Bibelmuseum Münster
Bibelmuseum Münster

Das Bibelmuseum der Westfälischen Wilhelms-Universität im westfälischen Münster beschäftigt sich mit der Geschichte der Bibel. Die Ausstellung von Originalen reicht von den handschriftlichen Anfängen bis in die Gegenwart.

Inhaltsverzeichnis

Sammlung

Die Sammlung des Bibelmuseums umfasst die Schwerpunktbereiche des griechischen Neuen Testaments, einerseits in der handschriftlichen Überlieferung und andererseits in den Drucken vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Weitere Themengebiete sind Handschriften und Drucke der lateinischen Bibel, die deutsche Bibel und insbesondere die Übersetzung von Martin Luther sowie weitere moderne Bibelübersetzungen. Daneben umfasst die Ausstellung Bibelillustrationen sowie den originalgetreuen Nachbau der Gutenbergpresse. Neben diesen Exponaten aus eigenen Beständen werden auch regelmäßig Leihgaben eines privaten Handschriftensammlers aus Norwegen für die Öffentlichkeit ausgestellt.

Im April 2010 erhielt das Bibelmuseum Deutschlands größte private Bibelsammlung des Sammlers Walter Remy. Diese altsprachliche Bibelsammlung umfasst 379 lateinische, 200 griechische und 16 mehrsprachige Bibeln aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.[1]

Geschichte

Die feierliche Eröffnung des Bibelmuseums fand am 8. März 1979 in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten Walter Scheel statt. Es wurde als eine Abteilung des Instituts für neutestamentliche Textforschung der Universität von Prof. Kurt Aland gegründet. Eine private Sammlung bildete den Grundstock der Ausstellung, ergänzt durch den bereits vorhandenen Bestand des Instituts. In den darauffolgenden Jahren wuchs die Sammlung kontinuierlich an, auch durch bedeutsame Exponate.

Im Jahre 1986 folgte eine Erweiterung des Museums um drei weitere Räume. Insgesamt werden seitdem etwa 350 Exponate dauerhaft ausgestellt, der Rest zum Teil durch Sonderausstellungen. Gegen Ende des Jahres 2006 erfolgte der Umzug an den aktuellen Standort an die Pferdegasse gegenüber dem LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte.

Videos

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.uni-muenster.de/Rektorat/muz/2010/2-120.html

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