Bielefeld-Brackwede
Wappen von Brackwede
Wappen von Bielefeld

Brackwede
Stadtbezirk von Bielefeld

Koordinaten 51° 59′ 0″ N, 8° 31′ 0″ O51.9833333333338.5166666666667159Koordinaten: 51° 59′ 0″ N, 8° 31′ 0″ O
Höhe 159 m ü. NN
Fläche 38,2 km²
Einwohner 39.058 (31. Jan. 2005)
Bevölkerungsdichte 1024 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Jan. 1973
Postleitzahlen 33647, 33649 (vorher 4800 Bielefeld 14, vorher 4812 Brackwede)
Vorwahl 0521
Adresse der
Verwaltung
Germanenstr. 22
33647 Bielefeld
Gliederung

Brackwede, Holtkamp, Quelle, Ummeln

Politik
Bezirksvorsteher Siegfried Kienitz (CDU)
Sitzverteilung (Bezirksvertretung)
CDU SPD Grüne BfB FDP
7 6 2 1 1
Verkehrsanbindung
Autobahn
Bundesstraße
Eisenbahn Senne-Bahn
Stadtbahn Linie 1

Brackwede ist der flächengrößte Stadtbezirk der kreisfreien Stadt Bielefeld in Nordrhein-Westfalen. Er hat etwa 39.000 Einwohner und liegt im Südwesten der Stadt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Wie die beiden anderen südlichen Stadtbezirke Bielefelds, Senne und Sennestadt, liegt auch Brackwede direkt südlich des Hauptkammes des Teutoburger Waldes. Verschiedene Bäche, von denen der wichtigste die Lutter ist, entwässern das Gebiet dem natürlichen Gefälle folgend nach Südwesten hin zur Ems.

Ausdehnung des Gebiets des Stadtbezirks

Die Nord-Süd-Ausdehnung des Stadtbezirks beträgt etwa sieben, die West-Ost-Ausdehnung etwa zehn Kilometer bei einer Fläche von 38,16 Quadratkilometern. Brackwede ist damit der flächenmäßig größte Stadtbezirk der Stadt Bielefeld. Der höchste Punkt mit 276 m ü. NN liegt auf dem Käseberg im Bereich des Hauptkamms des Teutoburger Waldes.

Nachbarorte

Im Norden und Nordosten grenzt Brackwede an die Stadtbezirke Dornberg und Gadderbaum, im Osten und Südosten an Senne. Im Süden und Südwesten grenzen die Gütersloher Stadtteile Avenwedde und Isselhorst an, im Westen die Gemeinde Steinhagen (Westfalen).

Gliederung des Stadtbezirkes

Gliederung des Bezirks

Zum Stadtbezirk gehören außer Brackwede selbst die Ortsteile Ummeln, Holtkamp und Quelle. Die Teilgebiete der ehemaligen Gemeinden Isselhorst und Steinhagen, die nach den Gebietsreformen seit 1970 nach Brackwede kamen, wurden nach Eingemeindung nach Brackwede nicht explizit den Brackweder Ortsteilen zugeordnet.

Aussprache des Ortsnamens

Das c im Namen Brackwede ist ein norddeutsches Dehnungszeichen. Die richtige Aussprache lautet daher [ˈbraːkvedə], das heißt mit langem a und Betonung der ersten Silbe. Durch den Zuzug Ortsfremder setzt sich jedoch das dem hochdeutschen Schriftbild entsprechende [brakˈveːdə] immer mehr durch.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung Brackwedes erfolgt 1151. 1216 wird zum ersten Mal das Wahrzeichen des Stadtteils, die Bartholomäuskirche, genannt, die am Mittwoch, dem 21. Februar 1990, durch einen Brand fast vollständig zerstört, zwischenzeitlich aber wieder aufgebaut worden ist. Seit Beginn der Industrialisierung im Ravensberger Land kommt es zu zahlreichen Firmengründungen, die den Ort zu einem wichtigen Standort der Industrie und des Handwerks machen.

Nach Ende der napoleonischen Franzosenzeit nimmt Preußen die Grafschaft Ravensberg und damit Brackwede wieder in seinen Besitz. Brackwede wird Sitz eines Amtes im 1816 gebildeten Kreis Bielefeld. Nach Einführung der preußischen Landesgemeindeordnung für die Provinz Westfalen vom 31. Oktober 1841 wird der Status Brackwedes als Amt bestätigt. Auch Isselhorst wird Amt, aber weiterhin durch den Brackweder Amtmann mitverwaltet. Nach wenigen Jahren aber schon werden beide zum Amt Brackwede-Isselhorst zusammengelegt, das nach einiger Zeit wieder nur noch Amt Brackwede heißt. 1956 erhält Brackwede Stadtrechte und wird 1970 durch Eingemeindungen vergrößert, bevor es selbst 1973 als Stadtbezirk im benachbarten Bielefeld aufgeht.

