Big Bird
Logo bzw. Straßenschild der Sesamstraße
Bert (Figur aus der Sesamstraße) an einem Motorrad
Kermit (Figur aus der Sesamstraße) und sein Erfinder Jim Henson als Statue

Sesamstraße ist der Titel einer der erfolgreichsten Fernsehserien für Kinder im Vorschulalter. Die halbstündigen Folgen setzen sich zusammen aus sechs bis zehn kleineren, meist thematisch unabhängigen Einzelbeiträgen, die eine inhaltlich zusammenhängende Rahmenhandlung unterbrechen. Neben sketchartigen oder lehrreichen Puppendialogen („Ein Kreis ist rund.“, „So bin ich nah, jetzt bin ich fern“), Trickfilmen und Kinderliedern gibt es oft auch Realfilmbeiträge über einfache Situationen aus dem Kinderalltag oder über die Herstellung eines Produkts.

Inhaltsverzeichnis

Geschichtliche Entwicklung

Ursprung in den USA

Sesame Street, so der Originaltitel, startete am 10. November 1969 im US-Fernsehen. Die Rahmenhandlung spielte in der Sesame Street, einer im Studio nachgebauten Großstadt-Wohnstraße, in der es unter anderem ein Lebensmittel-Geschäft (Mr. Hooper (Herr Huber)) gibt. Neben menschlichen Bewohnern wie Bob und Susan trifft man hier Big Bird (Bibo) und andere Muppets. In einer der Mülltonnen im Hof wohnt Oscar the Grouch (der Griesgram). Einige dieser Original-US-Folgen wurden ab August 1972 im dritten Programm des NDR und 1973 in jenen des WDR und HR gezeigt und in den 1980er Jahren auch mehrmals während der Sommermonate in den Schulferien wiederholt.

Synchronisierte US-Folgen in Deutschland

Die deutsche Adaption der Sesame Street sollte im ersten Programm laufen, weil aber der Bayerische Rundfunk die soziale Situation in Deutschland in der Sendung nicht korrekt dargestellt sah, wurde die Sendung in allen dritten Programmen mit Ausnahme des Bayerischen Rundfunks gesendet. Die Erstausstrahlung erfolgte am 8. Januar 1973. Vollkommen neu war dabei, dass eine Kindersendung mehrmals in der Woche und zudem zweimal am Tag lief. Die Sesamstraße wurde von Montag bis Donnerstag um ca. 9:30 Uhr gesendet und abends um 18:00 Uhr oder 18:30 Uhr wiederholt. Zeitweise wurde freitags eine Folge in französischer Sprache ausgestrahlt. Nach ARD-internen Regelungen musste der BR die von ihm abgelehnte Sesamstraße durch eine Eigenproduktion ersetzen; so entstand Das feuerrote Spielmobil.

Oscar (Figur aus der Sesamstraße) in der Tonne

Der NDR übernahm dabei (damals in Kooperation mit dem WDR und dem HR) die deutsche Bearbeitung. Von 1973 bis Ende 1975 wurden 250 Folgen (mehrmals) ausgestrahlt. Dabei handelte es sich um für das deutsche Publikum nachbearbeitete, synchronisierte Fassungen der amerikanischen Originalsendung. Es wurden ausschließlich Puppen (Muppets von Jim Henson) und Schauspieler aus der Sesame Street in synchronisierter Fassung gezeigt. Lediglich wenige Einzelbeiträge stammten aus deutscher Produktion, etwa das Zeigen des Alphabets mittels Buchstaben aus Schriftzügen im Stadtbild. Die Titelmelodie stammt von Ingfried Hoffmann. Die bekanntesten Muppets der Einzelbeiträge waren Ernie & Bert, Kermit der Frosch, Grover (Grobi), Cookie Monster (das Krümelmonster), Oscar und Big Bird (Bibo).

Folgen mit deutscher Rahmenhandlung

Ab 1976 wurde die originale Rahmenhandlung nicht mehr gezeigt, da insbesondere die Figur des Oscar vehemente Proteste seitens der Elternschaft hervorrief. Stattdessen gab es eine filmisch erzählte Geschichte, die in keiner Straße spielte, so dass der Serientitel Sesamstraße nun nicht mehr nachvollziehbar war. Hauptfiguren waren ein kleiner Junge namens Bumfidel und seine Mutter.

