Bikesharing

Bei Fahrradvermietungen (umgangssprachlich auch Fahrradverleih) kann man zwischen dem traditionellen Modell der touristisch orientierten Fahrradvermietung und dem neueren Modell eines Netzes von Selbstbedienungsstationen zur Fahrradvermietung unterscheiden. Letztere schaffen die Stadtverwaltungen vor allem, damit die Bewohner der Stadt ihre alltäglichen kurzen Wege bequem, umweltfreundlich und bewegungsaktiv zurücklegen können. Damit soll eine nahezu schadstoffreie und kostenlose Alternative zum zunehmenden Autoverkehr (MIV) geschaffen werden, um in den Städten die Luft- und Lebensqualität zu verbessern und gleichzeitig den Fahrraddiebstahl als wichtiges Nutzungshindernis für Fahrräder einzudämmen.

Inhaltsverzeichnis

Vergleich verschiedener Formen

Vergleichskriterien der Fahrradvermietungen Touristisch orientiert bewohnerorientiertes Netz von Fahrradmietstationen
Zugang Personaldokument als Pfand Kundenkarte bzw. (Mobilfunk-)Telefon nach Anmeldung
Fahrradmodell handelsüblich Spezialanfertigung
Mietdauer 1 Stunde – mehrere Tage wenige Minuten bis wenige Stunden
Öffnungszeiten begrenzt 24 h
Netzcharakter nein ja
Rückgabeort gleich Ausgabeort beliebige Station innerhalb des Netzes
Einwegfahrten möglich nein ja
Personal benötigt bei Ausgabe, Rückgabe und Wartung bei Reparatur, Wartung und Distribution
Zielgruppe Touristen Bewohner und deren Alltagswege
Bezahlung vor allem Nutzer Werbung, Parkgebühren, Maut, geringer Teil vom Nutzer

Touristisch orientierte Fahrradvermietungen gibt es in Deutschland[1] und Holland[2] sowie in der Schweiz[3] an vielen Bahnhöfen und werden oft vom Betreiber der Bahn angeboten. Das System Rent a Bike in der Schweiz ist insofern einmalig, als es die Rückgabe der Fahrräder an einem anderen Mietbahnhof und somit Radtouren durch die ganze Schweiz erlaubt. Zusätzlich gibt es in der Schweiz in fast allen großen Städten touristische Vermietungsangebote, die dort jedoch über Werbung am Rad und Wiedereingliederungsprogramme finanziert werden und somit kostenlos für den Nutzer sind. Im Folgenden wird vor allem auf das Netz der Fahrradmietstationen näher eingangen.

Netz öffentlicher Fahrradmietstationen

City Bike Stockholm

Beim Netz öffentlicher Fahrradmietstationen handelt sich um ein Netz von Fahrradstationen, die die einfache selbstständige Entnahme und Rückgabe von öffentlichen Mieträdern an abschließbaren Stellplätzen ermöglichen, meist mit Hilfe von elektronischen Kundenkarten. Diese Kundenkarten dienen sowohl zur Abrechnung als auch Identifizierung der Nutzer und beugen damit Vandalismus und Diebstahl vor.

Diese Fahrradstationen gehören häufig zum öffentlichen Personennahverkehr und sind geeignet, um kurze und mittlere Distanzen in Städten zurückzulegen, die für den motorisierten ÖPNV oder das Auto zu nah gelegen sind, aber zu Fuß zu weit entfernt sind. Oft ist die erste halbe Stunde der Fahrradmiete kostenlos oder bereits in der jährlichen Gebühr enthalten. Das Verkehrsmittel Fahrrad ist öffentlich durch die Stadtverwaltung bestellt, obwohl es privates Firmeneigentum ist. Fahrradmietstationen sind eine relativ neue öffentliche Dienstleistung im Umweltverbund, die in Städten als verkehrsberuhigenden Maßnahmen zur nachhaltigen Gestaltung von persönlicher Mobilität als umweltfreundliche, platzsparende und kostengünstige Alternative zum Auto und zum privaten Fahrrad angeboten werden. Durch dieses Angebot sinkt erheblich die Wahrscheinlichkeit als Fahrradfahrer sein Gefährt durch Diebstahl zu verlieren. Zusätzliche Bedeutung erhält dieses Angebot durch die Pläne von Fahrverbotszonen für motorisierte Fahrzeuge nach der Feinstaubverordnung in verschiedenen deutschen Städten.

Funktionsweise

Das Informationsangebot der Stationen wird vor allem internetgestützt bedient und abgefragt. Interessierte Personen können sich über eine Webseite des städtischen Anbieters oder direkt in einem Kundenbüro anmelden. Bei der Anmeldung, für die man eine Kreditkarte und Ausweisnummer braucht, wird ein Kundenkonto eingerichtet, auf das der Kunde dann online zugreifen kann und seine Nutzungsdaten einsehen kann. Wenige Tage nach der Anmeldung bekommt er per Post eine Stationsübersicht, eine Kurzanleitung sowie seine Benutzerkarte zugesendet. Nach der Freischaltung der personengebundenen Benutzerkarte auf der Webseite kann er Fahrräder aus den Stationen entnehmen und benutzen.

Das Angebot funktioniert mit Hilfe von automatisierten Fahrradstationen, die im Abstand von zirka 300 bis 400 m verteilt sind, oft auch an den Haltestellen der Metro. Jede Station hat abschließbare Stellplätze für die Fahrräder und ist informationstechnisch in Echtzeit mit einem Zentralcomputer verbunden. Jeder Stellplatz hat Öffnungen, in die die Bolzen des Fahrradrahmens eingeführt werden. Für die Entnahme eines Fahrrades muss der Nutzer nur seine Kundenkarte kontaktlos an das „Service Acces Terminal“ halten und bekommt auf dem Display die Stellplatznummer angezeigt, von der er „sein“ Fahrrad entnehmen kann. Während er zum Stellplatz geht, öffnet sich eine elektromechanische Schließvorrichtung.

Gebührenstruktur

Während der Benutzung, die meist die erste halbe Stunde kostenlos ist, steigt die Gebühr mit der Zeit überproportional, um den Nutzer nach der Benutzung zu einer raschen Rückgabe an einer Station zu motivieren. Nur so kann eine häufige Nutzung (10 bis 15 mal täglich) der Fahrräder sichergestellt werden. Für über 90 % der Benutzer endet die Fahrt jedoch nach einer halben Stunde kostenlos (Erfahrung aus Lyon, Paris und Barcelona). Es muss so nur eine geringe wahlweise jährliche oder wöchentliche Grundgebühr bezahlt werden.

Finanzierung

Die Finanzierung erfolgt entweder über städtische Umweltabgaben (zum Beispiel Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung oder Innenstadtmaut) oder durch die Erlaubnis an den Betreiber zur Installation von Außenwerbung in der Stadt oder an den Fahrrädern selbst. Der Nutzer selbst zahlt oft nur eine sehr geringe jährliche Gebühr. Eine Ausnahme davon ist ausschließliche Bezahlung durch den Nutzer bei Call-a-Bike flex. Die Kosten für den Betreiber schwanken je nach System zwischen 1.500 und 3.000 Euro pro Fahrrad und Jahr.

Extern finanzierte Mietsysteme

Zur Erklärung siehe Vergleichstabelle und Finanzierung.

Call a Bike fix

  • Stuttgart
Call a Bike fix Station in Stuttgart

Im Juni 2007 wurde in Stuttgart das Call a Bike fix System eingeführt, bei dem der Kunde zirka 400 Fahrräder von zirka 633 Abstellplätzen an 64 festen Stationen[4] mieten und zurückgeben kann.[5] Dabei ist die erste halbe Stunde der Nutzung kostenfrei.[6] Anschließend wird im Minutentakt abgerechnet, 6–8 Cent pro Minute je nach Tarif. Die durch die kostenfreie Nutzung entstehenden Einnahmeausfälle von jährlich zirka 110.000 € trägt die Stadt Stuttgart, um „den motorisierten Individualverkehr reduzieren und die Schadstoffbelastung für die Bevölkerung senken“[7][8] zu können. Ende Juli 2007 waren zehn Tage nach der offiziellen Eröffnung 658 Kunden in Stuttgart registriert. Sie können bei Bedarf auch in anderen Städten Call a bike flex nutzen. 2007 endeten 80 Prozent der Ausleihen innerhalb der kostenlosen halben Stunde. 47 Prozent der Nutzer kombinieren das Angebot mit anderen Angeboten des ÖPNV[9] Das Angebot in Stuttgart geht von Mitte Dezember bis Mitte März in die Winterpause. Anders als beim „Call a bike flex“ erhält der Nutzer in Stuttgart auf Wunsch telefonische Auskunft, wo er freie Fahrräder findet, wenn an der Station kein Fahrrad vorhanden ist.[10] Ein privates Dienstleistungsunternehmen übernimmt für DB Rent die Wartung, Reparatur und Distribution der Räder. Die Eröffnung weiterer Stationen ist von der konkreten Nachfrage abhängig. Vorteil der festen Stationen ist die leichtere Auffindbarkeit der Räder, nachteilig ist die Möglichkeit der Überfüllung einer gewünschten Zielstation bei ungenügender Redistribution, wodurch der Nutzer gezwungen ist, das Mietfahrrad an einer anderen freien Station zurückzugeben.

