Big Bang Theory
Seriendaten
Originaltitel: The Big Bang Theory
Produktionsland: USA
Produktionsjahr(e): seit 2007
Episodenlänge: etwa 22 Minuten
Episodenanzahl: 38+ in 2+ Staffeln
Originalsprache: Englisch
Musik: Barenaked Ladies – „History Of Everything“
Genre: Sitcom
Erstausstrahlung: 24. September 2007
auf CBS

The Big Bang Theory ist eine US-amerikanische Sitcom von Chuck Lorre und Bill Prady, die seit September 2007 auf dem US-Fernsehsender CBS ausgestrahlt wird. Im März 2009 wurde die Serie um gleich zwei weitere Staffeln verlängert und wird so mindestens bis zur TV-Season 2010/2011 zu sehen sein.[1]

Die Serie handelt von zwei jungen Physikern, deren WG direkt neben der Wohnung einer hübschen Kellnerin liegt; dabei wird die geekhafte Art der Forscher durch die Naivität der klischeehaften blonden Frau kontrastiert.

Die Serie wird produziert von Warner Bros. Television und Chuck Lorre Productions.

Inhaltsverzeichnis

Ausstrahlung in Deutschland

Bis jetzt wurde die Serie im deutschen Fernsehen noch nicht ausgestrahlt, allerdings hat sich der Sender Pro7 bereits die Rechte daran gesichert.[2]

Besetzung

Hauptdarsteller

Gastauftritte

  • Sara Gilbert, als Dr. Leslie Winkle (diverse Auftritte)
  • Sara Rue, als Dr. Stephanie Barnett (diverse Auftritte)
  • Mark Harelik, als Dr. Eric Gablehauser (diverse Auftritte)
  • Laurie Metcalf, als Mary Cooper (Staffel 1, Folge 4)
  • DJ Qualls, als Toby Loobenfeld (Staffel 1, Folge 10)
  • Charlie Sheen, als er selbst (Staffel 2, Folge 4)
  • Riki Lindhome, als Ramona Nowitzki (Staffel 2, Folge 6)
  • James Hong, als Chen (Staffel 1, Folge 6 und 17)
  • Michael Trucco, als David Underhill (Staffel 2, Folge 11)
  • Christine Baranski, als Beverly Hofstadter, die Mutter von Leonard (Staffel 2, Folge 15)
  • Summer Glau, als sie selbst (Staffel 2, Folge 17)
  • George F. Smoot, als er selbst (Staffel 2, Folge 17)
  • Valerie Azlynn, als Alicia (Staffel 2, Folge 19)
  • Kevin Sussman, als Stuart (Staffel 2, Folge 20)

Rezeption

The Big Bang Theory wurde in über 50 Ländern ausgestrahlt. Laut der Nielsen Company ist die Serie bei Zuschauern der Altersgruppe 18 bis 49 Jahren die erfolgreichste Komödie, die in den Jahren 2007 und 2008 gestartet wurde.[3] Wie selbst eine flüchtige Untersuchung von Fanseiten klar macht, fühlen sich Geeks auf der ganzen Welt von The Big Bang Theory angesprochen.[4] Beispielsweise wurden die Schauspieler und Produzenten der Serie 2008 zur Comic-Con eingeladen, einem jährlichen Treffen von Comicfans.[5] Kunal Nayyar, der Darsteller von Rajesh, berichtet, dass viele Besucher der Comic-Con ihnen dafür gedankt haben, dass sie „unseren Leuten“ eine Stimme gegeben haben.[6]

Als die Serie anlief war es zunächst umstritten, ob die wissenschaftlichen Sachverhalte richtig dargestellt werden.[7] Spätere Kritiken, wie beispielsweise die von Jennifer Ouellette, loben die wissenschaftliche Korrektheit, die für eine Sitcom eine seltene Leistung sei. Dies wird vor allem dem Bemühen von David Saltzberg, einem Physiker von der University of California, Los Angeles, zugeschrieben, der als Berater für die Serie tätig ist.[8]

Nach Meinung von Andrew Zimmerman ist es nicht nötig die physikalischen Naturgesetze zu kennen um den Humor zu verstehen, aber für den, der sie versteht, werde eine zusätzliche Stufe von Vergnügen hinzugefügt. Weiter schreibt er: „The Big Bang Theory scheint bestrebt zu sein die Wissenschaft richtig darzustellen. Es ist lustig, gerade weil es so präzise ist, weil Witze nicht nur über die Forscher gemacht werden, sondern auch über das Universum, das sie studieren. Eben die Logik, die es ihnen erlaubt abstrakte Quantenphysik zu verstehen, ist es, die sie davon abhält normale Personen, wie Penny, zu verstehen.“[9]

