Bigwall-Klettern

Das Bigwall-Klettern (engl. big wall „große Wand“) bezeichnet beim Bergsteigen und Klettern das Durchsteigen von hohen Felswänden, die normalerweise nicht innerhalb eines Tages geklettert werden können, so dass unterwegs biwakiert werden muss.

Das Bigwall-Klettern entstand im Yosemite Valley (USA), wo zahlreiche hohe und steile Granitwände Biwaks erfordern, für die es zum Teil keine geeigneten Felsvorsprünge oder Bänder gibt. Daher wurden so genannte Portaledges entwickelt, gewissermaßen Zelte mit einem stabilen Untergestell, die an ihrer Spitze an einem Haken aufgehängt werden können. In diesen wird dann unter Umständen hunderte von Metern über dem Boden hängend geschlafen. Alle Vorräte, selbst Wasser für die gesamte Tour und die umfangreiche Kletterausrüstung werden mitgenommen und jeweils nach dem Klettern einer Seillänge in einem Sack nachgezogen.

Bigwall-Routen werden zumeist teilweise in technischer Kletterei begangen, da freie Kletterei häufig nicht möglich ist oder sehr zeitaufwendig wäre.

Literatur

  • John Long, John Middendorf: How to Climb: Big Walls. Chockstone Pr Inc, 1994, ISBN 978-0934641630.
  • Jared Ogden: Big Wall Climbing: Elite Technique. Mountaineers Books, 2005, ISBN 978-0898867480, S. 1.

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