  • Hamburg

In Hamburg gibt es ab dem Jahr 2009 ebenfalls das Call a Bike fix System mit 1.000 Fahrrädern an 70 Stationen.

  • ICE-Stationen

Ab April 2009 soll an insgesamt 30 Haltestellen des ICE solche Systeme installiert werden. Hierbei wird in der Regel lediglich eine einzige Entleihstation direkt am Bahnhof existieren.[11]

Barcelona

Eine Fahrradstation des Bicing
Bicing-Fahrrad
Wagen zur Umverteilung und Instandhaltung der Räder des Bicing

Bicing ist ein öffentliches Dienstleistungsangebot in Barcelona zur automatisierten Vermietung von Fahrrädern für kurze Distanzen mittels eines flächendeckenden Netzes von Fahrradstationen. Er ist Teil des Angebots des kommunalen Eigenbetriebs B:SM (Barcelona Serveis Municipals) und der Betrieb dieser Ergänzung zum ÖPNV wurde für 10 Jahre an das amerikanische Unternehmen für Außenwerbung „Clear Channel“ vergeben, mit Verlängerungsmöglichkeit auf 15 Jahre.

Das Angebot wurde nach sorgfältigem Studium des Lyoner Vorbildes Vélo'v am 22. März 2007 eingeweiht und verfügt Ende Juni 2008 über zirka 384 auf der Fläche des Stadtzentrums verteilte Fahrradmietstationen, die zirka 5.500 Fahrräder bereithalten. Ende Februar 2009 hat das System 186.944 registrierte Nutzer. Seit dem Jahr 2009 stieg der jährliche Nutzungspreis auf 30 Euro. [12]

Funktionsweise

Das Angebot soll vor allem internetgestützt bedient und abgefragt werden. Interessierte Personen können sich über die Webseite von Bicing oder direkt im Kundenbüro von Bicing anmelden. Bei der Anmeldung, für die man eine Kreditkarte, eine Ausweisnummer sowie eine spanische Adresse braucht, wird ein Kundenkonto eingerichtet, auf das der Kunde dann online zugreifen kann und seine kostenpflichtigen Nutzungen einsehen kann. Wenige Tage nach der Anmeldung bekommt man per Post eine Stationsübersicht, eine Kurzanleitung sowie seine Benutzerkarte zugesendet. Nach der Freischaltung dieser personengebundenen Benutzerkarte auf der Firmenwebseite kann man Fahrräder aus den Stationen entnehmen und benutzen.

Für Touristen bieten sich nur andere private Anbieter an, da die ursprünglich geplante Wochenkarte wegen juristischen Widerständen des Verbandes der Fahrradvermieter aufgegeben wurde. [13]

Bicing funktioniert mit Hilfe von automatisierten Fahrradstationen, die im Stadtzentrum im Abstand von 300 bis 400 m verteilt sind, oft auch an den Haltestellen der Metro. Jede Station hat zwischen 15 und 30 abschließbare Stellplätze für die Fahrräder und ist informationstechnisch in Echtzeit mit dem Zentralcomputer verbunden. Jeder Stellplatz hat zwei Öffnungen, in die die Bolzen des Fahrradrahmens eingeführt werden. Für die Entnahme eines Fahrrades muss der Nutzer nur seine Kundenkarte kontaktlos (RFID-Technologie) an das „Service Acces Terminal“ halten und bekommt auf dem Display die Stellplatznummer angezeigt, von der er „sein“ Fahrrad entnehmen kann. Während er zum Stellplatz geht, öffnet sich die elektromechanische Schließvorrichtung und es blinkt die grüne Lampe dieses Stellplatzes, um die Entnahmemöglichkeit zu signalisieren.

Um das Fahrrad aus dem Stellplatz zu entnehmen, muss es einfach am Lenker hochgehoben werden. Am vom Zielort nächstgelegene Fahrradstation angekommen, wird das Fahrrad einfach in einen durch eine grüne Lampe signalisierten freien Stellplatz gehoben und die beiden Bolzen am Gepäckträger in den Öffnungen versenkt. Daraufhin schließt sich das Schloss und am Ende signalisiert eine rote Lampe die erfolgreiche Rückgabe und damit das Ende der eigenen Verantwortlichkeit. Freie Stellplätze mit roter Lampe dürfen nicht für die Rückgabe genutzt werden, um nachfolgende Entwendung durch Unbefugte im Namen des Nutzer zu verhindern.

Wenn alle Stellplätze einer Fahrradstation besetzt sind und der Benutzer also „sein“ Fahrrad nicht zurückgeben kann, kann er sich die Nummer und den Standort der fünf nächstgelegenen Fahrradstationen mit freien Parkplätzen auf einem Display an der Station ansehen.

Das System ist gedacht für die selbstständige d. h. benutzergeführte Verteilung der Fahrräder. Zusätzlich gibt es im Juni 2008 21 diesel-betriebene [14] Kleintransporter mit Anhängern, die die Fahrräder gleichmäßig auf die Stationen verteilen. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Fahrräder auf den Stellplätzen der Fahrradstation kann man vorher immer in Echtzeit per Internet einsehen, wobei angezeigt wird, wie viele Stellplätze leer und besetzt sind.

Die Stationen sind Samstag und Sonntag rund um die Uhr geöffnet, von Montag bis Freitag sind sie von 0 bis 5 Uhr für die Fahrradentnahme geschlossen, während die Rückgabe an freien Stellplätzen immer möglich ist.

Kosten und Gebühren

Jeder Benutzer hat das Recht der kostenfreien Benutzung des Fahrrades während der ersten 30 Minuten nach Entnahme aus der Station. Die Anzahl der Rückgaben und Entnahmen der Fahrräder an den Stationen ist nicht begrenzt. Jedoch muss zwischen Rückgabe und erneuter Entnahme mindestens 10 Minuten gewartet werden. [15] Nach Ablauf dieser 30 Minuten wird für jede weitere angefangene halbe Stunde 30 Cent bis zu einer Gesamtzeit von zwei Stunden nach Entnahme berechnet. Ursprünglich war ein Tarif von 1 Euro pro Stunde geplant gewesen, der dann jedoch noch vor der Einweihung gesenkt wurde.[16] Nach Ablauf der zwei Stunden, muss eine Strafgebühr von 3 Euro pro angefangene Stunde bezahlt werden. Nach dreimaliger Berechnung der Strafgebühr wird die Mitgliedschaft automatisch beendet. Bei Nichtrückgabe des Fahrrades innerhalb von 24 Stunden müssen 150 Euro bezahlt werden. Alle Gebühren werden automatisch von der Kredit- oder Debitkarte eingezogen, die der Kunde bei Beantragung der Mitgliedschaft angegeben hat.

Finanzierung

Anders als fast kostenlose Fahrradausleihen in anderen Städten wird Bicing nicht aus den Werbeeinnahmen der Außenwerbe-Poster und an den Fahrzeugen selbst (überdimensionierte Schutzbleche) bezahlt sondern zu 2/3 aus den Überschüssen des kommunalen Parkraumbewirtschaftungsprogramms „Area Verde“ (Bereich der grün umrandeten kostenpflichtigen Pkw-Parkplätze) und zu einem Drittel durch die Nutzer finanziert, vor allem aus deren Jahresbeitrag. Nach Angaben von Bicing enden 91 % aller Fahrten nach weniger als 30 Minuten und damit kostenlos für den Nutzer. Die Stadtverwaltung wollte für Investition und Betrieb des Systems mit etwa 100 Stationen in den kommenden zehn Jahren 22,3 Mio Euro bezahlen.[17] Nach einer Erweiterung des Systems auf fast das ganze Stadtgebiet Barcelonas mit 6.000 Rädern und zirka 400 Stationen sind die Kosten, die die Stadt an den Betreiber zahlt, auf 5,5 Mio. Euro jährlich gestiegen.[18]

Das Fahrrad / Smartbike

Das Fahrrad unterscheidet sich von anderen käuflichen Modellen deutlich in seinem Design, um dem Diebstahl und dem nachfolgenden Verkauf im Schwarzmarkt vorzubeugen. Die Gestaltung der Fahrräder ist ähnlich der von anderen automatischen Fahrradverleihstationen, die das Unternehmen Clear Channel unter anderem in Rennes, Trondheim und Oslo betreibt. Das leichtgängige Fahrrad ist durch seinen Aluminiumrahmen und die Stahlfelgen auf Langlebigkeit hin gestaltet, da es rund um die Uhr der Witterung ausgesetzt ist. Das Fahrrad wiegt 16,8 kg und hat einen Kippständer.[19] Es hat eine rote Rahmenfarbe mit weißen Schutzblechen sowie einen mit Schnellspanner höhenverstellbaren Sattel. Das Hinterrad hat die Größe eines Mountainbikes (26") und das Vorderrad ist etwas kleiner, vergleichbar dem von Klapprädern. Beide Räder haben Breitreifen und vorn einen gelben oder weißen Frontscheinwerfer und ein rot blinkendes Rücklicht, die sich automatisch beim Fahren in Dunkelheit einschalten. Der Beleuchtungs-Akku wird an der Station geladen. Das Fahrrad verfügt über eine interne 3-Gangschaltung vom Typ „Shimano Nexus“ mit integrierter Trommelbremse. Die Vorderbremse ist eine Standard V-Bremse. Der Lenker hat eine besondere Form und besitzt einen integrierten Gepäckträger mit einem flexiblen Befestigungsband, eine Klingel sowie eine Drehgriff der den Gangwechsel bequem auch im Stand ermöglicht. Jedes Fahrrad hat eine Nummer und wird vom Zentralrechner erkannt, wenn es an einer Station zurückgegeben wird. Auf diese Weise wird die Nutzungszeit (für die Abrechnung) und die Instandhaltungszyklen aufgezeichnet. Das Fahrrad hat kein mobiles Schloss und kann also nur an den Stationen sicher abgestellt werden.