Am 2. Januar 1978 startete eine „deutsche Sesamstraße“ als Rahmenhandlung, die im Studio Hamburg des NDR in Wandsbek produziert wurde. Bei dieser deutschen Kulisse handelte es sich aber weniger um eine Wohnstraße, als vielmehr um eine Art offenes Haus. Den Mittelpunkt bildete dabei die Küche mit einer Theke und Hockern davor. Hauptdarsteller waren von nun an zwei Menschen und zwei Puppen: Bei den Menschen handelte es sich um Schauspieler, eine Frau und einen Mann, die meist mit ihren wirklichen Vornamen auftraten. In der ersten Staffel übernahmen Henning Venske und Liselotte Pulver (Lilo) diesen Part. Später folgten unter anderem Ilse Biberti, Gernot Endemann, Manfred Krug, Uwe Friedrichsen, Hildegard Krekel, Ute Willing und Horst Janson. Für die beiden Puppen reiste eigens ein Henson-Mitarbeiter mehrere Wochen durch Deutschland, um sich bei der Gestaltung von Figuren inspirieren zu lassen, die dem deutschen Wesen entsprachen. So entstanden Samson und Tiffy – bis 1983 gespielt und geprägt von Peter Röders und Kerstin Siebmann-Röders. Samson als großer Bär nimmt dabei in etwa die Rolle von Bibo in der originalen Sesame Street ein. Weitere Menschen kamen nur ausnahmsweise vor (z.B. ein Postbote); weitere Puppen gab es zunächst nicht. Später kamen hinzu: Herr von Bödefeld, die Schnecke Finchen sowie Samsons Vetter Simson. Ein Bestandteil des Sendekonzeptes war es, hinter die Kulissen des Fernsehens zu blicken, also die Regie- und Kamera-Arbeit sowie die (damaligen) Möglichkeiten visueller Trickverfahren aufzuzeigen und ins Geschehen einzubinden. So konnten die „Bewohner“ jederzeit trockenen Fußes auf die Südseeinsel wandern und danach die Regie bitten, das Wasser einzublenden.

Höhepunkt dieser Phase stellte die große Zirkusgala anlässlich der 1000. Folge dar, bei der auch Original-Puppen aus den USA wie Bibo auftraten.

Ungeachtet der nun deutschen Rahmenhandlung lief Sesamstraße nach wie vor nicht regulär im Bayerischen Fernsehen; lediglich im Samstagnachmittagprogramm des ersten Programms konnte man dort eine Folge sehen.

Nach dem Großbrand

Nach einem Großbrand in den Wandsbeker Produktionsstudios 1988 und dem Tod des bisherigen Samsondarstellers Herbert Langemann wurde das deutsche Konzept der Serie einschließlich Vor- und Abspann erstmals auffällig inhaltlich und technisch überarbeitet; die bisherigen Kulissen wurden dabei durch neue – bestehend aus Vorgarten, Wald und Höhle – ersetzt. Zusätzlich wurden neue Puppen eingeführt, darunter ein Uhu und Rumpel aus der Regentonne, der den früheren Oscar ersetzte. Die ersten prominenten Mitspieler an der Seite der Puppen waren in diesem neuen Konzept Gernot Endemann sowie Hildegard Krekel. Seitdem traten aber auch immer wieder neue aktuelle Schauspieler und Prominente (z. B. Dirk Bach und Miriam Krause) in den Rahmenhandlungen auf.

Im Jahr 2003 wurde der 30. Geburtstag der Sendung aufwendig mit Sondersendungen und Bühnenshows in deutschen Bahnhöfen gefeiert. Nahezu gleichzeitig änderte die ARD die Ausstrahlungszeiten: Der traditionelle Termin am Vorabend (18:00 h bzw. 18:30 h) entfiel und wurde durch Termine im Frühprogramm bzw. mittags ersetzt. Dies führte vor allem bei Eltern und Freunden der Sesamstraße zu Protesten. Insgesamt wurden über 2000 Folgen gesendet.

Figuren der Sesamstraße

US-Figuren

Bibo und Klein Bibo

Bibo ist eine Großfigur. Er ist ein gelber Vogel, der in der amerikanischen Fassung Big Bird heißt. Bibo misst 8 Fuß und 2 Zoll (249 cm). Das Pendant zu Bibo ist Klein Bibo (Little Bird), der aber nur selten erscheint.

In den USA erschien 1999 eine Briefmarke, mit der die Sesamstraße geehrt wurde; als Motiv wurde Bibos Konterfei ausgewählt.

Die deutsche Stimme von Bibo war Wolfgang Draeger, die von Klein Bibo Inken Sommer.

Ernie und Bert

Ernie und Bert zählen zu den populärsten Figuren der Sesamstraße. Beide wohnen zusammen und sind ein Freundespaar, wie es unterschiedlicher nicht sein könnte.