Religionen

Im Stadtbezirk gibt es drei evangelisch-lutherische Kirchengemeinden, die alle zum Kirchenkreis Gütersloh gehören: In Brackwede die Ev. luth. Bartholomäus-Kirchengemeinde, deren Kirche das Wahrzeichen Brackwedes ist, in Ummeln die Ev. Kirchengemeinde Ummeln und in Quelle die Ev. luth. Johanneskirchengemeinde Quelle Brock.

Hinzu kommen zwei katholische Kirchengemeinden: Herz Jesu Brackwede (1891 Filialgemeinde, Pfarrei seit 1920) und Sankt Michael Ummeln (Pfarrvikarie m.e.V. seit 1955), die beide zum Dekanat Bielefeld-Lippe des Erzbistums Paderborn gehören.

Für die Anhänger der Neuapostolischen Kirche im Stadtbezirk gibt es drei Gemeinden, davon eine in Brackwede und eine in Ummeln. Die Kirche der Gemeinde in Quelle steht unmittelbar jenseits der Stadtgrenze auf Steinhagener Gemeindegebiet.

An der Windelsbleicher Straße befinden sich zwei Moscheen, die den muslimischen Gläubigen zur Verfügung stehen.

Kirchenbuch

Brackwedes Bartholomäus-Kirche war über Jahrhunderte Mittelpunkt des Kirchspiels Brackwede. Es umfasste die Orte und Bauerschaften Brackwede-Dorf, Brackwede-Brock, Senne I, Quelle, Sandhagen und Ummeln. Das Kirchenbuch wurde 1712/13 durch Pfarrer Franz Clamor Redeker angelegt. Die jeweils ersten Eintragungen seien hier wiedergegeben:

Taufregister: 4. Dezember 1712, ein „Peter Henrich“, Hußend auf dem Hof „Olderdißen“, lässt seinen Sohn auf den Namen „Joh. Henrich“ taufen

Heiratsregister: 11. Januar 1713, „Herman Henke mit KranßJohans Witwe“

Sterberegister: 2. Januar 1713, „Frantz Meyer auf Hinnenthales Hofe. seine Tochter“, das Alter der Tochter wird nicht angegeben

Eingemeindungen

1970 erfolgt die Eingemeindung der bisher zum Amt Brackwede des Kreises Bielefeld gehörenden Gemeinden Ummeln, Holtkamp und Quelle.

Isselhorst, Ebbesloh, Niehorst und Hollen, die ebenfalls ihre Selbständigkeit verlieren, kommen dagegen nicht zu Brackwede, sondern zu Gütersloh, zu dessen Amtsgerichtsbezirk sie bislang schon zählten.

Die ebenso bisher zum Amt Brackwede gehörende Gemeinde Senne wird amtsfrei.

Politik

Bezirksamt Brackwede

Bezirksvertretung

Auf Grund der letzten Kommunalwahl 2004 setzt sich die Bezirksvertretung Brackwede wie folgt zusammen:

Siegfried Kienitz (Bezirksvorsteher), Herbert Braß, Ursel Meyer, Carsten Krumhöfner, Peter Diekmann, Rosemary Flöthmann, Manfred Schön

Dr. Bernd Brunemeier (stellv. Bezirksvorsteher), Dagmar Klein, Ulrich Brinkmann, Regina Kopp-Herr, Hans-Werner Plassmann, Michael Wiziald

Karl-Ernst Stille, Gerda Finke

Horst Breipohl

Volker Sielmann

In den 50er, 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts zählte Brackwede (auch aufgrund des hohen Arbeiter-Anteils durch die vielen Industriebetriebe) als Hochburg der SPD, die zum Teil über 60 % der Stimmen bei Kommunalwahlen auf sich vereinigen konnte. Aufgrund veränderter Strukturen konnte die CDU in einer bürgerlichen Koalition erstmals 1989 den Bezirksvorsteher stellen. 1999 und 2004 wurde die CDU mit Ergebnissen von über 45 %, bzw. 40 % stärkste Partei in Brackwede.

