Bibchip

Der bibchip wird zur individuellen Zeiterfassung bei Laufsportveranstaltungen wie Marathon-Läufen verwendet. Dabei wird das IPTAtime-Verfahren angewandt. Bei diesem Verfahren wird der Zeitpunkt der Identifikation als Zeitmesswert übernommen. Im Gegensatz zum ChampionChip ist der bibchip auf der Rückseite der DIN-A5 großen Startnummer angebracht. Der Chip ist daher nicht im Besitz des Läufers, sondern wird diesem vom Veranstalter nur für die Dauer des Rennens zur Verfügung gestellt. Er kann im Anschluss an die Veranstaltung mit der Startnummer entsorgt oder auch vom Teilnehmer als Andenken behalten werden.

Inhaltsverzeichnis

Funktionsweise

Der Chip befindet sich während des Laufes in einem Ruhezustand. Passiert der Läufer die Zeitmessantennen, so wird der Chip aktiviert und sendet die gespeicherten Informationen an die Antennen. Ein angeschlossenes Computersystem wertet diese aus. Die Arbeitsfrequenz des Chips ist 13,56 MHz.

Nutzen eines Transpondersystems

Der bibchip ermöglicht, wie alle Transpondersysteme, eine vollautomatische Zeiterfassung und Auswertung. Die Ergebnislisten liegen unmittelbar nach Rennende vor, menschliche Fehler werden vermieden.

Bei Großveranstaltungen mit mehreren Tausend Teilnehmern überquert der hintere Teil des Feldes erst mit erheblicher Verzögerung die Startlinie. Durch den bibchip wird die Zeitmessung für jeden Sportler erst beim Überqueren der Startlinie in Gang gesetzt. Gleiches gilt für den Zieleinlauf. Die so ermittelte Zeit ist die sogenannte „Nettozeit“. Sie entspricht exakt der vom einzelnen Sportler zur Bewältigung der Strecke benötigten Zeitspanne. Durch Platzierung weiterer Antennen im Streckenverlauf können Zwischenzeiten erfasst werden. Außerdem wird das unsportliche Abkürzen von Streckenabschnitten erschwert.

Vorteile des bibchip gegenüber anderen Chips

Ein Vorteil des bibchip ist, dass er dem Sportler nur während des Wettkampfs zugeordnet ist. Er muss daher nicht gegen Gebühren gekauft oder geliehen werden. Außerdem muss der Sportler keine Pflege seiner Daten gegenüber dem Chipanbieter betreiben.

Der bibchip kann nach Gebrauch entsorgt werden. Eine Logistik zur Rücknahme der Chips ist daher nicht notwendig.

Chips in Gehäuseform werden in der Regel am Schuh des Sportlers angebracht. Es ist hierbei von Vorteil, den Chip in Laufrichtung auszurichten. Diese Nachteile entfallen beim bibchip. Er wird einfach in der üblichen Weise als Startnummer befestigt. Für den Radsport kann er auch als Lenkernummer eingesetzt werden. Diese Plastik-Ausführung ist wesentlich robuster.

Nachteile des bibchips

Da der Chip auf der Rückseite der Startnummer angebracht wird, ist er nicht besonders gut gegen mechanische Einflüsse geschützt. Es ist darauf zu achten, dass der Chip beim Befestigen der Startnummer nicht mit Sicherheitsnadeln durchstochen wird. Dies passiert jedoch nicht, wenn man hierfür die vorgestanzten Löcher verwendet.

Es muss darauf geachtet werden, die Startnummer nicht zu knicken. Bei Serien über mehrere Läufe mit derselben Startnummer werden diese daher oft einlaminiert.

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