Ernie (Geburtstag 28. Januar) stellt den spitzbübischen Part dar, voll kindlicher Naivität und Unbefangenheit. Er hat ein unbeschwertes Gemüt und macht Bert mit seinen nahezu anarchistischen Ideen und Einfällen oft das Leben schwer. Sein von den Kindern geliebtes Erkennungszeichen ist sein kehliges Kichern. Ernie ist bekannt für sein Quietscheentchen, außerdem macht er gerne laute und nervige Dinge, wie Schlagzeug- oder Klavierspielen. Zudem mag er Luftballons und wie viele andere amerikanische Kinder spielt er gerne Schlagball. Ernie hat eine Cousine, Ernestine.

Im Kontrast dazu verkörpert Bert (Geburtstag 26. Juli), der schon vom Aussehen her sehr streng wirkt (langer gelber Kopf mit einer strengen durchzogenen Augenbraue und ständig mit einem grün-orange-blau längsgestreiften Pullunder bekleidet), den stets korrekten, langweiligen und erwachsenen Typ. Er hat ein Faible für Tauben (speziell für seine Lieblingstaube Betty) und sammelt langweilig anmutende Dinge wie Kronkorken, Büroklammern und Papierschnitzel, außerdem liest er gerne Taubenwitzebücher und hört gerne Blasmusik bzw. Polka. Bert hat einen Zwillingsbruder, Bart (Bernd in der deutschen Version), und einen Neffen Brad (Gerd in der deutschen Version).

In den USA ist die Reihenfolge der Namen allerdings umgekehrt. Hier spricht man von Bert & Ernie.

Die Wechselbeziehung der beiden entgegengesetzten Charaktere bildet den Ansatzpunkt, aus dem sich die Handlungen der einzelnen Episoden entwickeln. Kinder können daraus lernen, sich mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen.

Bert wird von der Internetgemeinde oft ironisch als böse dargestellt, was sich in diversen Fotomontagen mit z. B. Hitler oder als Osama bin Laden zeigt. Siehe auch Bert is Evil.

Die Idee für Ernie und Bert ist vermutlich eine Hommage an die Figuren des Taxifahrers Ernie Bishop und eines Polizisten namens Bert in dem James-Stewart-Film Ist das Leben nicht schön? (Originaltitel: It’s A Wonderful Life).

In Deutschland wurde Ernie von Gerd Duwner synchronisiert (1973–1996); in den Jahren 1997–2001 von Peter Kirchberger und schließlich ab 2001 von Michael Habeck. Berts deutsche Synchronstimme stammte von Wolfgang Kieling (1973–1985). Ab 1986 übernahm nach Kielings Tod Horst Schön die Synchronisierung; derzeit stammt Berts deutsche Stimme von Christian Rode.

Ernie und Bert inspirierten Attik Kargar zu der nicht für Kinder geeigneten Parodie Bernie und Ert. Der Berliner Comiczeichner OL hat Ernie und Bert in einigen Strips als (polnische) Bauarbeiter parodiert.

Graf Zahl

Graf Zahl (im englischsprachigen Original: Count von Count oder kurz und doppeldeutig The Count) bringt in Anlehnung an die Darstellung von Graf Dracula Kindern im Vorschulalter das Zählen von Dingen bei. Häufig zählt er irgendwelche Dinge in seinem Schloss, wobei er ständig von den Fledermäusen umflattert wird, die zusammen mit ihm in dem Gemäuer hausen. Wenn er beim Zählen die Zahl erreicht hat, um die es in der entsprechenden Episode geht, lacht er laut auf, wobei es im Hintergrund blitzt und donnert.

Nur im englischen Original lässt sich das ursprüngliche Wortspiel nachvollziehen: to count bedeutet als Verb zählen, während count als Substantiv Graf bedeutet. So wird auch klar, warum die Figur gerade Graf Zahl heißt. Die Erfindung der Figur könnte sich auch auf den alten Volksglauben stützen, dass Vampire einem Zählzwang unterliegen[1].

Die deutsche Synchronstimme von Graf Zahl war Alf Marholm.

Grobi

Grobi (im englischsprachigen Original: Grover) ist ein liebenswertes, blaues und ziemlich schusseliges Monster.

