Bilanzverlust

Als Bilanzgewinn bezeichnet man den von Kapitalgesellschaften in der Jahresabschlussbilanz ausgewiesenen Totalgewinn gemäß § 268 HGB (Deutschland) bzw. § 231 UGB (Österreich). Handelt es sich um einen negativen Betrag, so spricht man von einem Bilanzverlust.

Der Bilanzgewinn bzw -verlust berechnet sich wie folgt:

Jahresüberschuss nach § 275 HGB (Deutschland) bzw. § 231 UGB (Österreich)
+/- Gewinn- oder Verlustvortrag aus dem Vorjahr
+ Entnahmen aus der Kapitalrücklage
+ Entnahmen aus Gewinnrücklagen
- Gewinnausschüttungen des Vorjahres
- Einstellungen in die Rücklagen
= Bilanzgewinn/Bilanzverlust

Daraus ergibt sich, dass der Bilanzgewinn durch Veränderung der Rücklagen leicht beeinflusst werden kann und als Indikator für den Unternehmenserfolg ungeeignet ist. Allerdings ist diese Angabe in jedem veröffentlichten Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft enthalten, während der aussagekräftigere Jahresüberschuss entfallen kann.

Der Bilanzgewinn ist die Basis für Gewinnverwendung und Gewinnausschüttungen (Dividenden bei Aktiengesellschaften).

Siehe auch

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