Netzausbau und Nutzerzahlen

Entwicklung der Anzahl der Benutzer („usuaris“) und Stationen („estacions“)

Die Anmeldezeit der Mitglieder für den Service begann am 16. März 2007. Am 22. März 2007 um 14 Uhr wurde das Angebot mit bereits 350 angemeldeten Nutzern eingeweiht. Sein Ausbau vollzog sich in 3 Etappen:

  • 22. März bis 1. Mai; 14 Stationen verfügbar rund um den Ciutadella Park mit 200 öffentlichen Fahrrädern
  • 1. Mai bis 1. Juli: 50 Stationen verfügbar mit 750 öffentlichen Fahrrädern im rechten Eixample (Neustadt) und in einem Teil der Altstadt.
  • seit Anfang Juli 2007: 100 Stationen verfügbar mit 1500 öffentlichen Fahrrädern im gesamten Eixample (Neustadt), in der Altstadt sowie an einigen Punkten in Gràcia und Sant Marti.

Diese Planung wurde im Großen und Ganzen eingehalten, wobei einige Stationen früher, andere hingegen später eröffnet wurden. An den dann 200 über die gesamte Stadt verteilten Stationen sollte es bis Ende des Jahres 2007 etwa 3000 Fahrräder geben. Neben der Verdichtung des bisherigen Stationsnetzes soll 2008 ein Ausbau im gesamten Stadtgebiet erfolgen, mit Ausnahme von Gebieten mit mehr als 4 % Steigung. Im Jahr 2008 ist eine Erweiterung der Kapazitäten auf dann 6.000 Räder und 400 Stationen geplant. Im Juli 2008 war das System auf 75 Prozent des Stadtgebietes von Barcelona verfügbar. [20]Das Radwegenetz von 128 km sollte bis Ende 2007 um 15 km erweitert werden.[21]

Das ursprüngliche Verhältnis von Parkplätzen an Stationen zu Fahrrädern soll von 1,6 auf 2 steigen, um den Fahraufwand von Redistributionsfahrzeugen zu senken und gleichzeitig überfüllten Stationen vorzubeugen.

Die Stadtverwaltung ging von 15.000 Nutzern bis Ende des Jahres aus, aber diese Zahl wurde weit übertroffen. Im ersten Monat meldeten sich 5.000 Benutzer an, im zweiten Monat waren es bereits mehr als 25.000 und Ende Juni 2008 waren bereits 150.000 Nutzer registriert. Geschäftsinhaber und Wohnungsvermieter werben mit der geringen Distanz zur nächsten Bicing-Station in ihren Anzeigen.[22] In den Haltestellen der Metro befinden sich Hinweise, welche Ausgänge zu den Bicing-Stationen führen.

Im Jahr 2009 ist ein weiterer Ausbau des Systems auch außerhalb der Stadtgrenzen Barcelonas geplant. Dann soll nahezu der gesamte Küstenabschnitt zwischen Castelldefels im Südwesten und Montgat im Nordosten mit weiteren 3.520 Rädern an 440 Stationen abgedeckt sein. Dieses System soll teilsweise (60 %) durch Werbung finanziert werden. [23]

Nutzungsstatistik

Die Nutzer sind zu gleichen Teilen Männer und Frauen. 48 % sind älter als 35 Jahre, 42 % sind zwischen 25 und 34 Jahren und 10 % sind jünger als 25 Jahre. 70 % der Fahrten enden innerhalb von 15 Minuten[24] und 91 % innerhalb der kostenlosen halben Stunde. Ein öffentliches Fahrrad wird in Barcelona durchschnittlich täglich während 5 Stunden für 16 Fahrten genutzt[25], im Vergleich zu 3 Fahrten, die durchschnittlich mit einem privaten Fahrrad zurückgelegt werden. Die am stärksten frequentierten Stationen waren innerhalb der ersten drei Monate Plaça Universitat, Tetuan i Catalunya, Arc de Triomf, Passeig Marítim, Avinguda Icària i Joan de Borbó. 80 der vormals zirka 1.600 Räder wurden täglich repariert.

Knapp 10 % aller Fahrten per Bicing substituieren die Nutzung von Motorisiertem Individualverkehr wie Auto (3,3 %) oder Motorrad (6,3 %). In 26 % der Fälle wurden diese Wege früher zu Fuß zurückgelegt. Etwa 51 % der Fahrten wurden früher im ÖPNV (Metro, Bus) zurückgelegt.

Kombinationsnutzung (Intermodalität)

Über 70 % der Nutzer nutzen für einen Weg ausschließlich das öffentliche Fahrrad. Von den übrigen 30 % intermodalen Nutzern kombiniert der überwiegende Teil mit dem ÖPNV, während ein kleinerer Teil (4 %) auch das Auto oder die eigenen Füße (8 %) für den verbleibenden Teil des Weges nutzt.

Nutzungsgrund

Der Hauptnutzungsgrund ist Geschwindigkeit des Vorwärtskommens: 30 % geben das als Grund an. 27 % sehen in der Nutzung von Bicing eine Möglichkeit zur sportlichen Betätigung, 23 % finden es einfach bequemer und für 22 % steht die ökologische und nachhaltige Mobilität im Vordergrund bei der Nutzung. Für 17 % der Nutzer ist es einfach preiswerter als andere Arten der Fortbewegung, 12 % sehen darin eine praktische Möglichkeit sich in der Stadt zu bewegen und weitere 12 % finden Bicing angenehmer als die herkömmlichen öffentlichen Transportmittel. (Mehrfachnennungen waren möglich) [26]

Probleme

Die Fahrradvermietungsunternehmen beschuldigen die Stadtverwaltung von Barcelona, ihnen unerlaubte Konkurrenz zu machen. Sie geben an, dass ein Unternehmen bis zu 80 % seiner einheimischen Kunden verloren hätte. Sie schließen nicht aus, den Fall vor Gericht zu bringen, wenn die Stadtverwaltung die Benutzungsdauer der Fahrräder nicht auf eine Stunde beschränkt.

Bicing erhielt eine unerwartet hohe Zahl von Mitgliedsanträgen. Zu Beginn war der postalische Empfang der Benutzerkarte innerhalb von drei Arbeitstagen vorgesehen, so benötigte man später 10 Arbeitstage und in bestimmten Fällen gar mehr als 50 Tage.

Es passiert nicht selten, das die Stationen Computerprobleme haben, und deshalb weder die Entnahme noch die sichere Rückgabe erlauben.

Während der späten Morgenstunden sind alle Stellplätze der Stationen in Meeresnähe vollständig besetzt, während die Stationen in den höher gelegenen Stationen kein einziges Fahrrad mehr zur Verfügung steht. Während der späten Nachmittags- und Abendstunden ist die Situation genau umgekehrt. Dieses Problem ist derzeit mit den Fahrradtransportfahrzeugen/Fahrzeugen zur Fahrradumverteilung noch nicht gelöst worden, weswegen man sich dazu entschlossen hat Personal bereitzuhalten, das zum Empfang von überzähligen Fahrrädern berechtigt ist und die Fahrräder sammelt, bis sie weiterverteilt werden können. In einigen Stationen kommt ein Vielfaches an Fahrrädern an im Vergleich zur Anzahl der Stellplatzkapazität.

In den ersten zwei Monaten sind etwa 10 Bicing-Fahrräder verschwunden. Danach wurden keine Zahlen mehr veröffentlicht. [27]

Die in der Ausschreibung geforderte Verfügbarkeit von 24[28] Stunden wurde aus Kostengründen nach der Vergabe der Lizenz gesenkt, so das an Werktagen eine 5-stündige Mietpause verordnet wird.[29]

Die vorgeschriebene aktive nächtliche Beleuchtung der Fahrräder funktionierte 2007 nur an zirka 3 % der Räder vollständig, da erstmals Akkus an den Smartbikes verwendet werden, die an den Fahrradmietstationen aufgeladen werden. Diese Akkus ermöglichen jedoch eine unzureichende Anzahl von Be- und Entladungszyklen, bevor sie ausgetauscht werden müssen. Um diesen Mangel zu beheben, erfolgte 2008 eine Umrüstung auf Nabendynamos, wie sie an anderen Standorten in Smartbikes erfolgreich verwendet werden. Auch die Reflektoren am Reifen wurde verbessert.[30]

Der Verkauf von Fahrrädern ist im ersten Jahr des „Bicing“ nach Angaben der Vereinigung der Fahrradhändler für Stadträder um 10 bis 15 % zurückgegangen, im Jahr 2008 sogar um 20 % [31]Dafür sei aber auch die neue, restriktive Fahrradnutzungssatzung in Barcelona verantwortlich. [32]

Namensherkunft

Bicing ist ein Kunstwort, das sich aus dem katalanischen Kurznamen bici (für Fahrrad) und BCN, der Kurzform von Barcelona ableitet. Die englische Endung -ing spielt auf andere Fortbewegungsformen wie Footing (spanischer Anglizismus für Jogging) oder Vueling (eine katalanische lowcost-Fluglinie an.)

