Bieberstein (Wiehl)
Bieberstein
Stadt Wiehl
Koordinaten: 50° 56′ N, 7° 37′ O50.9344444444447.6141666666667210Koordinaten: 50° 56′ 4″ N, 7° 36′ 51″ O
Höhe: 210 m ü. NN
Einwohner: 20 (29. Sep. 2004)
Postleitzahl: 51674
Vorwahl: 02262
Karte

Lage von Bieberstein in Wiehl

Burg Bieberstein im Jahr 1865, im Vordergrund Brücke über die Wiehl nach Remperg

Bieberstein im Oberbergischen Kreis ist eine von 51 Ortschaften der Stadt Wiehl im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Der Ort liegt zwischen den Orten Oberwiehl im Westen und Brüchermühle im Osten an der Landstraße L336 und ist in Luftlinie rund 3 km südöstlich vom Stadtzentrum von Wiehl entfernt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

  • 1342 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt, und zwar im "Ehevertrag des Lodevige von Bevirstein, Olfiz Sohn von Sottinberch, mit Agnes, Tochter des Heinrich, Herrn zu Lewenberg." Burg und Hof sind ihm durch Gotthart von Sayn, dem Herrn zu Homburg, zum Lehen gegeben. Die Schreibweise der Erstnennung war Bevirstein, später Biberstein. [1]
  • Ab 1490 waren die Ritter von Karthausen Lehnsträger, Gerlach von Karthausen fungierte als wittgensteinischer Amtmann. Einem Schwiegersohn dieser Sippe, Jost Lixfeld, erteilte 1576 der Herzog von Berg die Erlaubnis, das "bergische" Wasser der Wiehl für die Mühle Biberstein zu nutzen.
  • 1743 kam Graf Ludwig Ferdinand zu Berleburg, der neue Herr über Homburg, auf seiner Antritts- und Besichtigungsreise auch nach Biberstein und ließ sich den herrschaftlichen Hof mit Öl- und Mehlmühle zeigen. Zeremoniell wurde das Pachtverhältnis mit seinem Untertanen Peter Jung bestätigt.

Die Ruine Burg Bieberstein wurde im 14. Jahrhundert erbaut (erwähnt 1342). Das Burghaus war bis Mitte des 19. Jahrhunderts bewohnt, dann jedoch dem Verfall preisgegeben. Bei Nachforschungen im Jahr 1933 wurde eine terrassenförmige Unterkellerung freigelegt. Die Sage von einem unterirdischen Gang, der Bieberstein mit der Ortschaft Grünenbach verband und über den sich die Burginsassen bei Belagerung mit frischer Nahrung versorgt haben sollen, fanden die Forscher nicht bestätigt. Außerdem gibt es die Sage, dass im siebten Keller der Burg ein goldenen Pflug stehen soll. Dies konnte weder bestätigt noch widerlegt werden. Von der Ruine sind heute nur Mauerreste und Umfassungsmauern erhalten. Der Eingang zum Keller ist jedoch nicht mehr erhalten.

Vereine und Einrichtungen

  • Stausee Bieberstein
  • Sportangelverein Bieberstein

Quellen

  1. Klaus Pampus: Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. ISBN 3-88265-206-3

Literatur

  • Oberbergisches Heimatbuch (o.J.) Beitrag von Peter Maurer: Geschichte der Herrschaft Homburg
  • U. Melk: Chronik von Wiehl 1131 – 1920 Welp-Druck Wiehl 2001 (ISBN 3-00-008600-5)
  • Gottfr. Corbach: Beiträge zur Bergischen Geschichte SCRIBA Verlag, Köln. Nachdruck d. Ausg. 1976. (ISBN 3-921232-48-1)
  • Beiträge zur Oberbergischen Geschichte Bd. 4

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