgestellt, die vom Ingenieur A. Rizos entwickelt und vom Designer I. Dracoulis entworfen wurde. 1962 beteiligte sich die Firma an eine Ausschreibung für Trolleybusse in Athen, der Auftrag ging jedoch an ein italienisches Konsortium, nur der Prototyp wurde abgenommen und blieb 30 Jahre in Betrieb. 1968 wurde die "F"-Serie vorgestellt.

Biamax arbeite im Gegensatz zum Konkurrenten ELBO nicht viel mit großen Betreibern von Stadtbussen zusammen, sondern verkaufte vor allem an kleinere Betreiber Reisebusse. Als die Importzölle für Busse aufgehoben wurden, und Hersteller aus aller Welt zur Auswahl standen, fielen die Verkaufszahlen. Die wenigen Exporte in den Nahen Osten reichten nicht aus. Biamax versuchte sich noch als Importeur von Traktoren und LKW, sowie als Importeur von Rover Autos. 1999 hat das Unternehmen alle Geschäftsaktivitäten eingestellt, existiert aber noch als Verwalter des Immobilienvermögens; ein Kaufangebot von Lidl, die die Anlagen zu Distributionszentren umbauen wollten, wurde abgewiesen.

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