Paris

Öffentliche Fahrräder des Vélib an einer Station in Paris

In Paris wurden am 15. Juli 2007 unter dem Namen Vélib', gebildet aus vélo (Fahrrad) und liberté (Freiheit), 750 Fahrradstationen mit 10.648 Fahrrädern in Betrieb genommen. Bis Ende 2007 sollten es 1.451 Stationen mit 20.600 Fahrrädern sein. Dann rechnen die Verantwortlichen damit, dass das Fahrradmietsystem genau so viele Nutzer hat wie die Straßenbahn.[33] Das System ist rund um die Uhr verfügbar. Anmeldeformulare für eine Jahreskarte sind bei der Stadtverwaltung, an den 300 Kassen der Métro sowie an den Automaten der Stationen selbst erhältlich. Betreiber der Fahrradstationen ist Cyclocity/JC Decaux. Die große Anzahl der installierten Räder hat die Zeitung Le Figaro von einer „Velorution“ sprechen lassen[34]; dieser Begriff ist jedoch keine Neuerfindung sondern bezeichnete bereits seit langem den Namen einer Vereinigung von Rad-Aktivisten.

Nutzerzahlen

Die derzeit zirka 50.000 Nutzer nutzten die Fahrräder bereits eine Million mal. Zum Jahresende rechnet man mit 200.000 Nutzern. Jedes Rad wird derzeit etwa sechs mal täglich genutzt.[35] Auch in Paris kommt es bei 10.000 Rädern vor, das diese hin und wieder knapp werden. [36]

Tarife

Zugang zum System verschafft eine Kundenkarte, die für einen Tag (1 Euro) oder für eine Woche (5 Euro) oder für ein Jahr (29 Euro) gültig ist. Per Kreditkarte wird eine Kaution von 150 Euro hinterlegt, die im Falle der Nichtrückgabe innerhalb von 24 Stunden vom Konto abgebucht wird. Dabei werden ausschließlich Kreditkarten akzeptiert, die über einen EMV-Chip verfügen. Herkömmliche Kreditkarten, die nur Magnetstreifen besitzen, werden nicht akzeptiert. [37]

Die erste halbe Stunde ist kostenlos. Danach kostet die nächste halbe Stunde 1 Euro und die übernächste halbe Stunde 2 Euro und jede weitere halbe Stunde (mit dem gleichen Rad) kostet 4 Euro. Wie in anderen Städten soll durch dieses progressive Tarifsystem die überwiegende Anzahl der Fahrten innerhalb von einer halben Stunde enden und das Fahrrad wieder an einer Station abgegeben werden, statt es abzuschließen und für andere nutzlos stehen zu lassen.

Tarifbeispiele:

Dauer 30 min 1 h 1 h 30 2 h 5 h 10 h 20 h
Tarif Gratis 1 € 3 € 7 € 31 € 71 € 151 €

Die Stationen sind etwa 300 Meter voneinander entfernt und haben jeweils zwischen 15 und 40 Stellplätze. Sie enthalten eine Bezahlmöglichkeit per Kreditkarte, so dass man an den Stationen sowohl die Tages- und Wochenkarte kaufen, als auch die Fahrradmietkosten nach Ende der Fahrt bezahlen kann. Auch Informationen zu anderen Stationen in der Nähe sind dort sichtbar, falls kein Fahrrad oder kein freier Stellplatz verfügbar ist.

Die Fahrräder sind aus ungarischer Produktion (Marke Mercier)[38] und kosten 1.300 Dollar pro Stück.[39]

Finanzierung

Die Stadt überlässt in einem public-private partnership während 10 Jahren ihre 1.628 Außenwerbeflächen/Plakatwände und deren Mieteinahmen für 10 Jahre an JCDecaux, die im Tausch für 115 Millionen Dollar (zirka 75 Millionen Euro) die Fahrräder kaufen und die Mietstationen installieren und betreiben und sich um die Wartung der Räder kümmern, mit umgerechnet 285 Vollzeitstellen. Sämtliche Einnahmen aus der Vermietung und den Jahres-, Wochen- und Monatskarten stehen der Stadt zu. Außerdem zahlt JCDecaux einen Teil seiner Einnahmen an die Stadt und verlangt für Werbekampagnen der Stadtverwaltung im öffentlichen Interesse auf diesen Plakatwänden keine Gebühren.[40] [41]

Lyon

Vélo'v-Ausleihstation am Place Edgar Quinet

Lyon hat 2005 in Frankreich als zweite Stadt nach Rennes (1998) Mietfahrradstationen eingeführt, es folgten 2007 Aix-en-Provence und Paris. In Planung ist das System für Marseille, Mulhouse, Besançon, Toulouse, Nantes und Rouen.[42]

Lyons Entleihsystem für Gratisräder nach dem System Cyclocity, demselben System wie „Citybike Wien“ in Wien, heißt Vélo'v. Nach dem zu Beginn 2000 Fahrräder an 250 Stationen zur Verfügung standen, stieg diese Zahl bis Ende 2007 auf 4000 Räder an 340 Stationen an. Ende November 2007 zählte man registrierte 50.000 Nutzer. [43]

Der Großraum Lyon hofft dank Vélo'v, den Autoverkehr der Stadt Lyon (inkl. Villeurbanne) und seiner Umgebung um 10 Prozent zu verringern. Im Moment hat man eine Senkung um 4 % auf jetzt 47 % am Modal Split erreicht. .[44]

Der Fahrradverkehr in Lyon hat seit Einführung des öffentliches Fahrrades um 80 % zugenommen, da gleichzeitig auch vermehrt private Fahrräder gekauft und genutzt werden.

Zu Beginn hatte das System viele Probleme mit Vandalismus und Diebstahl. Auf diese Weise musten 2006 etwa 800 der 3000 Räder durch den Betreiber ersetzt werden. [45] [46] Der Betreiber JC Decaux finanziert dieses Angebot durch die Vermarktung von Außenwerbung auf stadteigenen Flächen .

Funktionsweise

Für die Identifizierung am Automaten ist eine Benutzerkarte erforderlich. Man hat die Wahl zwischen folgenden Karten: Carte Longue Durée (Langzeitkarte), Carte Courte Durée (Kurzzeitkarte) oder die Carte Técély (elektronische Metrokarte).

Zur Entnahme des Fahrrads braucht man nur noch den Anweisungen des Automaten zu folgen. Als Erstes muss man die Karte einstecken, dann den PIN-Code eingeben und schließlich ein Fahrrad unter allen möglichen Rädern auswählen. Man hat 45 Sekunden Zeit sein Fahrrad zu entnehmen. Dafür muss man einfach nur die Handbremse betätigen und dann das Fahrrad zum Körper hin rausziehen. Ein Aufleuchten und ein zweifaches Piepen bestätigen die erfolgreiche Entnahme.

Die Rückgabe ist unkompliziert. Das Fahrrad muss nur in eines der leeren Fahrradhalterungen eingerastet werden. Ein Piepen und Aufleuchten bestätigen die erfolgreiche Rückgabe. Über den Vélo'v-Automaten ist es außerdem möglich, eine Quittung zu erhalten.

Cyclocity-Fahrrad

Das Fahrrad hat jeweils zwei Front- und Rückstrahler, die von einem Dynamo angetrieben werden. Ein Fahrradcomputer am Lenkrad protokolliert mögliche Defekte und Nutzungszeiten für die spätere Reparatur und Instandhaltung. Das Fahrrad verfügt über einen Korb über dem Vorderrad, in dem auch ein Spiralschloss zum Sichern des Rades an beliebigen Orten befestigt ist. Der Fahrradständer ist zweifüßig, um das Gewicht von über 25 kg aufzunehmen. Neben einer Klingel verfügt das Rad über eine Dreigangschaltung sowie Trommelbremsen an Vorder- und Hinterrad. Sämtliche Kabel sind innerhalb des Rahmens verlegt.

Nutzungsstatistik

95 % aller Fahrten enden innerhalb von 30 Minuten und somit kostenlos für den Benutzer.[47] Ein Fahrrad legt so zirka 10.000 km im Jahr zurück. [48] Im Einzelnen wurden folgende Daten vom Betreiber bekanntgegeben[49]:

  • durchschnittliche Nutzungsdauer/Weg: 17 min
  • durchschnittlich zurückgelegte Entfernung/Weg: 2,7 km
  • durchschnittliche Anzahl der Nutzungen bzw. Wege: zirka 12 pro Rad und Tag

Daraus ergeben sich:

  • durchschnittliche Nutzungsdauer/Tag: 3,5 h sowie
  • folgende Kalkulation: 2,7 km/Weg x 12 Wege/d x 365 d/a= 11.826 km/a und Rad.

Helsinki

Cityräder in Helsinki

Die Idee des dänischen Fahrradhändlers und Erfinders Niels Christiansen, kostenlose Stadtfahrräder zur Verfügung zu stellen, wurde im Juni 2000 in Helsinki realisiert.