Bezirksvorsteher

Siegfried Kienitz (CDU)

Ratsmitglieder

  • CDU: Detlef Helling, Rainer Lux MdL, Detlef Werner
  • SPD: Hans-Werner Plassmann, Horst Schaede

Städtepartnerschaften

Ebenfalls 1958 übernimmt Brackwede die Patenschaft für Münsterberg in Schlesien.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Wahrzeichen Brackwedes ist die evangelisch-lutherische Bartholomäus-Kirche. Sie wurde 1892 als kreuzförmige Saalkirche in neugotischen Formen erbaut. Die Untergeschosse des Turmes stammen wohl noch aus dem 16. Jahrhundert. Der Bau brannte 1990 vollkommen aus. Anschließend erfolgte der Wiederaufbau in der alten Form. Es haben sich nur wenige ältere Ausstattungsstücke erhalten, darunter der Taufstein von 1685, zwei Reliefs mit der Darstellung der Verkündigung und der Kreuzigung, die wohl 1603 entstanden sind und das neugotische Altarbild von 1892. Die moderne Fensterverglasung stammt von Raphael Seitz aus Heilbronn. Die jetzige Orgel mit barockisierendem Prospekt wurde 1994 von Rowan West aus Ahrweiler in Anlehnung an Werke von Johann Patroclus Möller geschaffen. Aus dessen erhaltener Orgel in der Abteikirche Marienmünster übernahm man nicht nur einen großen Teil der Disposition, sondern auch Mensur und Intonation.
  • Hauptstraße 27 (ehemals Baumhöfener, jetzt Restaurant „1550“). Bei dem lange Zeit verputzten Fachwerkbau handelt es sich um das einstige Haupthaus der früheren Hofanlage. Die übrigen Gebäude wurden nach Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung abgebrochen. Der Hofname Baumhüter (Boimhoder – Bömschlüter – Baumhüter – Baumhöffener) wird bereits 1556 im Ravensberger Urbar erwähnt. Aus dieser Zeit dürften auch Teile des Innengerüstes datieren; somit gehört das Haus im Kern zu den ältesten noch erhaltenen Profanbauten Brackwedes und der näheren Umgebung. 1811/12 wurden die Außenwände allerdings durch aus der Senne übertragene Fachwerkteile ersetzt.[1] Der 1812 bezeichnete Dielentorbalken trägt die folgende Inschrift: JOHANN HEINRICH BAUMHÖFENER MARGARETHE LOU WATERBÖER DIESE BEIDEN LEUTE IN GOTTES NAMEN BAUEN UND AUFRICHTEN LASSEN ANNO 1812. ICH RUFE HERR DICH AN MIT HERZEN UND MIT MUNDE DARUM ERHÖRE MICH UND SEI ZU JEDER STUNDE BEI MIR IN ALLER NOT UND SEGNE MICH DARAUF IN MEINEN UND HAUS . M B H R . C H STRUNCK.[2] Aus der Zeit nach dem Umbau stammten Teile der wandfesten Ausstattung. Das Westfälische Amt für Denkmalpflege in Münster hat den Denkmalwert des Gebäudes 2005 ausführlich dargelegt. Allerdings hat sich die Untere Denkmalbehörde der Stadt Bielefeld dieser Auffassung nicht anschließen können und auf eine Unterschutzstellung verzichtet. 2008 wurde das Gebäude – unter weitgehender Zerstörung der Originalsubstanz und freier Ergänzung des Fachwerks – umfassend saniert und in ein Restaurant umgewandelt.
  • Zu den wenigen älteren Wohnbauten, die bei der seit den späten 1960er Jahren durchgeführten Ortskernsanierung verschont blieben, gehört das Haus Büscher, Vogelruth 11. Der Dreiständer-Fachwerkbau entstand 1776. Das nebenan gelegene Haus Kuhlmann (Weinstube Vogelruth) stammt von 1821.
  • Möller-Werke. So genanntes „Schieferhaus“. Das Stammhaus der Familie Möller wurde 1772 erbaut. Es präsentiert sich als zweigeschossiger verschieferter Fachwerkbau nach bergischem Vorbild mit Mansarddach und Dachreiter. Die Eingangsseite ziert ein hübsches Rokokoportal.

