Bianchetta Trevigiana

Die weiße Rebsorte Bianchetta Trevigiana wird in der italienischen Region Venetien kultiviert. Seit dem 16. Jahrhundert schriftlich erwähnt, wurde sie im Jahr 1788 von Pietro Caronelli erstmals beschrieben. Präzisere Beschreibungen erfolgten von G.B. Zava im Jahr 1901 und durch Dalmasso im Jahr 1937. Zugelassen ist die Sorte in den Provinzen Belluno und Verona. Anfang der 1990er Jahre betrug die bestockte Rebfläche 209 Hektar.

Sie findet als Nebensorte Eingang in den DOC Wein Montello e Colli Asolani. Trotz ähnlich lautender Synonyme ist sie nicht mit der Sorte Vernatsch verwandt.

Siehe auch den Artikel Weinbau in Italien sowie die Liste der Rebsorten. In Ligurien gibt es eine Sorte namens Bianchetta Genovese.

Inhaltsverzeichnis

Ampelographische Sortenmerkmale

In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:

  • Die Triebspitze ist offen. Sie ist leicht weißwollig behaart. Die weißlich- grünen Jungblätter sind nur spinnwebig behaart.
  • Die mittelgroßen Blätter sind nahezu fünfeckig, meist dreilappig, seltener fünflappig und nur schwach gebuchtet (siehe auch den Artikel Blattform). Die Stielbucht ist U-förmig offen. Das Blatt ist stumpf gezahnt. Die Zähne sind im Vergleich der Rebsorten mittelgroß.
  • Die konusförmige Traube ist mittelgroß, geschultert und lockerbeerig. Die rundlichen Beeren sind dickschalig, mittelgroß und von grüngelblicher Farbe.

Bianchetta Trevigiana reift ca. 35 Tage nach dem Gutedel und gehört damit zu den Rebsorten der späten dritten Reifungsperiode (siehe das Kapitel im Artikel Rebsorte). Sie ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera).

Synonyme

Bianchetta Trevigiana ist auch unter den Synonymen Bianca gentile di Fonzaso, Bianchetta, Bianchetta gentile, Bianchetta semplice, Bianco vernanzinaj, Pavana bianca, Pignolo bianco, Senese, Vernaccia, Vernaccia di Verona, Vernaccia trentina, Vernanzina, Vernazza, Vernazza trentina und Vernazzina bekannt.

Weblinks

Literatur


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