Neben einer Reihe wechselnder Rollen (bei denen er sich stets total verausgabt) tritt er häufig als Kellner auf. In diesen Szenen wird entweder der Gast (durch den schlechten Service) oder Grobi (durch die übertriebenen und/oder wechselnden Ansprüche des Gastes) zur Verzweiflung getrieben. In einigen Sketchen erklärt er mit Kermit dem Frosch Zusammenhänge des Alltags, wobei Kermit doziert und Grobi die praktische Veranschaulichung unter vollem physischen Einsatz übernimmt – oder dies zumindest versucht. In Anlehnung an Superman erscheint statt Grobi zuweilen das Alter Ego Supergrobi. Hier trägt er einen Ritterhelm und einen flatternden Umhang und kann fliegen. Allerdings bringt er ausschließlich Bruchlandungen zu Beginn seines Einsatzes zustande. Als Supergrobi versucht er als Retter kleiner Mädchen und Kaninchen ebensolchen zu helfen. Regelmäßig bringt er sich dabei selbst in Schwierigkeiten. Gelegentlich erscheint auch Grobis Mutter, die ihm dann gute Ratschläge erteilt.

In frühen Folgen der Serie ist Grobi noch dunkelgrün statt blau.

Grobis deutsche Synchronstimme stammte ursprünglich von Karl-Ulrich Meves. Inzwischen wird er von Robert Missler gesprochen.

Kermit

Kermits Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood

Kermit ist ein grüner Frosch, der auch in der Muppet Show als Gastgeber auftritt. Dadurch nimmt er eine Sonderstellung ein: Bei den Merchandising-Produkten, insbesondere in den Illustrierten zur Sesamstraße, kommt Kermit nicht vor.

In der Sesamstraße erscheint er in den verschiedensten Einspielfilmen, darunter die „Sesamstraßen-Nachrichten“, welche er als Reporter moderiert: So ist er unter anderem in bedeutsamen Momenten von Märchen anwesend – wo meistens etwas anders lief als im Original. So lässt z. B. das schwerhörige Rapunzel nicht nur ihr Haar herab, sondern gleich die ganze Perücke fallen. Rotkäppchen und die drei kleinen Schweinchen sind ebenfalls in einzelnen Episoden zu Gast, genauso wie ein gewisser Udo Rumpelstilzchen. Weiterhin gehen die Sesamstraßen-Nachrichten auf humorvolle Art den Texten von Kinderliedern auf den Grund. Außerdem erklärt Kermit den Kindern Formen und Farben, wobei er nicht selten von seinem übermotivierten Assistenten Grobi oder dem Kekse suchenden Krümelmonster gestört wird.

Kermits deutsche Synchronstimme leiht ihm Andreas von der Meden für die Sesamstraße, in der Muppet Show war es Horst Gentzen, seit seinem Tod hört man auch hier die Stimme von Andreas von der Meden.

Kermit erhielt einen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood.

Krümelmonster

Das Krümelmonster (im englischsprachigen Original: Cookie Monster) ist ein großes Monster mit blauem Fell und rollenden Augen. Seine Leibspeise sind Kekse, die es so hastig und unflätig verzehrt, dass sich sein (deutscher) Name jeweils neu erklärt. Im Original spricht das Krümelmonster grammatisch falsch („Cookies! Me eat!“), in der deutschen Übersetzung spricht es jedoch ganz normal.

Es ist fast immer hungrig und fordert dann, völlig unabhängig vom aktuellen Gesprächsthema: „Keeekseee!“. Sein Hunger treibt das Krümelmonster auch oft dazu, die Dekoration der Bühnenbilder, in denen es sich bewegt, aufzuessen. Dies wird oft als komischer Effekt eingesetzt, etwa wenn das Krümelmonster einen Buchstaben erklären soll, ihn dann aber auffrisst. Obwohl es im hungrigen Zustand oft rabiat erscheint, ist das Krümelmonster doch gutmütig und nicht furchterregend. Es tut seinen Freunden immer nur kurz weh – bis diese es mit Essen, am besten mit Keksen, ruhigstellen. Selten taucht auch die Mutter auf. Sie sieht ihrem Sohn sehr ähnlich, ist aber auf dem Kopf stärker behaart und trägt im Gegensatz zum stets unbekleideten Krümelmonster Strickkleider.