Parks

Kupferhammerpark. In der Nähe der Möller-Werke befindet sich der so genannte Kupferhammerpark. Er wird von der Lutter durchflossen, die man zu drei Teichen angestaut hat. Die Teiche werden von einem alten Buchenwald umgeben, der sich vornehmlich aus der Rotbuche (Fagus sylvatica) zusammensetzt. Die Bäume werden bis zu 20 Meter hoch. Eingestreut finden sich auch einzelne Eichen und Birken. Der Unterwuchs wird vor allem aus zahlreichen Stechpalmen (Ilex aquifolium) gebildet. Der naturnahe Wald wurde gegen Endes des 19. Jahrhunderts von dem Hamburger Gartenarchitekten Jürgens in einen Landschaftspark umgewandelt und durch nicht einheimische Baum- und Straucharten bereichert. Das Gelände war über viele Jahre (ab 1948) als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Später wurde die Schutzverordnung jedoch gelöscht. Der Park befindet sich in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich.

Sport

Zum Angebot an Sportstätten gehören das AquaWede genannte Hallenbad sowie die diesem direkt benachbarte Oetker-Eisbahn (mit Saison von Oktober bis März), zudem das Stadion Brackwede und das Waldstadion im Ortsteil Quelle.

Größter und bekanntester Sportverein ist die Sportvereinigung Brackwede (SVB). Die wohl besten Abteilungen der SVB sind unter anderem die Handballjugendmannschaft und die Badmintonmannschaft, welche beide vor Ort trainiert werden und auf NRW-Ebene spielen. Auch die Basketballabteilung und die Trampolinabteilung sind überregional bedeutsam. In der Nähe der Oetker-Eisbahn ist der Tennisclub TC Brackwede angesiedelt.

Regelmäßige Veranstaltungen

Der Brackweder Schweinemarkt findet einmal jährlich am letzten Wochenende im August statt, die Brackweder Glückstaler-Tage jeweils am zweiten Wochenende im Oktober. Seit dem 24. September 1998 zeigt das „Melodie“-Filmtheater in der Kölner Straße 40 donnerstags und freitags aktuelle Spielfilme. Jedes Jahr zu Frühlingsbeginn (um den 21. März) besucht ein mittlerweile als „Brackweder Schafschänder“ bekannter Einwohner die Schafherden der Umgebung um den Beginn des Frühlings gebührend zu feiern.

Infrastruktur und Wirtschaft

Verkehr

In Brackwede laufen verschiedene Eisenbahnlinien und Straßen zusammen, um hier gemeinsam an einer verkehrsgünstigen Stelle den Teutoburger Wald nach Norden in Richtung Stadtzentrum Bielefeld zu überqueren, wo sie wieder auseinander laufen. Das macht Brackwede schon seit langem zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt südlich Bielefelds am Teutoburger Wald.

So kreuzen sich hier die Bundesstraßen B 61 HammMinden und B 68 OsnabrückPaderborn. Letztere soll durch den Lückenschluss der A 33 in etwas weiter südlicher Lage ersetzt werden.

Bahnhof

Der Regionalbahnhof Brackwede ist neben dem Hauptbahnhof der wichtigste Bahnhof in Bielefeld. Alle Bahnstrecken vom Hauptbahnhof aus in südlicher Richtung führen durch Brackwede:

Der Bahnhof wird im Schienenpersonennahverkehr von

Im Straßenpersonennahverkehr wird Brackwede von der Stadtbahn Linie 1 Senne–Jahnplatz–Schildesche durchquert. Der Stadtbezirk wird außerdem durch mehrere Stadtbuslinien nach Sieker, Ummeln, Quelle, Gadderbaum und Senne erschlossen. Regionalbusse fahren unter anderem nach Gütersloh, Steinhagen, Rietberg und Schloß Holte-Stukenbrock. Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der regionale „Sechser-Tarif“ (Verkehrsverbund OstWestfalenLippe) und der NRW-Tarif.

Siehe auch: Nahverkehr in Bielefeld

Ansässige Unternehmen

Die Bedeutung Brackwedes als Gewerbestandort lässt sich auch an der großen Vielzahl der im Stadtbezirk niedergelassenen Unternehmen ablesen. Im Bereich der metallverarbeitenden Industrie sind beispielsweise zu nennen die Firmen Böllhoff, Mannesmann (früher Kammerich), Möller, Thyssen Krupp und Welland+Tuxhorn, Goldbeck (Stahlbau), die Eisengießerei Baumgarte, Pallatzky (Metallrecycling) und im Ortsteil Quelle Sommer (Fahrzeugbau) und die Firma DMW Schwarze GmbH & Co Industrietore KG (Brandschutztüren & Tore) sowie in Ummeln der Zulieferer Umeta (Schmiernippel und Fettpressen). Im Bereich Pharma ist Baxter (früher ASTA) zu nennen, im Bereich Druck Graphia und im Textilbereich Flick. Der Getränkehersteller Christinen-Brunnen ist im Ortsteil Ummeln ansässig. Treble-Light Clausen im Ortsteil Quelle stellt Hochleistungs-, vor allem Taucherlampen her. Weit bekannt ist auch das schwedische Möbelhaus IKEA.