Hauptaugenmerk dieser Fahrräder liegt auf Haltbarkeit, nicht Geschwindigkeit. Montierarbeiten sind nur mit Spezialwerkzeug möglich. Die Reifen sind aus Vollgummi und damit pannensicher. Die Fahrräder haben Reflektoren – da die Räder ausschließlich in den Sommermonaten verfügbar sind, ist eine weitere Beleuchtung nicht notwendig. Die Sonne geht nur für kurze Zeit unter; es sind weiße Nächte, d. h. es ist auch nachts hell.

Die Sicherung der Fahrräder geschieht ähnlich wie die von Einkaufswagen mittels einer Münze. Die Einführung der Stadtfahrräder verringerte die Fälle der Fahrraddiebstähle um 30 %. Die Nutzung der Räder ist auf die Stadtgrenzen beschränkt, die auffällige Form und Lackierung der Räder führt dazu, dass sie selten gestohlen werden. Der Unterhalt der Räder kostet etwa 300 Euro pro Jahr.

Ein ähnliches Modell des Bikesharing gibt es auch in anderen europäischen Städten wie zum Beispiel Aveiro (Portugal) oder Kopenhagen).

Wien

Citybike Verleihstation am Praterstern
Citybikes am Wiener Gürtel
Citybikes auf der Landstraßer Hauptstraße

Das Citybike Wien ist ein großflächig angelegtes Verleihsystem für Fahrräder in Wien, das vom Werbeunternehmen Gewista betrieben wird. Ziel dieses an der Idee des Gratisrads angelehnten Systems ist es, den Umstieg auf das Fahrrad für kürzere und mittlere innerstädtische Wege zu erleichtern und das Angebot öffentlicher Verkehrsmittel zu ergänzen. Es kommt ohne öffentliche Subventionen aus.

Entwicklung

Im Jahr 2001 wurde die Schaffung eines Gratisrad-Systems nach Kopenhagener Vorbild vereinbart, das jedoch zunächst scheiterte. Das 2002 gestartete, Viennabike genannte Projekt wurde von einem privaten Verein betrieben, der sich über Werbung auf den Fahrrädern und Subventionen von der Stadt Wien finanzierte. Im ganzen Bereich innerhalb des Gürtels wurden Fahrradständer errichtet, an denen mit einer 2 Euro-Münze als Pfand ein Fahrrad entriegelt werden konnte – genau nach dem gleichen System, wie es aus vielen Supermärkten mit Einkaufswagen bekannt ist. Die öffentlichen Appelle der Betreiber, die Gratisräder „fair“ zu benutzen, gingen aber nicht auf: Schon nach wenigen Wochen waren von den anfänglich 1500 Fahrrädern kaum noch welche in den Verleihstationen anzutreffen. Obwohl die Fahrräder einfach gehalten (drei Gänge) und mit auffälligen Werbe-Tafeln für Nokia, T-Mobile Austria und die Kronenzeitung versehen waren, ließen egoistische Benutzung, gepaart mit Vandalismus und Fahrraddiebstahl das Projekt scheitern. Mitarbeiter des Betreibers gingen noch ein paar Wochen auf Jagd nach zweckentfremdeten Viennabikes in Hinterhöfe und in die Außenbezirke (die Aufrufe, entwendete Viennabikes zu melden, wurden von einigen Seiten prompt als „Aufruf zur Denunziation“ kritisiert), bis die Fahrräder zu einer „Winterpause“ eingezogen wurden, aus der sie nicht mehr zurückkehrten. Die verbliebenen 1230 Fahrräder wurden im Internet versteigert.

In der Folge entwickelte sich ein politischer Disput, ob die Subventionen von EUR 600.000 durch die Stadt Wien für dieses Projekt gerechtfertigt waren. Bei der Suche nach einem alternativen Ersatzsystem erhielt das Werbeunternehmen Gewista, das in einem Naheverhältnis zur Stadt Wien steht, den Zuschlag. Im Jahr 2003 wurde das Citybike Wien vorgestellt.

Funktionsweise

Gegen eine einmalige Anmeldegebühr von 1 € (anfangs 2 €) kann an Selfservice-Terminals mit Touchscreen rund um die Uhr an zirka 50 Standorten ein Fahrrad ausgeliehen werden. Die Rückgabe erfolgt an jedem beliebigen Standort. Die Lage der Standorte, welche wie beim vorhergehenden System auf das zentrale Stadtgebiet beschränkt sind, die Anzahl der dort aktuell verfügbaren Räder und freien Bikeboxen (so werden die einzelnen Säulen genannt, an denen das Fahrrad verankert wird, um es gegen Diebstahl zu sichern, und die auch die Rückgabe eines Citybikes registrieren) kann von jedem Verleih-Terminal, aber auch über das Internet abgefragt werden.

Die Benutzung des Rades ist für die erste Stunde gratis. Die zweite Stunde kostet 1 €, die dritte 2 €, ab der 4. Stunde kostet es 4 €. Bei Überschreitung von 120 Stunden oder Verlust des Fahrrades werden 600 Euro verrechnet.

Zur Vermeidung von Diebstahl und Vandalakten ist eine Identifizierung erforderlich, die mittels einer österreichischen Maestro-Karte (gemeinhin Bankomat-Karte genannt), der Citybike-Card, internationalen Kreditkarten (Visa, MasterCard), einem Mobiltelefon oder, speziell für Touristen, der Citybike Tourist Card erfolgen kann. Zusätzlich muss bei jedem Entlehnvorgang ein bei der Anmeldung festgelegtes Passwort eingegeben werden. Bei der Rückgabe muss das Rad dann lediglich mit der vorgesehenen Halterung in einem Terminal einrasten. Eventuell anfallende Verleihgebühren werden dann gleich vom Bankkonto abgezogen. Um kostenlose Fahrten über mehrere Stunden hinweg zu unterbinden, müssen zwischen zwei Entlehnvorgängen mindestens 15 Minuten liegen. Nach einer internen Statistik enden 98 % aller Fahrten innerhalb einer Stunde und damit kostenlos für den Nutzer[50]

Das Citybike System erfreut sich steigender Beliebtheit: Für das Jahr 2004 meldete der Betreiber 29.518 registrierte CitybikerInnen, die in 95.700 Fahrten 228.975 Kilometer zurücklegten. Ende 2005 waren 45.000 CitybikerInnen angemeldet welche in knapp 200.000 Fahrten über 600.000 Kilometer absolvierten. Im April 2006 registrierten die Citybike-Zentralrechner während Schönwetterperioden über 10.000 Fahrten pro Woche.

Auffallend ist, dass sich die Verteilung der Räder am Abend nach den Außenbezirken verlagert. Morgens sind bei den Fahrradständern der Innenbezirke kaum Fahrräder vorhanden.

Peking

Peking hat seit 2005 auch ein Fahrradmietsystem mit 5000 Rädern an 31 Stationen (Stand August 2007), die an wichtigen Plätzen in der Stadt verteilt sind und von der privaten Firma „Beijing Bicycle Rental Services“ betrieben werden. [51] [52][53] Es sind keine weiteren technischen Details bekannt, aber es wird angenommen, das es sich nicht um automatische Ausleihstationen, sondern um mit Personal besetzte Stationen handelt, ähnlich den in der Schweizer Städten existierenden Containern, da auch ein Franchising angeboten werden soll. Die Franchisebetreiber sollen 1 Yuan pro Tag und Fahrrad bekommen sowie eine Gewinnbeteiligung. Die Räder können an beliebigen Stationen wieder zurückgegeben werden.

Ende August 2007 wurden Pläne veröffentlicht, dieses Netz noch vor Beginn der Olympischen Spiele im Jahr 2008 auf 50.000 Fahrräder an 200 bis 230 Stationen zu erweitern. Das Jahresabo kostet etwa 10 Euro (100 Yuan) oder 2 Euro pro Tag und es muss eine Sicherheit in Höhe 40 Euro (400 Yuan) bezahlt werden, die bei Rückgabe des Fahrrades jeweils erstattet wird. Im Jahr 2003 hatte Peking 9 bis 10 Mio. registrierte private Fahrräder, die es ab 200 Yuan zu kaufen gibt. Im Bereich der Speichen tragen die Räder unternehmenseigene Werbung: „Für Pekings blauen Himmel“. Während der Olympischen Spiele 2008 waren jedoch erst zirka 63 Stationen des Fahrradmietsystems in Betrieb.[54]

In Peking wird der Ausbau dieses Bikesharing ab dem Jahr 2007 von der Abteilung gegen Fahrraddiebstahl des städtischen Büros für öffentliche Sicherheit in Zusammenarbeit mit der Pekinger Umweltverwaltung gemeinsam subventioniert. Ein örtlicher Polizeisprecher bezeichnete gegenüber der Zeitung China Daily die zentrale Verwaltung von Fahrrädern mittels Bikesharing als effektivste Maßnahme, um den Bürgern die Sorge vor den Fahrraddiebstählen zu nehmen. Das habe die gleiche Priorität wie die Verminderung von Verkehrsstau, Luftverschmutzung und Lärm.[55] [56]

Nutzerfinanzierte Mietsysteme

Call a Bike flex

Call a Bike-Fahrrad

Call a Bike ist ein telefongestütztes System der Fahrradvermietung. Das System wurde im Jahre 1998 vom Informatiker und Unternehmer Christian Hogl entwickelt und im Jahre 2000 in München erstmals auf den Markt gebracht. Nach der Übernahme des Geschäftsbetriebes durch die Deutsche Bahn Tochter „DB Rent GmbH“ wurde das Call-a-Bike-System auch in anderen Städten in Deutschland eingeführt, zunächst in Berlin, dann in Frankfurt am Main anschließend in Köln und seit August 2007 in Karlsruhe angeboten.[57] Das Angebot gilt jeweils von Mitte März bis Mitte Dezember.