Das Krümelmonster wurde in Deutschland synchronisiert nacheinander von

Sesamstraße-Lieder, in denen das Krümelmonster eine wichtige Rolle spielt, sind:

  • Hätt’ ich Dich heut erwartet (gesungen von Ernie)
  • Kekse
  • Oh, mein Keks ist zerkrümelt (Edgar Ott, mit dem Keks-Symphonieorchester)
  • Denn Keks schmeckt lecker, lecker, lecker (Edgar Ott, mit dem Keks-Symphonieorchester)
  • Ich verlor meine Kekse in der Diskothek, verlor sie bei der Disko-Musik…

Im Jahre 2005 geriet die Figur „Krümelmonster“ aus der Sesamstraße in die öffentliche Diskussion. Nachdem es 36 Jahre lang Kekse (manchmal zusammen mit der Schachtel) vertilgte, wurde für die neue Sesamstraßen-Staffel in den USA eine „Obst-Diät“ von der Produktionsfirma PBS angeordnet. Das Krümelmonster soll demzufolge vorwiegend Äpfel und Kohlrabi essen und sich nur noch ausnahmsweise einen Vollkornkeks genehmigen dürfen. Damit das blaue Monster immer wieder an eine gesundheitsbewusste Ernährung erinnert wird, begleiten es eine Karotte, Aubergine sowie ein Früchtemix als Chor. Was wie ein Scherz klingt, hat durchaus einen ernsthaften Hintergrund: In den USA leiden viele Kinder an Übergewicht aufgrund Bewegungsmangel und Fehlernährung.

In Deutschland werden die Folgen der Sesame Street, in denen das Krümelmonster seine Ernährung umgestellt hat, frühestens zwei Jahre nach der Produktion in den USA zu sehen sein. Jedoch ist die deutsche Sesamstraße in Bezug auf Ernährung einen Schritt weitergegangen und hat schon, bevor die Diskussion in den USA aufkam, das Thema Kochen als einen Schwerpunkt in die Kinderserie implementiert; durch den Teil der Sendung führt Alfred Biolek.

Lulatsch

Beim heutigen Lulatsch – ein großes, kräftiges Monster mit hellblauem Fell und einer durchgehenden Augenbraue – handelt es sich um das ursprüngliche Herry Monster, welches unter dem Namen Harry auch in Deutschland erschien. Der ursprüngliche Lulatsch war (als er noch Harry hieß) eine Puppe, die besser zum Namen passte: ein großes, schmalschultriges Monster mit sehr breiter Nase. Manchmal wird jedoch auch das Beautiful Day Monster in der deutschen Version Lulatsch genannt.

Lulatsch wurde in Deutschland synchronisiert von Jochen Sehrndt.

Mumpitz (Beiname „der Große“)

Mumpitz ist ein sympathischer Zauberer, der sich stets als „Der Große Mumpitz“ vorstellt (im amerikanischen Original The Amazing Mumford) und anschließend sein Können mit Zauberstab, Zylinder und dem Zauberspruch „Schwuppdiwupp, Rubbeldidupp, Schnipp-Schnapp!“ demonstriert. Das Ergebnis ist stets nicht das von Mumpitz erwünschte und wird auch bei anschließenden weiteren Zauberversuchen nie zufriedenstellend erreicht. Gelegentlich drängt sich Grobi als ungebetener Assistent auf, wobei er dann unmerklich Opfer der Zauberkunst des „Großen Mumpitz“ wird.

Mumpitz wurde in Deutschland synchronisiert von Helmo Kindermann.

Oscar

Oscar the Grouch (Griesgram) ist eine Stoffpuppe mit breitem Kopf und zottigem grünem Fell. Er lebt in der Sesamstraße in einer Mülltonne vor dem Haus, aus der er gelegentlich auftaucht, meist, um seine schlechte Laune zu verbreiten. Durch seine invertierte Wahrnehmung von schön—hässlich, angenehm—unangenehm stellt er Selbstverständliches bei den jungen Zuschauern in Frage (so erfreut er sich etwa an der eigenen schlechten Laune). Der Abfall liebende Oscar stand bei manchen Eltern im Verdacht, einen schlechten Einfluss auf das junge Publikum auszuüben (vgl. das Lied: „Ich mag Müll. Alles was schmutzig ist, stinkig und dreckig. Ja ich mag Müll!“) und wurde nach ein paar Jahren durch den braveren Rumpel ersetzt.

In den ersten US-Folgen trug Oscar noch ein oranges Fell, in denen der deutschen Adaption war er aber von Beginn an grün, seit der Übernahme der Rahmenhandlung durch Samson, Tiffy und anderen ist er jedoch nur noch selten zu sehen.

Oscar wurde in Deutschland von Gottfried Kramer synchronisiert. Nach dem Tod von Kramer übernahm Michael Lott den Synchronpart für Oscar.