Öffentliche Einrichtungen

Die größte Konzentration öffentlicher Einrichtungen befindet sich auf der Rosenhöhe. Außer den weiter unten beschriebenen Bildungseinrichtungen ist hier vor allem das Klinikum Rosenhöhe zu nennen, das zur Städt. Kliniken Bielefeld gem. GmbH gehört: mit medizinischer, chirurgischer, anaesthesiologischer, Röntgen- und Hautklinik, einer Augenabteilung und Klinik für Geriatrie.

Im Ortsteil Ummeln gibt es die Evangelische Stiftung Ummeln und die Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede I und II. Eine Sternwarte befindet sich am Brackweder Gymnasium.

Bildung

Auf der Rosenhöhe gibt es zwei Berufskollegs der Stadt Bielefeld, das Rudolf-Rempel-Berufskolleg (Kaufmännische Schule) und das Berufskolleg Senne sowie die Städtische Gesamtschule Rosenhöhe. Die zweite Gesamtschule, die Städtische Gesamtschule Brackwede, befindet sich im Ortsteil Quelle.

Im Brackweder Schulzentrum befinden sich das Brackweder Gymnasium und die Brackweder Realschule. Das Gymnasium ist als Sportgymnasium eingetragen und hat eine spezielle Sportklasse pro Jahrgang, in der die Jugendlichen ein erweitertes sportliches Programm erhalten. Die Marktschule am Stadtring vervollständigt als Hauptschule das Bildungsangebot der Sekundarstufe I. Den Primarbereich decken sechs Grundschulen ab.

Hinzu kommen die Griechische Ergänzungsschule (Lyzeum) in privater Trägerschaft und drei Sonderschulen: die Städtische Ganztagsschule Am Lönkert (Schule für Erziehungshilfe), die Schule Am Möllerstift (Schule für Geistigbehinderte) und die Schule am Kupferhammer (Förderschule).

Besonderes

Bis zur Verleihung der Stadtrechte 1956 galt Brackwede als größtes Dorf Europas. Bei der allgemeinen kommunalen Gebietsreform 1973 wurde Brackwede von der Stadt Bielefeld eingemeindet und ist ab diesem Zeitpunkt ein Stadtbezirk Bielefelds. Der deutsche Europameister im Cruisergewicht, Marco Huck ist in Brackwede eine Zeit lang aufgewachsen und besuchte die ortsansässige Marktschule.

Kultur

In Brackwede ist das „Medienarchiv Bielefeld“ beheimatet, das ca. 40.000 Rollen Filmmaterial aus den letzten 100 Jahren Filmgeschichte im Bestand führt, ebenso tausende von Rundfunk-Sendetonbändern. Monatlich wird im „Studio am Mauseteich“ das „Brackweder Funkjournal“ zur Ausstrahlung über Radio Bielefeld produziert.

Literatur

  • Hans Becker (Hrsg.): Brackwede wie es war – wie es ist. Leopoldshöhe 1991
  • Karl Beckmann und Rolf Künnemeyer: Das war Brackwede, Band 1. Bochum 1985
  • Karl Beckmann und Rolf Künnemeyer: Brackwede 1151–2001 - Stationen einer 850-jährigen Geschichte. Bielefeld 2001
  • Georg Tegtmeier: Brackwede – Stadt im Wandel. Berlin 1969

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Hierfür fanden offenbar die Balken des Hauptgebäudes vom Hof Grundherm in der Grundheide Verwendung. Nach Versteigerung des Anwesens wurde das Gebäude an den Colon Johann Friedrich Baumhöfener verkauft, der es abbrechen und nach Brackwede schaffen ließ. Siehe hierzu: Horst Wasgindt und Hans Schumacher: Bielefeld-Senne, Band 1, Bielefeld 1989, Seite 239.
  2. Der Torbalken stammt ebenfalls vom Hof Grundherm. Im Zuge seines Wiedereinbaus wurden der Name und das ursprüngliche Baudatum entfernt und mit den Daten des neuen Eigentümers versehen. Vgl. Wasgindt und Schumacher, ebenda

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