Bien-Zenker AG
Bien-Zenker AG
Bien-Zenker-Logo
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 1906
Unternehmenssitz Schlüchtern / Hessen
Unternehmensleitung

Erich Weichselbaum (Vorstandsvorsitzender)

Mitarbeiter 550 (2008)
Umsatz 124 Mio. Euro (2007)
Branche Fertighausbau
Produkte

Eigenheimbau in Fertigbauweise

Website

www.bien-zenker.de

Die Bien-Zenker AG (WKN 522810) ist einer der führenden Eigenheimanbieter im Fertighaus-Bereich im deutschsprachigen Raum mit Sitz im hessischen Schlüchtern.

Das Unternehmen bietet die Herstellung und Errichtung von Fertighäusern im Ein- bis Zwei-Familienhaussegment in Holzständerbauweise an. Daneben ist das Unternehmen auch im Bereich des Bauträgergeschäftes aktiv.

Im Jahre 2008 beschäftigte die Bien-Zenker AG 550 Mitarbeiter. Der Umsatz im Jahr 2007 betrug 124 Mio. Euro.

Inhaltsverzeichnis

Standorte

Neben dem Stammsitz in Schlüchtern betreibt die Bien-Zenker AG an einem weiteren Standort, in Veitsch in Österreich, Hausfertigungen. In der Nähe von Schlüchtern, in Birstein, befindet sich ein eigenes Sägewerk.

Gründung und Unternehmensgeschichte

Bien

1906 gründete Heinrich Bien das Unternehmen als Zimmerei und Sägewerk. Der Firmengründer stammt aus einer traditionsreichen Zimmererfamilie. 1962 wurde das Unternehmen in eine oHG umgewandelt und begann mit dem Fertighausbau.

1983 erfolgte die Umwandlung in Bien-Haus AG, am 5. Mai 1994 ging die Bien-Haus AG an die Börse (WKN 522 810). 1995 wird als Tochter für den Vertrieb von Ausbauhäusern die B.O.S.-Haus GmbH gegründet. B.O.S. kooperiert eng mit der Baumarkt-Kette OBI.

Am 31. Dezember 1996 erfolgte die Übernahme der Geschäftsanteile der Zenker-Hausbau GmbH & Co., Michelstadt, und der Zenker Hausbau GmbH & Co., Veitsch, von der Firma Philipp Holzmann AG durch die Bien-Haus AG. Ab 1998 und 1999 gehören auch 100prozentige Tochtergesellschaften in Ungarn und der Slowakei zum Unternehmen.

Zenker

Am 1. Februar 1963 gründete Walter Zenker die Walter Zenker KG und ab 1. April wird auf dem 1957 errichteten Gelände der ehemaligen Fabrik „WoSch“ des Unternehmers Wolfram Schumacher in Höxter-Lüchtringen ein Werk errichtet und die Produktion von Fertighäusern aufgenommen. Der Firmensitz liegt in Michelstadt, wo 1967 die Produktion in einem zweiten Werk aufgenommen wurde.

Im Jahr 1969 gründete Zenker in Veitsch in Österreich eine Tochtergesellschaft. 1972 gründete Walter Zenker die Zenker-Plastic, ein weiteres Unternehmen, das kurz danach in Zenker-Fenster mit Sitz in Höxter-Lüchtringen umfirmierte.

1976 übernahm der Baukonzern Philipp Holzmann AG rund 10 Prozent der Geschäftsanteile und war ab 1977 mit 66 Prozent Mehrheitseigentümer an der Zenker-Häuser GmbH & Co.. 1986 wurde das erste Werk in Lüchtringen von einer Produktionsstätte in einen Montagestützpunkt für die Vertriebsregion Norddeutschland umgewandelt.

1987 war Philipp Holzmann Alleingesellschafter und 1988 erfolgte die Umfirmierung in Zenker-Hausbau GmbH. Das Werk in Lüchtringen wurde größtenteils aufgelöst und nach Michelstadt verlegt. Von den Umstrukturierungsmaßnahmen waren rund 90 Arbeitnehmer betroffen. Das Gelände wurde ab 1990 von der Weser-Fenster Lange GmbH, Vahlbruch zur Produktionsstätte für Kunststoff-Fenster genutzt.

1994 waren rund 1.000 Mitarbeiter bei der Zenker-Hausbau beschäftigt. Am 31. Dezember 1996 verkaufte die Philipp Holzmann AG ihre Geschäftsanteile an der Zenker-Hausbau GmbH & Co. in Michelstadt und der Zenker Hausbau GmbH & Co. in Veitsch an die Bien-Haus AG.

Bien-Zenker

Im Jahre 2001 wurde die ELK Fertighaus AG aus Schrems / Niederösterreich, führender Fertighaushersteller in Österreich, neuer Hauptaktionär der Bien-Haus AG. Die ELK-Bien-Zenker-Gruppe stieg damit im Fertighausbereich mit einem Umsatz von 250 Millionen Euro zu einem der Marktführer in Europa auf und kooperiert im Vertrieb auch mit dem Versandhaus Quelle GmbH.

Im Jahr 2003 firmierte die Bien-Haus AG um in Bien-Zenker AG und machte damit die Marke zum Unternehmensnamen. Im gleichen Jahr wurde die Holz-Ziegel-Massivwand vorgestellt, welche die bekannten Vorteile des Fertigbaus mit der Wärmespeicherfähigkeit und luftverbessernden Wirkung einer Ziegelsteinwand verbindet.

Im zweiten Quartal 2008 wurde das Werk in Michelstadt im Odenwald geschlossen. Die reine Hausbau-Produktion in Deutschland liegt nur noch in Schlüchtern.

Weblinks


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