Biegung (mechanisch)
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Versuchsaufbau zur Bestimmung der Biegegesetze (Holzstich 1897)

Biegung bezeichnet in der technischen Mechanik eine mechanische Veränderung der Bauteilgeometrie infolge eines Biegemomentes und den daraus resultierenden Biegespannungen.

Die Biegung (Biegelinie) eines prismatischen Balkens, dessen Deformationen als klein angenommen werden können und der sich linear-elastisch verhält, kann mit Hilfe der Beanspruchung ausgerechnet werden. Dabei unterscheidet man:

  • Spezielle Biegung: Das Biegemoment greift in Richtung der Hauptachsen des Querschnitts an.
  • Schiefe Biegung: Das Biegemoment greift nicht in Richtung der Hauptachsen des Querschnitts an.

Die Biegelinie eines Balkens kann bei zusammengesetzten Beanspruchungen anhand der Superposition von Standardbiegefällen ermittelt werden. Für Standardbiegefälle gibt es entsprechende Tabellen.

Wird ein Einfeldträger auf Biegung beansprucht, so treten auf der Oberseite Druck- und auf der Unterseite Zugspannungen auf. Diese unterschiedlichen Belastungen führen zu erhöhten Ansprüchen an die Festigkeit eines Werkstoffs, denen man z. B. durch den Einsatz von Stahlbeton gerecht wird.
Ein auf Biegung belasteter Balken kann durch zwei Mechanismen versagen (Balkentheorie):

  1. Die Überlastung des Balkenwerkstoffes durch zu große Biegespannungen
  2. Das Abrutschen des Balkens von seinen Lagern infolge einer zu großen Durchbiegung

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