Robert

Robert (im englischsprachigen Original: Guy Smiley) war der immer lächelnde (engl. to smile = lächeln), dauerredende Moderator diverser Game-Shows in der Serie, in denen verschiedene Figuren als Kandidaten auftraten. Robert war als Parodie auf den US-kanadischen Quizmaster Jim Perry konzipiert. Der Name in der deutschen Sesamstraße leitet sich von Robert Lembke ab, seine Shows ähneln oft dem Konzept von Lembkes Ratesendung Was bin ich?.

Aufgrund des Todes von Jim Henson im Jahre 1990 schied die Figur, die Henson im Original selbst sprach, aus der Serie aus.

Schlemihl

Schlemihl (im Original: Lefty, the Salesman), ein Händler in der Sesamstraße, trägt einen langen Mantel und versucht mit stets etwas dubios anmutenden Geschäftspraktiken seine Partner über den Tisch zu ziehen. Im Auftreten erinnert er stark an einen Schwarzmarkthändler, der illegal seinem Geschäft nachgeht. Legendär seine Versuche Buchstaben oder Zahlen zu verkaufen, wobei er regelmäßig mittels „Psssst“ auf die Exklusivität des Angebots (in der Innenseite seines Mantels befestigt) hinweist. Meist ist es Ernie, auf den er als Geschäftspartner trifft; typischer Dialogbeginn: „He, Du!“ – „Wer, ich?“ – „Psssst!“ - (leiser) „Wer, ich?“ - „Genaaaaau…“. Schlemihl wurde in Deutschland zunächst von Reiner Brönneke, später von Horst Stark synchronisiert.

Susanne Klickerklacker

Susanne Klickerklacker (im Original: Alice Braithwaite Goodyshoes) ist ein neunmalkluges, arrogantes kleines Mädchen, das die Unterschiede zwischen durch und herum, nass und trocken, oben und unten zu erklären versucht. Ihre Vorträge beginnen mit: „Ich heiße Susanne Klickerklacker, wie ihr vielleicht wisst. Und ich bin das klüüügste Mädchen der Welt!“ Oftmals erscheint ein Monster und ihr Auftritt endet nach 30 Sekunden im Missgeschick.

Die Zeichentrickfigur Susanne Klickerklacker wurde nur während der ersten Staffel der amerikanischen Sesamstraße (1969–1970) produziert und in den darauf folgenden Jahren häufig wiederholt.

Figuren in der deutschsprachigen Produktion

Samson

Samson ist der naive Partner der altklugen Tiffy. Samsons Bruder heißt Simson, wie (angeblich) auch sein Großvater.

Samson ist eine Großfigur mit zotteligem braunem Fell, die einen Bären darstellt. Es handelt sich um eine schwingend aufgehängte Puppe, bei der der Körper nach dem Hosenträger-Prinzip frei schwingend an einem Gestell hängt, während der Kopf durch ein Schultergestell getragen wird. Der Puppenspieler sieht über einen im Kopfinneren angebrachten Monitor, wohin er sich bewegt.

Samson hat im Übrigen eine Vorliebe für Würstchen, gebrannte Mandeln und sein Schnuffeltuch. Simson erscheint selten, er unterscheidet sich kaum von Samson, trägt aber eine Fliege und eine Baskenmütze. Seit 1999 taucht Simson jedoch nicht mehr in der Sendung auf.

Samson wurde ursprünglich gespielt von Peter Röders (1978–1983), in den Jahren 1986 bis 1988 von Herbert Langemann und nach dessen Tod ab 1989 von Matthias Bullach. Seit 1991 spielt der studierte Opernsänger Klaus Esch (u. a. Theater Lübeck) die Figur des Samson.

Tiffy

Tiffy, eine rosafarbene, vogelartige Klappmaulpuppe mit frisurähnlichen Federn, ist eine der weiblichen Protagonisten der Serie. Eines ihrer Hobbys ist das Reparieren von Weckern. Ebenso wie bei Herrn von Bödefeld ist bei Tiffy immer nur die obere Hälfte der Puppe sichtbar. Seit 1978 wirkt Tiffy im Ensemble der Sesamstraße mit. Tiffy wurde gespielt von Martina Klose (Hände) und Kerstin Siebmann-Röders (Kopf).

Nach dem großen Brand in den Wandsbeker Produktionsstudios des NDR 1988, bei dem alle Puppen verbrannten, wurde die Sendung mit neuen Puppen weiterproduziert. Die neue Tiffy entspricht optisch eher dem Kindchenschema und wurde von 1986 bis 2000 von Marita Stolze (Kopf, Stimme) und Karime Vakilzadeh sowie Karin Kaiser (Hände) gespielt. Von 2001 bis 2004 wurde sie von Sabine Falkenberg gespielt und fortan als Monsterkind bezeichnet.

