Bierfiedler
Folkländer, Folkländer Bierfiedler,
Bierfiedler, Die sieben Leben
Gründung 1976
Auflösung 1991
Wiedervereinigung 1994
Genre Folk
Website [1]
Gründungsmitglieder
Gesang Elke Raaz
Gesang, Konzertina, Waldzither, Banjo Jürgen B. Wolff
Violine, Fiedel Gabi Lattke
Akkordeon, Gitarre, Mundharmonika, Gesang Horst Gröschel
Gesang Wolfgang Leyn
Gitarre, Gesang Peter Uhlmann
Kontrabass, Drehleier Ulli Doberenz

Folkländer war eine der erfolgreichsten Folkbands der DDR. Sie benannte sich nach zahlreichen Umbesetzungen mehrfach um, blieb aber im Kern die gleiche Band, die bis heute existiert.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Folkländer wurde 1976 von Jürgen B. Wolff und anderen Studenten in Leipzig gegründet und gehörte damit zu den ersten Folkbands in der DDR.

Zur damaligen Besetzung gehörten Horst Gröschel, Gabi Lattke, Wolfgang Leyn, Elke Raaz, Peter Uhlmann und Jürgen Wolf. Ende 1976 kam Uli Doberenz, 1978 Erik Kross und 1979 Manfred Manne Wagenbreth zur Band.

Der Name der Band beruht auf einem Wortspiel aus Folk und Vogtländer, da zwei der Gründungsmitglieder aus dem Vogtland stammen. 1976 organisierte Folkländer die 1. DDR-offene Folkwerkstatt in Leipzig. Nach einigen Umbesetzungen war Folkländer zeitweise ein Trio. 1980 begann die Zusammenarbeit mit der Tanzgruppe Kreuz und Square. Im selben Jahr erschien bei Amiga die Folk-LP Frisch auf ins weite Feld, auf der unter anderem fünf Folkländer-Titel vertreten waren. Im Folgejahr erweiterte sich die Band zeitweilig zur Folkländer Bigband. Im Januar 1982 entstand unter Leitung von Jürgen B. Wolff die Folk-Oper Die Boten des Todes, deren Premiere aber verboten wurde. Die Folkländer-LP Wenn man fragt, wer hat's getan erschien im Folgemonat. Die Gruppe verschrieb sich nun gemeinsam mit Kreuz und Square dem „Folkstanz“. Parallel dazu erfolgte die Umbenennung der Band in Folkländer Bierfiedler. 1985 wurde die Amiga-LP Folk's Tanz Haus veröffentlicht.

Bandgründer und Sänger Jürgen B. Wolff verließ im Februar 1985 die Folkländer Bierfiedler und wurde Mitglied des Folk-Kabaretts Duo Sonnenschirm. Die Folkländer Bierfiedler lösten sich 1991 auf und gründete sich 1994 als Bierfiedler neu. Parallel gründeten 1998 einige Mitglieder sowie wiederum Jürgen B. Wolff die Leipziger Folk Session Band. Die Band Bierfiedler wiederum nannte sich Anfang 2004 in Die sieben Leben um, unter welchem Namen sie bis heute in leicht geändertem Stil auftritt. Von März bis Juni 2008 ist die Band auf Abschiedstournee.

Musik

Anfangs war die Musik der Band hauptsächlich von westdeutschen Folk-Formationen wie Zupfgeigenhansel oder Liederjan beeinflusst. Einige Stücke dieser Gruppen wurden von Folkländer interpretiert und durch eigene Werke ergänzt. Folkländer spielten neben überwiegend fröhlichen Wander-, Gesellen- und Trinkliedern verstärkt ernste Stücke, die vom Elend der Menschen vergangener Zeiten handelten. Dies kann als eine Bekennung zum Sozialismus, aber auch als Kritik an den realen Zuständen in der DDR aufgefasst werden.

Einige Stücke der Band wurden im gemäßigten (also für Bewohner Mitteldeutschlands gut verständlichen) vogtländischen Dialekt gesungen. Als Beispiel sei die vogtländische Übersetzung des australischen Antikriegslieds Waltzing Matilda genannt.

Charakteristisch für die Musik der Band war in den Anfangsjahren die unverwechselbare Stimme Wolffs; nach seinem Weggang wurde Manfred Wagenbreth Leadsänger.

Diskografie

Folkländer

LPs

  • 1980: Frisch auf ins weite Feld (Sampler mit fünf Stücken von Folkländer (Amiga)
  • 1981: Wenn man fragt, wer hat's getan (Amiga)

Folkländer Bierfiedler

LPs

1985: Folk's Tanz Haus (Amiga)

CDs

  • 1991: Krach auf dem Heimweg

Bierfiedler

CDs

  • 1995: Der nächste Dampfer
  • 1995: Live at Killiwilly, mit Wimmerschinken (Löwenzahn)
  • Unser Handwerk ist verdorben (Löwenzahn)
  • 2000: Das Beste & Reste (Löwenzahn)
  • 2001: Unterm böhmischen Wind (Löwenzahn)
  • 2002: Nimm von mir (Löwenzahn)

Die sieben Leben

CDs

  • 2004: Die sieben Leben (Löwenzahn/Heideck)
  • 2005: Jeder weiß bescheid (Löwenzahn)

Weblinks


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