Bibi Torriani

Richard „Bibi“ Torriani (* 1. Oktober 1911; † 3. September 1988) war ein Schweizer Eishockeyspieler und -trainer.

Richard Torriani wechselte 1929 vom EHC St. Moritz zum HC Davos. Dabei nahm er den Spitznamen Bibi mit sich, den er als jüngstes Kind seiner Familie erhalten hatte. Seit 1933 bildete er beim HC Davos zusammen mit Hans Cattini und dessen Bruder Ferdinand „Pic“ Cattini den sogenannten ni-Sturm. Der Begriff ni-Sturm rührte von der gemeinsamen Endsilbe -ni des Familiennamens der drei Spieler her. Der ni-Sturm galt während etwa anderthalb Jahrzehnte als die Paradelinie des HC Davos und der Schweizer Nationalmannschaft.

Seinen ersten Auftritt hatte Torriani bereits an den Olympischen Winterspielen 1928 in St. Moritz, wo er mit der Schweizer Nationalmannschaft die Bronzemedaille erkämpfte. Diesen Erfolg konnte er 1948, erneut in St. Moritz, wiederholen, diesmal zusammen mit seinen Partnern der ni-Linie. Bei der Eröffnung dieser Olympischen Winterspiele wurde Torriani die Ehre zuteil, den Olympischen Eid sprechen zu dürfen.

Die aktive Karriere von Bibi Torriani war überaus erfolgreich: An Weltmeisterschaften gewann er einmal die Silber-, fünfmal die Bronzemedaille. 1935 und 1939 durfte er sich über den Gewinn des Europameistertitels freuen. Ausserdem gehören fünf silberne und zwei bronzene EM-Medaillen zu seinem Palmarès. Besonders erfolgreich war er auch auf nationaler Ebene: Als Spieler des HC Davos errang er zwischen 1930 und 1950 18 Schweizermeistertitel. In der Nationalmannschaft bestritt Bibi Torriani 111 Länderspiele und erzielte dabei 105 Tore.

Nach seiner aktiven Karriere betätigte sich Bibi Torriani als Trainer. Unter anderem war er Nationaltrainer der Schweiz und Italiens. Zu seinen Klubmannschaften als Trainer gehörten der HC Davos und der EHC Visp, mit dem er 1962 den Schweizer Meistertitel feierte.

1997 wurde Bibi Torriani in die IIHF Hall of Fame aufgenommen.

Quellen


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Bibi Torriani — Données clés Nationalité  Suisse Né le 1er octobre 1911, (Suisse) Mort le 3 septembre …   Wikipédia en Français

  • Bibi Torriani — Richard [Some sources give his first name as Riccardo] Bibi Torriani (October 1, 1911 ndash; September 3, 1988) was a Swiss ice hockey player and luger who competed from the 1920s to the 1950s.Hockey careerTorriani won two bronze medals for… …   Wikipedia

  • Richard Torriani — Bibi Torriani Richard « Bibi » Torriani, né le 1er octobre 1911 et mort le 3 septembre 1988, est un ancien joueur de de hockey sur glace et lugeur suisse. Sommaire 1 Hockey sur glace 2 Luge 3 …   Wikipédia en Français

  • Ricardo Torriani — Richard „Bibi“ Torriani (* 1. Oktober 1911; † 3. September 1988) war ein Schweizer Eishockeyspieler und trainer. Richard Torriani wechselte 1929 vom EHC St. Moritz zum HC Davos. Dabei nahm er den Spitznamen Bibi mit sich, den er als jüngstes Kind …   Deutsch Wikipedia

  • Riccardo Torriani — Richard „Bibi“ Torriani (* 1. Oktober 1911; † 3. September 1988) war ein Schweizer Eishockeyspieler und trainer. Richard Torriani wechselte 1929 vom EHC St. Moritz zum HC Davos. Dabei nahm er den Spitznamen Bibi mit sich, den er als jüngstes Kind …   Deutsch Wikipedia

  • Richard Torriani — Schweiz Richard Torriani Personenbezogene Informationen Geburtsdatum 1. Oktober 1911 Geburtsort St. Moritz …   Deutsch Wikipedia

  • Mario Torriani — (* 25. Januar 1976 in Bern) ist ein Schweizer Journalist. In der Schweiz ist er bekannt als Moderator der Morgensendungen von DRS 3 und ebenfalls als Moderator des Wissensmagazins einstein des Schweizer Fernsehens. Inhaltsverzeichnis 1 Radio… …   Deutsch Wikipedia

  • St. Moritz 1948 — V. Olympische Winterspiele Teilnehmende Nationen 28 Teilnehmende Athleten 669 (592 Männer, 77 Frauen) Wettbewerbe 22 in 4 Sportarten …   Deutsch Wikipedia

  • HCD — HC Davos Grösste Erfolge 29 facher Schweizer Meister 14 facher Spengler Cup Sieger Vereinsinfos Geschichte Hockey Club Davos (seit 1921) …   Deutsch Wikipedia

  • Hockey Club Davos — HC Davos Grösste Erfolge 29 facher Schweizer Meister 14 facher Spengler Cup Sieger Vereinsinfos Geschichte Hockey Club Davos (seit 1921) …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”