Im Jahr 2005 schied Tiffy nach 27 Jahren vorerst aus dem Ensemble der Sesamstraße aus und wurde durch die Monster-Figuren Moni, eine alleinerziehende Mutter, und deren Tochter Lena vertreten.

Herr von Bödefeld

Uli von Bödefeld (genannt: Herr von Bödefeld) sollte ursprünglich von Blödefeld heißen, da er als eindeutiger Negativcharakter ausgelegt war. Er tauchte ab etwa 1983 bis zum Großbrand 1988 auf.

Herr von Bödefeld legte stets Wert darauf, gesiezt und mit von angesprochen zu werden („Soviel Zeit muss sein!“). Oft war er für die spezifischen Probleme der übrigen Figuren verantwortlich. Er wirkte androgyn, das heißt man ordnete ihm kein eindeutiges Geschlecht zu. Affektiertes Sprechen und Gebaren wie ständiges Haare-Zurückstreichen, eitles Kopf-in-den-Nackenlegen bewirkten eine gewollt negative Konnotation. Die Puppe besaß eine blassrosa Farbe, eine Art Nasenbärschnauze, eine orangefarbene Rastafrisur und dürre Ärmchen zum korpulenten Körper. Sichtbar war – ähnlich wie bei Tiffy – immer nur der obere Teil der Puppe.

Herr von Bödefeld schied 1990 aus dem Ensemble der Sesamstraße aus, da die Lizenz für die Puppe nicht verlängert wurde. Er wurde ab 1990 durch den Griesgram Rumpel, einen deutschen Verwandten von Oscar aus der Mülltonne, ersetzt.

Herr von Bödefeld wurde gespielt von Benita Steinmann.

Finchen

Finchen ist eine vormals männliche, jedoch seit den 90er Jahren weibliche Schnecke.

Finchen wurde ursprünglich (in den 80ern) gespielt von Lothar Klose, in den 90ern dann von Uta Delbridge und aktuell von Andrea Bongers.

Rumpel

Rumpel ist ein grüner Griesgram und kam 1989 zur Sesamstraße hinzu. Als die Studiokulisse nach dem Brand neu aufgebaut wurde, zog Rumpel mit seinem Regenfass, in dem er lebt, in die Sesamstraße ein.

Rumpel wird seit Beginn von Achim Hall gespielt und ist, wie bei z. b. Tiffy auch, stets hinter einer Fassade, meistens jedoch in seinem Fass zu sehen, da man von der Figur nur den oberen Teil sehen kann.

Rumpel ist auch heute noch in der Sendung zu sehen.

Weitere Figuren

Figuren aus der Sesamstraße
  • Beautiful Day Monster (in den deutschen Versionen schlicht „Das Monster“, manchmal auch „Lulatsch“ genannt)
  • Betty Lou, ein kleines blondes Mädchen mit rosa Haut, das oft mit dem Beautiful Day Monster zusammen auftritt
  • Briefkasten-Oma
  • Buh (Friedrich Wollweber)
  • Denkedran Jost, der vergessliche Cowboy, und seine Freundin Klementine (Forgetful Jones)
  • Don Schnulze (deutsche Stimme: Peter Kirchberger) (Don Music)
  • Elmo, der in den ersten Jahren in der deutschen Version ein weibliches Monster war und Elma hieß (Sabine Falkenberg)
  • Feli Filu (Karin Kaiser)
  • Grobis Stammgast im Restaurant
  • Gustav
  • Herbert Leichtfuß (Herbert Birdsfoot)
  • Hänschen Kichererbse, ein tolpatschiger Witzbold, dem es meist nicht gelingt, sein Gegenüber hereinzulegen
  • Pferd (Carsten Haffke)
  • Professor Hastig (deutsche Stimme: Günther Jerschke) (Professor Hastings)
  • Sherlock Humbug, „der größte Detektiv der Welt“ (deutsche Stimme: Horst Stark) (Sherlock Hemlock)
  • Sina
  • Telly
  • Wolle (Martin Paas)
  • Zagg
  • Eberhart Freitag (Roosevelt Franklin)
  • Die Yip-Yips, die Außerirdischen, die außer den dauernden abgegebenen Laut „Yiep-Yiep“ ab und zu ein paar Brocken gekautes Englisch von sich geben
  • Blaffido Flamingo (Opernsänger Flamingo) (Plácido Flamingo)
  • Wolf vom Wörtersee (Carsten Haffke)

In der Version der Sesamstraße, die in Südafrika ausgestrahlt wird (dort Takalani Sesame), gibt es seit 2002 den HIV-positiven Charakter Kami, mit dem gegen die dort herrschende Diskriminierung von AIDS-Erkrankten angekämpft werden soll.

