Bibliothek der Franckeschen Stiftungen

Die Bibliothek der Franckeschen Stiftungen wurde Anfang des 18. Jahrhunderts von August Hermann Francke als Bibliothek für die Lehrer und Schüler an den Schulen der Franckeschen Stiftungen in Glaucha bei Halle, gegründet. Glaucha wurde erst 1817 in die Stadt Halle an der Saale eingemeindet.

Das Haus 22 der Franckeschen Stiftungen wurde in den Jahren 1726 bis 1728 als Bibliotheksgebäude errichtet. Die heutige Hauptbibliothek gilt als ältester noch erhaltener Bibliotheks-Zweckbau in Deutschland. Im barocken, original erhaltenen Kulissen-Magazinsaal sind etwa 120.000 alte Drucke in vielen Sprachen untergebracht. Dazu kommen mehrere Spezialsammlungen und alle im hauseigenen Verlag des Waisenhauses erschienen Editionen. Das waren rund 3000 Veröffentlichungen.

Hauptsächlich sind die Themenbereiche Theologie, Religionsgeschichte, Pädagogik und Wissenschaftsgeschichte des 18. Jahrhunderts vertreten. Die Sammlung konnte vielfach durch Schenkungen und Nachlässe erweitert werden. Der Gesamtbestand der Bibliothek umfasst heute etwa 200.000 Titel aus aller Welt und eine umfangreiche Porträtsammlung.

Die Bibliothek der Franckeschen Stiftungen ist heute eine moderne Forschungsbibliothek und Sitz des Studienzentrums August Hermann Francke. Sie zählt neben der Universitäts- und Landesbibliothek zur größten und bedeutendsten Büchersammlung der Saalestadt.

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