Charakteristisch für Call a Bike flex sind die überall im zentralen Stadtgebiet vorfindbaren Fahrräder mit Spezialschloss, die per Telefonanruf gemietet und innerhalb des Stadtkerns an jeder beliebigen Kreuzung wieder zurückgegeben werden können. Auf diese Weise ergänzt Call a Bike den öffentlichen Nahverkehr. Die Nutzung bietet sich insbesondere für Einwegfahrten oder in fremden Städten an, in denen man kein eigenes Fahrrad oder Auto dabei hat, oder zu Uhrzeiten, in denen der ÖPNV nicht mehr fährt. Um die Ergänzungsfunktion zum ÖPNV-Angebot zu verstärken, gibts es günstigere Tarife für ÖPNV-Nutzer.

Seit Frühjahr 2008 wird auch ein Pauschaltarif angeboten, um die Räder zu nutzen. Für 100 Euro im Jahr kann man die erste halbe Stunde das Rad damit, wie bei den meisten ausländischen Bikesharing-Anbietern, dann ohne Minutengebühr nutzen. Danach muss man entweder das Rad zurückgeben, eine Sperrzeit von fünf Minuten warten, um das gleiche Rad zu nutzen oder ein neues Rad finden und ausleihen oder dann den regulären Minutentarif zahlen. Für Kunden mit BahnCard und einzelnen ÖPNV-Abonnements (im Moment nur bei S-Bahn Berlin) gibt es den Pauschaltarif auch zu ermäßigten Preisen von 25 bis 75 Euro.[58][59]

Zum Auffinden eines freien Fahrrades in der Nähe des eigenen Standortes gibt es verschieden Möglichkeiten: die Suche an vorzugsweise versorgten Standorten[60] oder die Lokalisierung über Standortbezogene Dienste eines Mobilfunktelefons.[61][62] Eine telefonische Auskunft über das nächste zur Verfügung stehende Fahrrad gibt es nicht mehr. Verbessert wurde im Jahr 2008 die Auffindbarkeit der Räder im Internet mittels nicht mobilen Zugangsgeräten. Nach Eingabe der Standortadresse werden die nächstgelegenen Räder auf einem Stadtplan angezeigt. [63] In den Städten stehen ja nach Größe zwischen 350 (Karlsruhe) und 2000 (Berlin) Räder bereit. Das Fahrrad kostet ohne elektronisches Schloss etwa 700 Euro.[64]

Das System setzt eine einmalige Registrierung der potenziellen Nutzer voraus, um den Nutzungstarif einziehen zu können. Beim Anruf zur Anmietung werden die Kundennummer und die Nummer des jeweiligen Fahrrades durchgegeben. Alternativ kann die Identifikation des Kunden auch über das automatische Erfassen der Mobilfunknummer erfolgen.

Anschließend erhält der Mieter einen Zahlencode, mit dem das Schloss dann aufgeschlossen werden kann. Bei der telefonischen Abmeldung erhält man einen weiteren Zahlencode, mit dessen Eingabe die kostenpflichtige Mietzeit endet. Das Schloss kann dann nur nach einer neuen Anmeldung wieder geöffnet werden.

Die Mietfahrräder sind vergleichsweise hochwertig ausgestattet, zum Beispiel mit Federgabel, Rahmenfederung, Rollenbremsen, Nabendynamo, 7-Gangschaltung und Gepäckträger. Abgerechnet wird die Nutzung der Fahrräder mit einem Minutenpreis von 6 bis 8 Cent, der auf einen Maximalbetrag von 9 Euro pro Tag und Fahrrad gedeckelt ist. Da die Bahn keine externe Werbung auf ihren Fahrrädern akzeptiert, sind „kostenlose halbe Stunden“ wie bei ähnlichen Systemen im Ausland nur gegen Zuzahlung der Stadtverwaltungen oder Bezahlung des jährlichen Pauschaltarifes möglich.

Aus dem Vergleich wird deutlich, das man mit dem Angebot sowohl Touristen als auch den Bewohnern der Stadt dienen möchte. Es ist also ein Kombinationsmodell aus herkömmlicher und neuer Fahrradvermietung.

Seit dem Jahr 2008 hat die Bahn damit begonnen reguläre Mietfahrräder, die an den Bahnhöfen ausgeliehen werden können, in Städten wie Hamburg, Bonn, Düsseldorf, Dresden und Braunschweig durch Callbikes zu ergänzen. Diese Callbikes können jedoch nur wieder am gleichen Ort, dem Bahnhof, zurückgegeben werden, da keine Innenstadtzonen oder anderen Rückgabepunkte ausgewiesen wurden. Somit sind sie weniger für Alltagsradler als für Touristen geeignet.

Nextbike

Nextbike-Räder in Leipzig

Statt mit indirekter Werbung finanziert das Leipziger Unternehmen nextbike[65] den größten Teil der Kosten direkt über Werbung am Fahrradrahmen. Das Unternehmen erspart sich durch die mobilen „Werbeposter mit Pedalen“ die kommunale Konzessionsgebühr bereits in 12 deutschen Städten (Stand September 2007) sowie am Neusiedler See in Österreich.

Die einmalige Registrierung erfolgt telefonisch oder über das Internet. Die Ausleihe und Rückgabe erfolgen ebenfalls per Handy, Telefonzelle oder SMS. Auf der Internetseite wird eine Karte mit den Standorten der Räder zur Verfügung gestellt. Bei Rückgabe nach einer Stunde kostet es nur einen symbolischen Euro, für einen Tag fünf Euro. In einigen Städten können die Räder wie bei Call-a-Bike an beliebigen Stellen zurück gegeben werden, wobei dann ein Aufpreis von einem Euro pro angefangenem Kilometer berechnet wird. Erfolgen Ausleihe und Rückgabe am gleichen Ort oder innerhalb eines teilweise angebotenen Stationsnetzes, fallen lediglich die zeitabhängigen Kosten an. So zum Beispiel seit Sommer 2008 auf zirka 300 Fahrrädern im Zentrum von Düsseldorf. Die aktuellen Standorte der Räder findet man im Internet. Daneben gibt es 25 feste Standorte über das Zentrum verteilt.[66] [67] [68] Dadurch ist es für Einwegfahrten nur in Städten mit einem Standortenetz besonders günstig, für Rundreisen oder tageweise Nutzungen von Touristen jedoch stets gut geeignet.

Der Nutzer bekommt bei der Ausleihe den Code für das verwendete Zahlenschloss und muss ihn in seltenen Fällen manuell ändern. Wie bei Call-a-Bike kann das Fahrrad während der Nutzung abgesperrt werden. Wird das Rad nicht am Ausleihort wieder abgegeben, muss bei der Rückgabe der neue Standort mitgeteilt werden, ansonsten reicht die Angabe der Radnummer. Nach der Rückgabe prüfen Nextbike-Mitarbeiter Zustand und Position des Rades und ändern den Code des Zahlenschlosses.

Die Räder mit der Rahmenform eines Beachcruisers sind zum größten Teil mit einer Dreigangschaltung und einem geräumigen Gepäckkorb ausgestattet, der wie bei einem Postfahrrrad fest mit dem Rahmen verbunden ist und damit auch bei höherer Belastung ein bequemes Lenken ermöglicht.

Die Fahrräder werden nicht ausschließlich von einer Stadtverwaltung bestellt und aufgestellt, sondern auf Nachfrage von werbewilligen Unternehmen. Das werbende Unternehmen kann zur Kundenbindung Gutscheine an seine Kunden ausgeben.

VRR Mietfahrrad/Bikey

Seit Ende 2005 gibt es ein Pilotprojekt des VRR zum automatischen Vermieten von Fahrrädern in elektronisch verschließbaren Boxen an ausgewählten VRR-Stationen. Diese Boxen lassen sich mit einer vorher bestellbaren Chipkarte kontaktlos öffnen und bieten neben Wetter- und Diebstahlschutz rund um die Uhr Zugang zu einem Mietfahrrad. Der Technologiepartner ist bikey, wobei der Name von „bike“ (Fahrrad) und „key“ (Schlüssel) herrührt.[69][70]

Zielgruppe

Die Fahrräder müssen an derselben Station zurückgegeben werden. Zielgruppe sind nicht Alltagsfahrer und ihre Einwegstrecken sondern Touristen und Freizeitfahrer.

Fahrrad

Es wurde eigens ein stabiles und vandalismussicheres Fahrrad im Auftrag des VRR/bikey entwickelt. Durch seinen Unisex-Rahmen mit niedrigem Durchstieg ist es für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet und für alle Altersgruppen bequem zu fahren. Ein leichter Alurahmen sowie eine Sieben-Gang-Schaltung sorgen für weiteren Komfort. Trommelbremsen, eine automatische Lichtzuschaltung sowie eine abschließbare Gepäckbox gehören ebenso zur Ausstattung. Eine Transponder-Einheit erlaubt es, das jeweilige Fahrzeug über die Fahrradbox zu identifizieren. Damit kann auch die Rückgabe automatisch erfolgen.