Siehe auch: Plonsters

Schauspieler in der Sesamstraße

1978–1986

1986–2007

ab 2008

Musik

  • Titellied: Der, die, das (wer, wie, was – wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt, bleibt dumm!) (Musik: Ingfried Hoffmann, Text: Volker Ludwig), 1.Version Gesungen vom : Hamburger Kinderchor Vineta
  • Máh-Ná-Máh-Ná (Original von Piero Umiliani, 1968)
  • Quietscheentchen mit Ernie (Original: „Rubber Duckie“ von Jeff Moss 1970 für die amerikanische Sesamstraße)
  • Hätt' ich dich heut' erwartet (hätt' ich Kuchen da) - Ernie und Krümelmonster (If I Knew You Were Comin' I'd've Baked A Cake, Eileen Barton von 1950, geschrieben von Bob Merrill, Al Hoffman und Clem Watts)
  • In dem grün-gelben U-Boot leben wir (Yellow Submarine, Beatles)
  • Ich wollt' ich wär unten im Meer, ja im Garten eines Kraken möcht ich sein (Octopus's Garden, Beatles vom Album Abbey Road)
  • Ich mag Müll mit Griesgram Oscar (Original „I Love Trash“)
  • Lulu ist wieder da mit Tony und Beautiful Day Monster (Original: „Lulu's back in town“ Filmmusik aus „Broadway Gondolier“, 1935–Musik: Harry Warren, Text: Al Dubin, Interpret: Dick Powell)
  • Wendy mit Tony und Beautiful Day Monster (Original: „Windy“ von 1967–Text: Ruthann Friedman, Interpreten: The Association)
  • Telefon Rock mit Little Jerry und den Monotones (Original „Telephone Rock“ von Christopher Cerf und Norman Stiles 1975 für die amerikanische Sesamstraße)
  • abcdefghi jkl mnopqr stuvw xy z mit Bibo und Susanne (Dt. Musik: Ingfried Hoffmann / US-Original-Musik: Joe Raposo, Text: Jon Stone und Joe Raposo, 1970)
  • Es ist nicht einfach, allein zu sein von Kermit [später in der Muppet Show Es ist nicht einfach, grün zu sein] (Original: Bein' Green Musik und Text: Joe Raposo für die amerikanische Sesamstraße 1970)
  • Ich pfeif' ein frohes Lied („Wenn mich die Angst beschleicht“)
  • Wir gehörn zusammen (los, zusammen, jetzt; Refrain: All Together Now, The Beatles)

Es wurden viele weitere Lieder komponiert und auch auf CDs und MCs veröffentlicht. Zahlreiche Lieder bekannter Interpreten, v. a. der Beatles, wurden für klassisch gewordene Sketche verwendet (Yellow Submarine - das grün-gelbe U-Boot; Octopus's Garden - im Garten eines Kraken)

  • Baby zähl mal bis neun für mich (Graf Zahl)

Auszeichnungen

1999 wurde Wolfgang Buresch für seinen persönlichen Einsatz in der Sesamstraße für den Adolf-Grimme-Preis nominiert.[2]

Vermarktung

Mit der Puppe Tickle Me Elmo schuf der Spielwarenhersteller Mattel, angelehnt an der Figur Elmo, eines der 1996 meistverkauften Spielzeuge auf dem US-amerikanischen Markt. Sie war und ist noch immer eines der erfolgreichsten Produkte des Konzerns. Sowohl der Tickle Me Elmo der ersten Generation als auch sein Nachfolgemodell T.M.X. waren bei den Kunden so beliebt, dass es bei Verkaufsstart zu Handgreiflichkeiten in den Läden kam.

Weiterführende Informationen

Einzelnachweise

  1. Eduard Hoffmann-Krayer, Hanns Baechtold-Staeubli (Hrsg.): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Bd. 6, Reprint. de Gruyter, Berlin 2002, S. 819, ISBN 3-11-006594-0
  2. Internet Movie Database

Literatur

  • Marina Wladkowski: Kinderfernsehen in Deutschland zwischen Qualitätsansprüchen und Ökonomie unter Berücksichtigung der Vorschulserie Sesamstraße. Dissertation, Universität Braunschweig 2003 (E-Text)

Weblinks


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