Der Serie wurde der Vorwurf gemacht negative Klischees über Physiker zu verbreiten. Der Physiknobelpreisträger George F. Smoot, der in der Folge „The Terminator Decoupling“ in einem Gastauftritt zu sehen ist, hält die unbeholfenen sozialen Macken der Charaktere für „ein wenig überzeichnet“, aber er schätzt wie die Serie diejenigen repräsentiert, dessen Arbeit darin besteht rigoros zu denken.[3] Phil Plait berichtet, dass er einen Haufen Wissenschaftler kenne, die „unheimlich ganz genau“ wie die fiktiven Charaktere seien. Es werden zwar viele Witze zu Lasten der Geeks gemacht, aber seiner Meinung nach würden die Autoren sie preisen: „Sie sind klug, sie sind auf ihrem Gebiet erfolgreich, aber sie haben durchaus ihre Schwierigkeiten sich ins wahre Leben einzupassen und können ziemlich irritierend sein … aber am Ende empfinden wir Zuneigung für sie. Sie sind sympathisch. Es wäre einfach gewesen sie zur Zielscheibe von jedem Witz zu machen, aber das tun die Autoren nicht.“[10] Laut Jennifer Ouellette wurden die Charaktere beim Serienstart mit nur groben Strichen gezeichnet, haben sich aber mittlerweile zu deutlich komplexeren Versionen entwickelt.[11]

Natalie Angier nennt als eine mögliche Ursache, für die geringe Bedeutung von Frauen in der Physikforschung, „idiotische Fernsehserien wie The Big Bang Theory, mit vier sozial unbeholfenen männlichen Physikgenies und dem attraktiven blonden Mädchen von nebenan“.[12] Dem hat Heather Mac Donald erwidert, dass wenn eine Sitcom ein Hemmnis für Frauen darstellen würde, dann wäre dies ein Widerspruch zu der feministischen Behauptung, dass Frauen genauso taff wie Männer seien.[13] Luboš Motl hält die Serie für realistisch: „Jeder, der mal in ähnlichen Kreisen gelebt hat, muss wissen, dass diese Art der Geekhaftigkeit, die in The Big Bang Theory beschrieben wird, ein nahezu völlig männliches Merkmal ist. Es ist nicht zu 100 % männlich – und tatsächlich bietet uns The Big Bang Theory auch Leslie (und, in geringerem Maße, Ramona und Stephanie) – aber die Verteilung von verschiedenen Charaktertypen und der Geekhaftigkeit zwischen Männern und Frauen ist in der Fernsehserie überaus akkurat.“[14]

Paul Collins spekuliert darüber, ob Sheldon das Asperger Syndrom hat. Chuck Lorre hat dies dementiert. Aber auch wenn es nicht beabsichtigt gewesen sein sollte, seien die Autoren der Serie so oft nach dem Asperger-Syndrom gefragt worden, so dass sie sich über den Subtext klar sein müssten, wenn sie die Forscher diskutieren lassen ob Superman fliegt oder springt. Collins schreibt weiter: „Jetzt wo The Big Bang Theory überall, von Island bis zu den Philippinen, läuft, wird Sheldon zu einem Popkultur-Symbol für Aspies werden. Dies ist möglicherweise keine schlechte Sache. So sehr er andere auch zur Verzweiflung bringen kann, hat Sheldon sich doch bemerkenswert gut an seine Welt angepasst. Unterhalb des Slapstick ist The Big Bang Theory eine Meditation darüber, wie intelligente Menschen mit den ihnen gegebenen absurd ungleich verteilten Talenten umgehen. Für eine Komödie ist dies eine inspirierende – sogar edle – Ausgangsposition.“[15]

Episoden

DVD

Am 2. September 2008 ist die erste Staffel in den USA auf DVD (Regional Code 1) erschienen. Die Spieldauer beträgt 374 Minuten. Am 12. Januar 2009 ist eine Regional Code 2 DVD-Box der ersten Staffel in Großbritannien erschienen.

Einzelnachweise

  1. Weitere Staffeln für Cuocos "Big Bang Theory" im Serien-Network, aufgerufen am 19. März 2009
  2. «Aliens in America» & «Bang Theory» bei ProSieben (Quotenmeter.de)
  3. a b John Jurgensen: A Nerdy Comedy's Winning Formula, The Wallstreet Journal, 12. Dezember 2008
  4. Aaron Barnhart: How 'The Big Bang Theory' went from failed pilot to prime-time success, The Kansas City Star, 25. Januar 2009
  5. YouTube: Big Bang Theory panel at Comic Con 2008, 5. Dezember 2008
  6. Maria Elena Fernandez: 'Big Bang's' success: It's not rocket science, Los Angeles Times, 12. April 2009
  7. Rebecca Milzoff: Six Physicists Walk Into a Room…, New York Magazine, 24. August 2007
  8. Jennifer Ouellette: The Big Bang Theory, Symmetry Magazine, Januar/Februar 2008
  9. Andrew Zimmerman Jones: The Big Bang Theory – The Television Show, About.com, 13. Januar 2008
  10. Phil Plait: The Big Bang Theory, back on the air, Discover, 17. November 2008
  11. Jennifer Ouellette: Prime Time Science, Cocktail Party Physics, 28. September 2008
  12. Natalie Angier: In ‘Geek Chic’ and Obama, New Hope for Lifting Women in Science, The New York Times, 19. Januar 2009
  13. Heather Mac Donald : The Times’s Weak-Willed Women, City Journal, 28. Januar 2009
  14. Luboš Motl : The Friendship Algorithm, The Reference Frame, 20. Januar 2009
  15. Paul Collins: Must-Geek TV – Is the world ready for an Asperger's sitcom?, Slate, 6. Februar 2009
  16. YouTube: Physicists Gone Wild (englisch)

Weblinks


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