Standorte

in Pilotphase befinden sich roten Fahrradboxen an den VRR Stationen in:

Kosten

Die Mietgebühren für das bikey-Fahrrad betragen:

  • Pro Stunde: 1,00 EUR
  • 1-2 Tage pro Tag: 5,50 EUR
  • Kaution: 40,00 Euro

Weitere Anbieter

Einige Anbieter haben diesen wachsenden Markt mittlerweile als lukrative Lücke entdeckt, um Städten ein umweltfreundliches Fortbewegungsangebot für die Bewohner zu machen, ohne das diese sich um Investitions- oder Betriebskosten kümmern müssen. Betrieben werden solche Mietsysteme meist durch verschiedene Außenwerbungsunternehmen wie Clear Channel (Smartbikes)[71][72], JCDecaux (System Cyclocity[73])[74], Gewista (CityBike), Ströer (Call a Bike)[75][76] und Bicincitta[77].

Einige Anbieter sind in einer Reihe von Städten in Rechtsstreitigkeiten gegeneinander verwickelt oder von Kartellbehördenentscheidungen oder Außenwerbeverboten [78] betroffen, so zum Beispiel in Hamburg [79], Dublin [80], Genf [81] und Barcelona [82].

Erfolgsfaktoren

notwendige Faktoren

  • elektronische Identifizierung des Benutzers,
  • hohe Stations- und Fahrraddichte → spontane und Einwegfahrten
  • qualitativ hochwertige und zuverlässige Fahrräder
  • unkomplizierte und schnelle Inanspruchnahme der Dienstleistung [83]
  • Einzugsberechtigung vom Konto des Nutzers für Betreiber im Verlustfall des Fahrrades
  • deutlicher Preisvorteil zu anderen öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln für Kurzstrecken
  • Spezialanfertigung von Rahmen und Komponenten im Vergleich zu handelsüblichen Rädern
  • Anpassungsfähigkeit an Größe und geschlechtsspezifische Kleidung unterschiedlicher Personen
  • Benutzungszeitbegrenzung durch Progressionstarif oder Zeitbeschränkung

Unterstützungsfaktoren

Umweltpolitische Bedeutung

Das öffentliche Fahrrad verwirklicht erstmals direkt das Verursacherprinzip im städtischen Verkehr, wobei parkende Autos, die während der Fahrt neben Lärm, anderen Abgasen und Feinstäuben auch CO2-Immissionen ausstoßen und damit zum Klimawandel beitragen, leise abgas- und CO2-freie Fortbewegungsarten wie das Radfahren indirekt bezahlen. Zudem stammt die Energie der muskelkraftbetriebenen Fahrräder zu 100 % aus nachwachsender Biomasse („Müslimotor“), ohne dass Umwandlungsprozesse wie bei anderen Bio-Treibstoffen notwendig sind. Es ist ein effektives Mittel, um den Modal Split im Personennahverkehr einer Stadt zugunsten der nachhaltigen Verkehrsträger zu verschieben. Volkswirtschaftlich betrachtet sind die sehr geringen Kosten pro eingesparter Menge Schadstoff interessant (Vermeidungskosten). Laut einer Schätzung der Stadtverwaltung von Lyon, vermeidet jedes dieser Mietfahrräder etwa 500 Kilogramm Kohlendioxid pro Jahr oder 0,19 kg CO2/km [84]während in Barcelona etwa 0,16 kg CO2/km angegeben wird [85].

Vorteile von Fahrradmietsystemen

Ein Problem mit privaten Fahrrädern ist die hohe Diebstahlquote, die dazu führte, das die Menschen kein weiteres Fahrrad mehr kauften oder nur ein qualitativ schlechtes Zweitrad kauften oder sich ein teures Faltrad zulegten oder umständlich die Fahrräder bis in ihre Wohnung hochtragen mussten oder gar einen Tiefgaragenplatz mieteten, um die Diebstahlwahrscheinlichkeit zu senken. Ein privates Fahrrad mit gutem Schloss kostet in Anschaffung, Instandhaltung und Reparatur Zeit und Geld. Beides fällt beim Fahrradmietsystemen weg bzw. ist auf eine geringe jährliche Gebühr beschränkt. Praktisch ist ebenfalls, dass die Sättel meist diebstahlsicher befestigt sind.

Spontaneität: Fahrräder können spontan genutzt werden, auch wenn man für den Hinweg in Metro, Auto, Taxi oder Inlineskates genutzt hat. Die Kombination mit Inlineskates oder Skateboards ist dank des Gepäckträgers möglich. Die Verkehrsmittelwahl des Hinwegs bestimmt nicht das Verkehrsmittel des Rückwegs.

Für Pendler ist ein sogenannter „Sandwich-Verkehr“ möglich, das heißt die Anreise mit dem Mietrad oder eigenen Rad bis zu einer Haltestelle des ÖPNV, die Weiterfahrt mit Bus oder Bahn und nach Ankunft an der Haltestelle in der Stadt die Weiterfahrt mit Hilfe von Fahrradmietsystemen zum Bestimmungsort.[86]

Mit dem Angebot von Fahrradmietsystemen bietet die Stadt gleichzeitig auch die Möglichkeit zur aktiven Bewegung anstatt des nur passiven Bewegtwerdens in Bus, Bahn und Auto. Diese körperliche Aktivität ist gesundheitsfördernd und kann Bewegungsmangel und Übergewicht entgegenwirken.

Im Idealfall werden die Mieträder von professionellem Personal gepflegt und gewartet sind und sind deshalb verkehrssicher (Bremsen, Licht). Bei einer Panne kann ein anderes Rad genommen werden, statt selbst flicken zu müssen.

Beziehung Fahrradmietsystem – ÖPNV

Bisher wurden die Fahrradmietsysteme immer durch die Stadtverwaltung bestellt. Eine Konkurrenz zum herkömmlichen ÖPNV sind die Fahrradmietsysteme nicht, da sie sich nicht für große Pendlerströme und Entfernungen eignen. Eher im Gegenteil. Sie ergänzen die feinmaschige Erschließung eines Areals, bei dem Busse und Bahnen organisatorisch und finanziell überfordert wären. Die Mitnahme des eigenen Fahrrades kann im alltäglichen Pendlerverkehr aufgrund der beschränkten Kapazitäten der gut ausgelasteten Züge kaum als nennenswerte Alternative gelten (Ausnahme Falträder). Die TU Delft kam zu dem Ergebnis, dass bei optimaler Fahrradverfügbarkeit im Vor- und Nachtransport die Personenkilometer im überörtlichen ÖPV in den ohnehin schon fahrradbegeisterten Niederlanden noch einmal um 14 % gesteigert werden könnten. „Den größten Effekt hatte eine verbesserte Verfügbarkeit des Fahrrads auf dem Weg von der Haltestelle bis zum Ziel.“ [87]

Vergleich zum eigenen Fahrrad

Platzbedarf privater Fahrräder

Fahrradnutzung ohne Probleme des Fahrradbesitzes:

Ein Problem mit herkömmlichen Fahrrädern ist in vielen Städten die hohe Diebstahlquote, die dazu führte, das die Menschen kein weiteres Fahrrad mehr kauften oder sich ein sehr preiswertes Rad aus zweiter Hand oder ein teures Faltrad zulegten oder umständlich die Fahrräder bis in ihre Wohnung hinauf tragen mussten oder gar einen Tiefgaragenplatz mieteten, um die Diebstahlwahrscheinlichkeit zu senken.

Ein privates Fahrrad mit gutem Schloss kostet in Anschaffung, Instandhaltung und Reparatur Zeit und Geld. Beides fällt beim öffentlichen Fahrrad weg bzw. ist auf ein Minimum von (je nach Stadt) unter 40 Euro pro Jahr beschränkt. Spontaneität: Fahrräder können spontan genutzt werden, auch wenn man für den Hinweg in Metro, Auto, Taxi oder Inlineskates genutzt hat. Die Kombination mit Inlineskates oder Skateboards ist dank des Gepäckträgers möglich. Die Verkehrsmittelwahl des Hinwegs bestimmt nicht das Verkehrsmittel des Rückwegs.

Herkömmliche Fahrräder nehmen mehr Parkraum pro zurückgelegtem Kilometer ein als das öffentliche Fahrrad in der Fahrradstation, ähnlich wie Privat-Pkw verglichen mit Carsharing-Autos. Während ein privates Fahrrad für durchschnittlich drei Wege täglich von einer Person genutzt wird, wird das öffentliche Fahrrad für zehn bis zwölf [88] Wege täglich von mehreren Personen genutzt. Es legt etwa 10.000 km jährlich zurück. Es ist damit besser ausgelastet und nimmt weniger Platz im knappen öffentlichen Raum weg, als ein privates Fahrrad. Die hohe Auslastung eines langlebigen Fahrrades führt zu einer größeren Ökoeffizienz.

Bei den stärker beanspruchten öffentlichen Rädern achtet die Betreiberfirma auf den Einsatz von langlebigen verschleißarmen Materialien bei Schlauch, Reifen und Felgen, leichte Verstellbarkeit der Sattelhöhe, leichte wetterfeste Aluminiumrahmen usw.. Bei öffentlichen Fahrrädern ist der Anteil der funktionierenden nächtlichen Beleuchtungs- und Bremssysteme wesentlich größer und sie sind besser gepflegt und gewartet – zum Beispiel der Reifenluftdruck – als private Räder und tragen zur Erhöhung der Sicherheit im Verkehr bei.

