Bibliographie der französischen Literaturwissenschaft

Die Bibliographie der französischen Literaturwissenschaft (französisch: Bibliographie d'histoire littéraire française), besser bekannt als "Klapp", ist die Leitbibliografie der französischen Literaturwissenschaft im deutschen Sprachraum und auch darüber hinaus. Sie wurde im Jahre 1963 von Otto Klapp begründet und erscheint seitdem jährlich. Mit dem 24. Band hat seine Tochter Astrid Klapp-Lehrmann die Herausgeberschaft übernommen.

Das Werk erfasst in jedem Jahresband die im Vorjahr erschienenen Monografien, Herausgeberwerke und Zeitschriften, aber auch Einzelaufsätze der französischen Literaturwissenschaft in zahlreichen Ländern. Nach Epochen, Literaten und Sachgebieten getrennt werden sowohl die Monografien und Sammelbände als auch die enthaltenen einzelnen Aufsätze gelistet und durch mehrere Indizes erschlossen. Neuere Bände enthalten um die 15.000 Angaben. Auch Rezensionen werden erwähnt; beim Neuerscheinen einer Rezension zu einer bereits früher gelisteten Publikation wird diese in Kurzform im entsprechenden Band wiederholt, so dass zahlreiche Mehrfachaufnahmen vorkommen. Die Bibliografie stellt bis heute das einzige Arbeitsinstrumentarium dar, das eine umfassende Recherche zu allen selbständigen wie unselbständigen Publikationen der Romanistik ermöglicht und ist damit auch immer noch detailgenauer als jede zur Zeit verfügbare Onlinedatenbank.

Die Einübung in das Bibliografieren wird daher in der deutschen Romanistik mit dem Umgang mit dem "Klapp" beginnen, der weiterhin ein unverzichtbares Instrumentarium bleibt.


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