Nachteile gegenüber Fahrrädern in Eigenbesitz:

Es sind keine Fahrten außerhalb der Stadt möglich. Der Netzausbau ist bisher nur in einem Teilgebiet der Städte abgeschlossen. Es ist stets Bremstest und Höhenverstellung des Sattels vor Fahrtantritt notwendig. Es gibt keine Tür-zu-Tür Verbindung, eine Restdistanz ist zu Fuß zurückzulegen, ähnlich bei einem Auto im Parkhaus. Des Weiteren kann vom Benutzer nicht sichergestellt werden, dass für den Rückweg ebenfalls ein Fahrrad zu seiner Verfügung steht.

Geschichte

Nullte Generation

herkömmlicher personalbetriebener „Fahrradverleih“, wo während begrenzter Öffnungszeiten, Fahrräder mit Schloss gegen Zurücklassen eines Pfandes oder Personaldokumentes gemietet werden und auch nur dort nach einer Mindestmietzeit zurückgegeben werden können.

  • viele Schweizer Städte,
  • Bahn-Fahrräder und Kooperationspartner in Deutschland und den Niederlanden,
  • Peking (Ausnahme: Stationsnetz und Jahres- Pauschaltarif, Nutzungszeitbegrenzung?),
  • viele Touristenstädte und -orte weltweit

Erste Generation

  • 1965 Weiße Fahrräder in Holland/Amsterdam als Teil der Weißen Pläne der Provo-Bewegung

herkömmliche Räder, weiß bemalt ohne Schloss und Identifizierungsmöglichkeit des Benutzers

  • 1970er Jahre Bremen, Aktion kommunales Fahrrad, ähnlich auch in Bern, Wedel, Koblenz,...
  • seit 1974 La Rochelle (France) Gelbe Fahrräder an drei Stationen als Teil des ÖPNV

oft ABM bzw. soziale Projekte, die sinnvolle Arbeit, Aus- und Weiterbildung, nachhaltigen Verkehr und Altfahrradrecycling/-reparatur verbinden

Zweite Generation

  • 30. Mai 1995 Kopenhagen
    • Pfandprinzip wie bei Einkaufswagen (zirka 2 Euro), aber immer noch ohne automatische Identifizierung der Benutzer
    • Teilfinanzierung über Werbung,
    • Spezialanfertigung von Rahmen und Komponenten, um Diebstahl von Rad und Missbrauch als „Ersatzteillager“ für private Räder zu verhindern
    • robust, einfach (Vollgummireifen, keine Gangschaltung)
    • Keine Zeitbegrenzung der Benutzung ,
    • Netz von 110 Mietstationen, damit geografische Begrenzung

Ein sehr ähnliches Modell ist auch in Helsinki bis heute in der warmen Jahreszeit im Einsatz. Auch in Aveiro (Portugal) ist dieses Modell der zweiten Generation seit dem Jahr 2000 im Einsatz. In Wien hatte dieses Modell dagegen keinen Erfolg und wurde wegen hoher Diebstahlsquote mangels Identifizierung der Benutzer gegen ein Modell der dritten Generation ausgetauscht.

  • Blaues Fahrrad Chemnitz Ende der 1990er – 200X?
    • Magnetkarte mit Lesegerät zur Identifizierung am Fahrrad
    • 12 Stationen,
    • 40 Räder,
    • Jahresgebühr und Pfandgebühr,
    • keine zeitabhängige Mietgebühr oder Zeitbegrenzung

Dritte Generation

  • 6 Juni 1998 Rennes Adshell/Clear Channel
    • erstmals automatische Identifizierung des Benutzers
    • hochwertige Räder aus Spezialanfertigung
    • unkomplizierter Ausleihvorgang,
    • kostenlos für zwei Stunden
  • März 2000 „Call a bike“ München
    • Identifizierung und Übermittlung der Nutzungszeitdauer mittels Handy
    • hochwertige Räder aus Spezialanfertigung
    • Abrechnung Kreditkarte
  • Burgos (Spanien)
    • unabhängige Systementwicklung
  • Einbeziehung von Pedelecs in das Bike sharing bei Städten oder Stadtteilen mit schwieriger Orographie, wie zum Beispiel im Stuttgarter Pilotprojekt. Dabei ist zunächst geplant, den Festpreisanteil (Pauschaltarif, etwa 120 Euro/Jahr) zu erhöhen, zugunsten einer Senkung des gebrauchsabhängigen Teils, mit allen bekannten Problemen der Überlastung des Systems.[89]

Liste von Städten mit öffentlichen Fahrradmietstationen

Quelle[90]


[146]


Literatur

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.bahn.de/p/view/mobilitaet/fahrrad/bike/05rad_vermiet.shtml
  2. http://www.ov-fiets.nl/waarhuur/index.htm
  3. http://www.rentabike.ch
  4. http://www.callabike-interaktiv.de/kundenbuchung/process.php?proc=stadtplan&f=500&key=15e1e089f239704b2544fb1e239beccc...00001#station Stuttgart Stationsplan auf elektronischem Stadtplan
  5. http://www.callabike-interaktiv.de/kundenbuchung/process.php?proc=news_aktuell&f=500&key=1d77ae359390f580a94acf407b43ade1…00003
  6. http://www.callabike-interaktiv.de/kundenbuchung/download/500/2008_Infoblatt_Stuttgart_final_oP.pdf
  7. http://www.callabike-interaktiv.de/kundenbuchung/process.php?proc=news_aktuell&f=500&key=69aa834c2671e38cbcf324fd15d47df6…00005
  8. http://www.stuttgarter-zeitung.de/page/detail.php/1481750, vom 30. Juli 2007
  9. http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/1651453.
  10. http://www.stuttgarter-zeitung.de/page/detail.php/1481750
  11. Callabike-Interaktiv ICE-Bahnhofsstationen
  12. http://www.expansion.com/2008/11/17/catalunya/1226960311.html
  13. http://www.bcn.es/cgi-bin/llista_eq.pl?tema=0040103015006008&tit=&tema1=at_5&nom=&carrer=&num_i=&num_f=&dis=&barri=&v=BI_&idioma=EN
  14. http://www.elperiodico.com/default.asp?idpublicacio_PK=46&idioma=CAS&idnoticia_PK=521169&idseccio_PK=1022
  15. http://www.adn.es/ciudadanos/20070806/NWS-0959-Barcelona-Bicing-bicicletas-alquiler-transporte.html
  16. Seite Stadtverwaltung Barcelona
  17. http://w3.bcn.es/V01/Serveis/Noticies/V01NoticiesLlistatNoticiesCtl/0,2138,200713899_214951850_3_328554335,00.html?accio=detall&home=
  18. http://www.expansion.com/2008/11/17/catalunya/1226960311.html
  19. http://www.elperiodico.com/EDICION/ED070701/CAT/CARP01/PDF/g042mR02.PDF
  20. http://www.europapress.es/catalunya/noticia-bicing-concentrara-septiembre-control-estaciones-atencion-usuario-cerca-glories-barcelona-20080709163232.html
  21. http://www.20minutos.es/noticia/279247/0/carril/desembre/anys/
  22. http://www.loquo.com/ suchwort bicing
  23. http://www.20minutos.es/noticia/399859/0/bicing/barcelona/ciudades/
  24. http://www.elperiodico.cat/default.asp?idpublicacio_PK=46&idioma=CAT&idnoticia_PK=420382&idseccio_PK=1022
  25. http://www.elperiodico.com/default.asp?idpublicacio_PK=46&idioma=CAS&idnoticia_PK=422637&idseccio_PK=1022
  26. http://www.elperiodico.com/EDICION/ED071026/CAT/CARP01/PDF/g036mR91.PDF
  27. Zeitung ADN, 21.Mai 2007
  28. http://w3.bcn.es/V01/Serveis/SubPresentacio/V01SubPresentacioIniciCtl/0,2155,83057194_83070558_3_137068187,00.html?accio=detall
  29. http://www.elperiodico.cat/default.asp?idpublicacio_PK=46&idioma=CAT&idtipusrecurs_PK=7&idnoticia_PK=420658
  30. http://www.elperiodico.cat/default.asp?idpublicacio_PK=46&idioma=CAT&idnoticia_PK=449427&idseccio_PK=1022&h=
  31. http://www.elpais.com/articulo/cataluna/comercios/bicicletas/acusan/caida/ventas/atribuyen/bicing/elpepuespcat/20080802elpcat_5/Tes.
  32. http://paper.avui.cat/article/barcelona/112855/bicing/fa/baixar/la/venda/bicicletes/urbanes.html
  33. http://www.levif.be/belga/generale/78-6-12653/-velib--a-paris--plus-d-un-million-de-locations-en-trois-semaines.html
  34. http://www.monstersandcritics.de/artikel/200729/article_17250.php/Velorution-statt-Revolution-10-000-Leihr%C3 %A4der-f%C3 %BCr-Paris
  35. http://tf1.lci.fr/infos/france/societe/0,,3493918,00-velib-deja-000-personnes-selle-.html
  36. http://www.weltreporter.net/blog/?idBlog=166
  37. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sonntagsspaziergang/680247/
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  39. http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/03/23/AR2007032301753.html
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